Sebastian Nokelsky

DER KLEINE CLOWN HAT GEBURTSTAG

An diesem schönen, sonnigen Tag war Serena auf dem Weg zum berühmten Wanderzirkus Romodus. Voller Freude erinnerte sie sich an die gestrige, beeindruckende Vorstellung in dessen Manege und den großen Spaß, den sie und alle anderen Zuschauer dabei hatten. Sie lief mit einem selbstgebackenen Mangokuchen zum bunten Zelt und konnte es nicht glauben. Hunderte von Kinder standen vor dem Eingang. Alle hatten die selbe Idee wie sie und wollten dem kleinen Clown zum Geburtstag gratulieren. Aber der Direktor vom Zirkus ließ Niemanden herein. Denn die nächste Vorstellung gab es erst Morgen wieder. Dankbar nahm er alle Geschenke an und versprach, dass der kleine Clown sie bekommen würde. Serena wollte aber ihren Kuchen persönlich überreichen. Vorsichtig schlich sie durch die Absperrung zum anderen Eingang. Überrascht betrat sie die Manege. Denn die war leer und es spielte auch keine Musik. Deshalb suchte sie zwischen den Gehegen der Tiere weiter. Sie traute sich sogar an den Käfig des Löwen heran. Kein kleiner Clown und hinter den Wohnwagen der Darsteller waren nur jonglierende Künstler beim üben. Serena fragte sich, warum es keine Party gibt und wo versteckt sich das Geburtstagskind? Plötzlich hörte sie ein trompeten Geräusch und lautes planschen. Ganz in der Nähe badete der dicke Zirkus Elefant, mit hoch gehobenem Rüssel, im breiten See. Am Ufer saß der kleine Clown und schaute auf das Wasser. Endlich hatte Serena in gefunden. „Hallo, kleiner Clown.“ begrüßte sie ihn. Der kleine Clown sprang auf und bevor er etwas sagen konnte stolperte Serena über einen spitzen Stein. Der Kuchen flog in einem hohen Bogen in das Gesicht vom kleinen Clown. Er nahm seine lustig aussehende Mütze ab, wischte sich den Teig aus den Augen und kostete. „Ist das Pfirsich?“ belächelte er. „Nein, Mango und das habe ich nicht gewollt.“ entschuldigte sich Serena. „Ich danke dir.“ sprach der kleine Clown weiter. „Aber ich verbringe meinen Geburtstag immer allein.“ „Das wusste ich nicht.“ erwiderte Serena. „Darf ich dich fragen warum?“ Der kleine Clown sah sich schnell um und sagte: „Es gibt nur einen Tag im Jahr, an dem ein Clown Unglück hat.“

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Sebastian Nokelsky).
Der Beitrag wurde von Sebastian Nokelsky auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.03.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Gereimtes Leben von Ilse Reese



72 Gedichte zusammengestellt in 8 Kategorien
Gedanken in poetisch verschiedener Weise - humorvoll,optimistisch wie auch nachdenklich

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Kinder- und Jugendliteratur" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Sebastian Nokelsky

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

DER KLEINE CLOWN von Sebastian Nokelsky (Kinder- und Jugendliteratur)
Johannes (eine Geschichte vom Sterben und Leben) von Christa Astl (Kinder- und Jugendliteratur)
Der (T)Raumbaum . von Silvana Hoffmann (Zauberhafte Geschichten)