Heinz-Walter Hoetter

Beschneidung ist Unrecht

Beschneidung ist Unrecht, weil es gegen die Selbstbestimmung des Menschen verstößt. Wer seine geistig, seelische und körperliche Reife als erwachsener Mensch erreicht hat, darf selbst darüber entscheiden, ob er sich diesem Ritual des (religiösen) Primaten unterziehen möchte. Aber vorher gilt folgendes:

So, wie niemand das Recht hat, einen anderen zu töten, so hat kein Mensch, noch eine von ihm geschaffene Institution oder religiöse Weltanschauung das Recht dazu, einen anderen Menschen geistig, seelisch oder körperlich zu verstümmeln.


 

Die Beschneidung bzw. das Abtrennen der Vorhaut ist ein schwerer Eingriff in die körperliche Unversehrtheit eines Menschen. Es ist und bleibt daher eine Verstümmelung. Kinder sind kein Eigentum, sie sind uns „zugeordnet“.


 

Das Possessivpronomen „mein“ gilt in diesem Zusammenhang nicht als „Besitz“, weil ein Lebewesen dem anderen gegenüber kein Besitz sein kann. Das Individuum ist kein Ding, über das irgend jemand zu seinem eigenen Nutzen „bestimmen“ darf. Weder politisch noch religiös. - Das gilt auch für beide Ehepartner. Niemand ist des anderen Eigentum. Sie sind sich „zugeordnet“. Jeder Mensch ist ein unabhängiges Wesen, von der Schöpfung mit der Freiheit der Selbstbestimmung und seiner natürlichen, körperlichen, geistig und seelischen Vollständigkeit (als Einheit) in diese Welt hineingeboren. Niemand darf dieses naturgegebene Recht infrage stellen oder einschränken. Gleiches gilt für alles andere Lebendige, so auch für alle Tiere (es sei denn, sie werden für die Nahrung benötigt). Wer gegen die Natur, also die unversehrte Schöpfung an sich, eigenmächtig, sei es aus Gründen irgendeiner sonst wie gearteten Weltanschauung (besonders verwerflich aus Machtgründen) derartiges vollzieht, um Gewalt und Herrschaft über die Seele des Menschen zu erlangen, begeht eine Schändung an der Unversehrtheit der Schöpfung. Gläubige Menschen gehen fehl in der Annahme, wenn sie sich bei der Verstümmelung von Geschöpfen, so auch des Menschen, auf ihren (fiktiven) Gott berufen. Die Schöpfung hat mit Religion nichts zu tun. Wäre dem so, dann ist (der religiöse) Gott ein Mörder und Verstümmler. Er begeht schließlich und letztendlich zahllose „Verbrechen gegen sich selbst und an der Menschlichkeit“. Wir sollten daher nicht irgend eine Religion oder irgend ein (fiktives) Metawesen in den Mittelpunkt unserer Weltanschauungen stellen, sondern einzig und allein den Menschen und seine unveräußerlichen Rechte, die er von Natur aus mitbekommen hat. Alles Lebendige ist zu achten und zu ehren. Religionen, die den Menschen für ihre zweifelhaften Ambitionen missbrauchen, sind verbrecherisch. Sie sind die wahren Gegenspieler des Schöpfergeistes. Religionen haben außerdem die größten Verbrecher in der Geschichte des Menschen hervorgebracht.


 

Und noch eine Wahrheit: "Das Universum ist nicht mosaischen Ursprungs. Wer etwas anderes behauptet, der lügt."


© Heinz-Walter Hoetter

 

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