Heinz-Walter Hoetter

Nur so einen Vergleich

Man nehme einen Sandkasten, der in etwa 1 Meter breit, 1 Meter lang und 1 Meter tief ist, und fülle ihn bis zum Rand mit feinstem Sand auf. Jetzt befinden sich in diesem Sandkasten so viele Sandkörner, wie es vielleicht Sterne (Sonnen) in der Galaxie „Milchstraße“ gibt.

Doch es geht noch weiter.

Der Planet Erde passt etwa eine Million mal in die Sonne „Sol“ hinein, d. h., wir müssen uns eines dieser winzigen Sandkörner im Sandkasten noch einmal um eine Million mal kleiner vorstellen, dann haben wir in etwa die Größe unserer Erde ins Verhältnis zu diesem kleinen Sandkorn „Sonne“ gesetzt.

Wenn man jetzt noch weiter fokussiert, dann entdeckt man auf diesem unendlich kleinen Nichts, dem Staubkorn Erde, plötzlich eine aufrecht gehende, angeblich vernunftbegabte und mit einem Bewusstsein ausgestattete Kreatur, die sich selbst als „Mensch“ bezeichnet.

Eine nicht unerhebliche Anzahl dieser affenartigen, seltsam aussehenden Kreaturen sind felsenfest davon überzeugt, dass sie Gott / Allah kennen und reden in diesem Zusammenhang auch noch davon, es gebe ein ewiges Leben nach ihrem Tod. Der Ort, ihre letzte Zuflucht also, wo das alles stattfinden soll, nennen sie Paradies.

Einmal abgesehen davon, dass ein Leben ohne Tod, egal wie auch immer es geartet sein mag, mehr als grausam wäre, stelle ich weiterhin fest, dass, wer behauptet, er kenne Gott / Allah, damit auch gleichzeitig das Wesen der Unendlichkeit kennen muss (siehe Vergleich weiter oben). Wer das Wesen der Unendlichkeit kennt, der müsste auch wissen, was nach dem Tod eines Lebewesens passiert, bzw. wie es nach dem Tod weitergeht.

Wer sich den von mir weiter oben angeführten Vergleich einmal verinnerlicht, ihn ins Verhältnis zu den heute existierenden Weltanschauungsideologien (fälschlicherweise als Religion bezeichnet) und ihren dogmatischen Ansprüchen setzt, der muss zu der klaren Einsicht gelangen, dass kein Mensch weder etwas von der Unendlichkeit, noch von der Ewigkeit, vom Leben nach dem Tod oder von Gott / Allah etwas wissen kann.

Folglich lügen die Religionen, vor allen Dingen die monotheistischen aus dem Nahen Osten.

Man kann daher nur noch von einer ungeheuerlichen Anmaßung und schlimmen Intoleranz der Gläubigen sprechen.

Denn das Göttliche bleibt aus meiner Sicht der Dinge unergründbar.

Wer oder was Gott ist, welche Eigenschaften, welche Pläne und welche Motive er hat, kann niemand wissen. Wir wissen nicht einmal, ob das Göttliche eine Person ist. Die drei monotheistischen Religionen behaupten allerdings, dass Gott eine Person sei, mit der man in eine persönliche Beziehung treten kann. Aber woher wissen sie das alles? Woher kennen sie all die Eigenschaften und Pläne Gottes?

Ich dagegen sage ganz klar und deutlich: Gott bleibt unerforschlich (und das ist auch gut so). Alle religiösen Offenbarungen und alle Glaubensgewissheiten beruhen auf Täuschung – sei es auf Selbsttäuschung oder auch auf bewusster Täuschung anderer.

„Frommen Betrug“nennt man das.

Nicht der Glaube ist daher eine Tugend, sondern der Zweifel. Man kann auch ohne diesen Gott der Monotheisten ein guter Mensch sein, denn wir alle sind mit dem Geist (einer universellen Intelligenz) verbunden. An uns liegt es, was wir aus dieser schönen Welt machen. Zu meiner Welt gehört auf jeden Fall die Liebe zu allem Lebendigen, denn die Schöpfung ist gut.



©Heinz-Walter Hoetter

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