Marlene Remen

DAS STILLE TAL DER TRÄUME

Wieder einmal hatte der Alltag sie fest im Griff, mit all den Pflichten,
Aufgaben und Arbeiten, die zu erledigen waren. Und ein Tag folgte dem
Anderen und sie wünschte sich nur noch, flüchten zu können, um ein
wenig zur Ruhe zu kommen. Dies schien undenkbar und doch hatte sie
sich einen kleinen Rückzucksort geschaffen, der nur ihr gehörte.
Und so oft es ging, gelang es ihr, dort wieder die Kraft und auch die
Zuversicht zu finden, die sie für ihr Leben brauchte. In ihren Träumen.

Nun waren diese Träume nicht immer die Gleichen, es gab auch Träume,
aus denen sie noch mutloser als zuvor erwachte. Wenn sie am Abend zu
Bett ging, müde von den Pflichten des Alltags und der Schlaf trotzdem
nicht kommen wollte, half ihr ein kleines Ritual. Ganz tief ein und aus
atmen und an etwas Schönes denken, ganz gleich, was es war. Dies half
ihr sehr oft und der Schlaf stellte sich ein. Und dieser wunderschöne Traum,
er kehrte zurück, ein Traum, aus dem sie am Liebsten nicht mehr erwachen wollte.

Voller Leichtigkeit waren dann ihre Schritte, die sie an kleinen, sanften Hügeln
vorbei in dieses Traumtal lenkten, ein grünes Tal mit den wunderschönsten
Blumen, leichtem  milden Wind und dem beruhigenden Plätschern eines kleinen
Baches, der durch dieses Tal floß. Auf einer kleinen Bank am Wegesrand ließ sie
sich nieder und sah den Vögeln zu, die emsig dabei waren, ihre Nester zu bauen
und deren Gesang ihr Herz berührte. Schmetterlinge umflogen sie und ein kleines
Eichhörnchen saß zu ihren Füßen und schaute sie aus seinen kleinen, dunklen
Augen an. Sanfte Sonnenstrahlen streichelten ihre Haut und der Duft der vielen
Blumen betörte ihre Sinne.

An diesem Ort fühlte sie, wie ihr Herz zur Ruhe kam und alle traurigen Gedanken
sich auflösten.  Für immer wollte sie dort bleiben und alles schwere des Lebens
zurück lassen. Aber jeder Traum, war er auch noch so schön, er endet. Und doch
blieb er ihr noch lange im Herzen und half, den Alltag und ihr Leben zu bewältigen.

Im stillen Tal der Träume, dort wo die Liebe wohnt,
nur dort, da möcht ich bleiben und fühlen, ja, das Leben lohnt.....

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