Margit Farwig

Lieber Erik und liebe Siri

Lieber Erik und liebe Siri, Okt. 2016

so kann es gehen, wenn in einer Lampe keine Birne leuchtet, sie kaputt ist, so kaputt bin ich nun auch. Habe selbst keine Schuld, das hilft mir aber auch nicht weiter. Hoffe, dass es mit der Zeit besser wird. Ich konnte mir nicht einmal die Hose allein hochziehen, Opa musste helfen, also rund um die Uhr. Heute kann ich mir wieder das Butterbrot selbst schmieren und mit 1000 Tricks einige Arbeiten verrichten. Den Gurt im Auto kann ich mir nicht selbst anlegen, geschweige denn Auto fahren. Opa nimmt mich unter den Arm und wir spazieren vom K&K-Parkplatz durch die Stadt in einem Rundgang und gehen dann dort einkaufen. Gegen die Rückenschmerzen, bin ja gangkörperlich über den Findling ahnungslos gestürzt, es kommen immer neue Leiden hinzu. Es sind aber nicht die Nieren, habe mich gestern in Rheine untersuchen lassen. Nun soll ich täglich 4 Schmerztabletten einnehmen, er hat mir 50 verschrieben. Die Gelenke lassen sich aber nicht täuschen, sie schmerzen weiterhin. So muss ich Geduld haben und mich durch nichts unterkriegen lassen. Es ist leicht gesagt, zermürbt aber.

Opa übt Flöte für heiligen Abend, werde wohl kaum singen können ohne Kloß im Hals. Der Baum ist ebenfalls kleiner ausgefallen, weil ich die PC Geschichte nicht aus der Ecke räumen kann.

Nun wünschen wir euch frohe Feiertage und vielleicht auch Schnee.

Seid lieb gegrüßt von Opa und Oma

 

Die Fotos sind nicht schön, aber das Leben ist manchmal auch nicht schön. Besser man geht mit Tatsachen um, als sich selber etwas vorzumachen. Ich freue mich, dass ich wieder mit 10 Fingern schreiben kann, wenn die linke Hand auch nicht so recht an die Tasten will, sie m u s s und nach einer Weile begreift sie es. Lange halte ich es nicht durch, dann höre ich auf zu schreiben.

 

Ich werde euch oft schreiben bis wir uns wiedersehen.

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