Heinz-Walter Hoetter

Mariechen und das traurige Vögelchen

Es sang einmal ein niedliches Vöglein ganz allein sein trauriges Liedchen.


Das hörte nur ein kleines Mädchen, ihr Name war Mariechen.


„Warum ist so traurig dein Gesang? O Vögelchen! Was macht dich so bang?“


„Ach mein liebes Mädchen, ich bin jetzt wieder ganz allein. Voller Angst und Trübsal ist mein Vogeldasein. Nach Nahrung flog ich weg bestimmt viel zu weit, gestohlen hat man mir die Jungen in der Zwischenzeit. Aus diesem Grund sing' ich mein trauriges Liedchen. Mein Herz tut mir weh, wenn ich daran denken muss, liebes Mariechen.“


Als Mariechen das hörte, hat sie selbst bitterlich geweint. Es fing an zu regnen, und

die Regentropfen haben sich mit ihren Tränen des Mitleids vereint.


Doch irgendwann werden Tränen und Trauer wieder vergehen. Niemals kann ein

schlimmes Leid für immer bestehen.

Ja, dann zwitschert auch das Vöglein wieder seine lustigen Liedchen, und es wird

lachen dazu das kleine Mädchen namens Mariechen.


 

(c)Heinz-Walter Hoetter

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