Norman Dunfield

Die verlogene Welt des Spiegelbildes

Wenn man sich nach einer durchzechten Nacht morgens im Spiegel
betrachtet, sucht man vergeblich nach dem Ausschaltknopf. Das ist
aber egal, denn im Spiegel sieht man sich niemals selbst. Es wird
einem nur eine seitenverkehrte Parallelwelt vorgegaukelt. Trägt man
den Scheitel links, trägt das Gegenüber den Scheitel rechts. Hält man
den Zahnputzbecher in der rechten Hand, erdreistet sich das Spiegel-
bild, dieses Utensil in der linken Hand zu tragen. Das ist uns aber
völlig egal, denn wir sind es nicht anders gewohnt, wenn wir den Typen
da gegenüber morgens fein machen. Ein reales Spiegelbild ohne
Verdrehung der Seitenverhältnisse würde uns wohl ziemliche Probleme
bereiten. Allerdings würden dann die Schwierigkeiten mit der Spiegel-
schrift entfallen und die Aufschrift auf der Zahnpastatube wäre auch
im Spiegel lesbar.

Auf Urlaubsfotos kommen wir uns oft reichlich komisch vor. Jedoch
zeigen diese das wahre Abbild unserer gesamten Schönheit, sofern
die Fotos nicht nach vier Stunden Strand-Bar aufgenommen wurden.

Dem Spiegel kann man aber nicht entkommen. Spätestens in der
nächsten Regenpfütze oder im Parkteich ist es wieder da. Deshalb
lohnt es sich nicht, zu Hause den Nagel aus der Wand zu ziehen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.04.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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