Emely Mayr

Love Hurts Sometimes

Hallo ihr lieben :) Ich hatte eine Buchidee und musste sie einfach niederschreiben. Es hat mir sehr spaß gemacht diese Kurzfassung zu schreiben und hoffe ihr habt auch spaß beim lesen.

Mich würden eure Gedanken dazu brennend interessieren. Wie findet ihr die Geschichte würdet ihr die Geschichte dieser Frau hören wollen? Mit allen Höhen und den vielen Tiefen? Oder ist es zu langweilig?

Ich selbst lese gerne viel über Herzschmerz und Liebe. Ich würde mich über Kritik freuen aber vorallem auch über positives feedback :)

 

Eine Frau ist schon sehr lange mit ihrem Freund zusammen, dem jedoch die Beziehung zu langweilig ist.

In einem Streit darüber, dass ihre Beziehung bisher zu langweilig ist, schlägt die Frau (ironisch) einen Deal vor: „Weißt du was? Wenn das hier so langweilig ist, dann such dir doch eine Affäre. Ich aber dann auch!“

Der Mann fand die Idee tatsächlich gut und überredete die Frau dazu es umzusetzen.

Seither hat der Mann eine Affäre, sie aber nicht. Jedes Mal, wenn sie genau weiß er ist bei IHR, lädt sie ihre Freundinnen zu sich zu einem Mädels Abend ein. Sie will sich die Blöße nicht geben um zuzugeben, dass sie niemanden hat und die Lüge nur aufrechterhält, damit er irgendwann eifersüchtig wird und merkt wie sehr er sie eigentlich liebt. Nach einiger Zeit diese Spiels haben ihre Freundinnen keine Lust mehr darauf. „Die „Filmabende werden immer öfter, er wird sich nicht ändern, verstehst du?“ Sie können es sich nicht mehr mitansehen wie ihre Freundin so leidet und versuchen ihr die Augen zu öffnen. Bei einem erneuten Schlagabtausch mit ihrem Freund, der sie immer noch betrügt schildert sie ihre Gefühle und dass sie das nicht mehr will, doch er möchte seine Affäre nicht aufgeben und zerschmettert somit ihr Herz.

Die Frau fasst nach einigen Monaten des Selbstmitleides in denen sie sogar ihren Job vernachlässigt hat, den Entschluss eines neu anfangs. Da ihr ex freund sich mittlerweile mit seiner Affäre in der Öffentlichkeit zeigt möchte sie so weit wie möglich weg. Sie bekommt ein sehr gutes Jobangebot in einer Großstadt. Endlich weg von der Kleinstadt und rein in die Arbeit. Sie nimmt die Stelle an, zieht um und kauft sich neue Kleidung. Schon am ersten Tag ihrer neuen Arbeit wird sie kräftig eingespannt. Das Unternehmen kennt ihre Fähigkeiten und fördert sie, somit sie dort erfolgreich wird.

Neben der Arbeit besucht sie regelmäßig eine Musikschule und unterrichtet selbst gelegentlich Gesang und Tasteninstrumente. Ihr Leben scheint wieder die richtige Richtung einzunehmen, doch von glücklich ist sie noch meilenweit entfernt.

 

Der Ex Mann ist mittlerweile mit seiner ehemaligen Affäre zusammengezogen und sie bekam ein Kind. Doch ist es wirklich sein eigenes? Auch er ist noch lange nicht glücklich. Er bereut die Entscheidung seine ex Freundin betrogen und verlassen zu haben und genau in dem Moment in dem er darüber nachdenkt wie furchtbar er sich verhalten hat, sieht er einen Online-Artikel über sie. Sie ist erfolgreich, sie lebt in einer Großstadt und sie ist wunderschön. Es versetzt ihm einen Stich sie so zusehen und er will alles wieder gut machen. Er beschließt in die Stadt zu fahren und sie zu suchen. Auf der Arbeitsstelle aus dem Bericht ist sie nicht zu finden, doch ihre Sekretärin erzählt ihm von der Musikschule und überreicht ihm eine Adresse, zu der er umgehend fährt. Er betritt die Eingangshalle und fragt am Empfangsbereich nach ihrem Namen. Es scheint, als hätte er einen Volltreffer gelandet, denn die Frau meinte sie müsse gleich kommen. Es ist eine sehr gesprächige Frau und sie scheint an Fan von seiner ex Freundin zu sein. „Ah da kommt sie ja.“ Der Mann dreht sich um und sieht sie. In eleganter Business-Kleidung und offenen Wellen. Sie hat längere Haare bekommen. Doch als sie ihn erblickt zieht sie eine schmerzverzerrte Fratze und macht Anstalten die Schule wieder zu verlassen. Er läuft ihr nach.

 

Was tut er hier? Warum quält er sie so? Es fühlt sich an, als wäre es erst gestern gewesen und alle schmerzenden Gefühle kommen wieder an die Oberfläche. Sie hört ihn ihren Namen rufen und kann nicht anders als stehen zu bleiben. Sie ist den Tränen nahe. „Was willst du hier?“. Er sieht ihren Rücken an, denn sie hat sich noch nicht zu ihm umgedreht. „Ich habe dich gesucht.“ Warum zum T. tut er ihr das an? Sie dreht sich um und geht ein paar Schritte auf ihn zu. Sie ist wüten. Wütend darauf, dass er ihr nicht einfach ihren Frieden lassen kann. Warum um Himmels willen tust du mir das an? Fragt sie. Er wirkt niedergeschlagen, als er ihre Tränen sieht. „Es tut mir leid, alles was ich getan habe. Ich bereue es so.“

Sie kommt nicht umhin dass sich in ihr etwas wie Hoffnung regt. Doch trotzdem vergisst sie nicht was geschehen war. „Und was willst du mit dieser Entschuldigung bezwecken?“ „Ich… Ich weiß es nicht. Vielleicht liebe ich dich immer noch.“ Das war es, das war genau das was sie hören wollte. Vielleicht konnte sie ihn deshalb nie vergessen. Weil sie noch eine Chance verdient hatten. Womöglich wäre er bereit her zu ziehen und mit ihr ein neues Leben anzufangen. Sie kann es nicht glauben, dass sie sich das unterbewusst tatsächlich immer erhofft hatte. Sie hatte diesen Moment hier herbeigesehnt. Doch eines muss klar sein bevor ein Neu Anfang überhaupt in Frage kommt. “Was ist mit ihr?“ „Was soll mit ihr sein?“ „Na keine Ahnung wann habt ihr euch getrennt? Wo ist sie jetzt?“ Sie hofft er würde sagen, sie hätten sich sofort nach ihrer Abreise getrennt, doch sie erkennt an seinem Gesichtsausdruck, dass der nicht der Fall ist. Die Erkenntnis trifft sie hart und noch viel härter als sie es ausspricht. „Wir haben uns nicht getrennt. Wir wohnen zusammen.“ Er senkt beschämt den Kopf. All der Hass kommt mit voller Wucht zurück und lässt nichts von der zuvor noch da gewesenen Hoffnung übrig. „Und was macht sie bitte wenn du hier bei mir bist?“ Der Mann erscheint noch beschämter, wenn das überhaupt noch möglich ist. „Sie passt auf das Kind auf.“ Das war der Schuss der alle Gefühle, ob Liebe, Hass, Zuneigung oder Abneigung gegenüber dem Mann vor ihr tötete. Sie blickte in Ausdruckslos an und sagte mit kalter Stimme: „ Mit einem Kind sollte man wenigstens erwarten können, dass du ein wenig erwachsener geworden bist. Aber diese Hoffnung ist bei dir vergebens. Ich hoffe ihr werdet glücklich.“ Sie dreht sich um und geht, vergießt keine Träne und steht ihre Frau während den Mann ein Schlag mitten ins Gesicht abbekommen hat. Niedergeschlagen kehrt er nach Hause zurück mit dem Gedanken im Hinterkopf seine große Liebe für immer verloren zu haben.

 

Die Kalte und starke Haltung der Frau dauerte leider nicht lange an. Ein paar Blocks weiter bricht sie in Tränen aus. Wie konnte sie jemals so dumm sein und ihn lieben? Wie konnte sie nach allem noch Hoffnung haben? Sie ist zutiefst verletzt. Sie haben tatsächlich ein Kind zusammen? Wohnen zusammen? Sie wollte das alles mit ihm haben und hat mehrere Jahre gewartet und nun hat er es mit einer anderen nach nicht einmal ein paar Monaten.

Neben ihr kommt ein Wagen zum Stehen doch sie macht sich nicht die Mühe aufzusehen… „Entschuldigen Sie geht es Ihnen gut?“ Was für eine Frage. Bei solch einer unnötigen Frage muss sie kurz auflachen. Welch‘ eine Ironie. „Verzeihen Sie, die Frage war eventuell etwas fehl am Platz.“ Dieser Mann hat einer gehobene Sprache aber eine angenehme Stimme. Sie antwortet immer noch nicht. „Darf ich Ihnen wenigstens aufhelfen und Sie nach Hause bringen? Oder wenn Sie das nicht wollen ein Taxi rufen?“ Die Frau nickt und nimmt die Hand die er ihr hinstreckt, es wäre zu unhöflich jemanden von sich zu stoßen der so freundlich ist. Sie lässt sich in den Wagen dirigieren ohne überhaupt darauf zu achten wer sie dirigiert. Erst als sie sich etwas beruhigt hat und der fremde nach der Adresse fragt schenkt sie ihm ihre Aufmerksamkeit. –Groß-Gutaussehend-Anzug- Es scheint ein teurer Anzug gewesen zu sein. Nun widmet sie sich dem Auto und es war eine Limousine! Er fährt nämlich nicht einmal selbst sondern sitzt neben ihr und betrachtet sie. Was ihr ziemlich unangenehm ist, jetzt da sie sich ihrem Auftreten bewusst wird. Schnell wischt sie sich die nassen Wangen ab und sieht dabei im Augenwinkel das Amüsierte Gesicht des Fremden. Na wenigstens hat einer spaß. Sie bedankt sich für die Rettung kurz vor ihrem Haus und will schnellstmöglich aus dem Wagen verschwinden um dieser unangenehmen Situation zu entkommen doch der Fremde hält sie an ihrem Arm fest. Er nennt seinen Namen und sie erwidert ihren eigenen völlig zerstreut. Daraufhin lässt er sie los und spricht mit dem Fahrer der daraufhin die Tür schließt und wenig später los fährt. Sie bleibt noch kurz stehen, schüttelt dann ihren Kopf um ihn frei zu bekommen und begibt sich in ihr Wohnzimmer um zu schmollen.

 

Die Tage vergehen, alles geht wie gewohnt weiter und kein ex Freund taucht mehr auf. Eines ist jedoch anders, sie fühlt sich ein wenig befreiter. Sie weiß dass das mit ihrem ex endgültig vorbei ist und muss keine Hoffnungen mehr hegen. Sie ist Traurig aber frei.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.02.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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