Carina Donoso-Büchner

Abschied

Mit diesen Worten verabschiedete er sich und ging los.
Der Zielort? Unbekannt. Das einzige was er wusste, dass er nicht so weiter machen konnte. Ein Versteck, das war es was er brauchte. Die Hütte im Wald. Verlassen, mitten drin. Gar nicht mal so schlecht. Oder vielleicht doch lieber direkt zur Brücke?
Seine Worte, der Zettel. Es hatte ihn Stunden gekostet, nur um ihn letztendlich wieder in tausend kleine Stücke zu reißen. Wann sollte er es tun? Die zweite Frage. Heute, Morgen, jetzt gleich oder doch lieber gar nicht. Gar nicht. Teh, das war keine Option und dies wusste er auch. 
Sie würden ihn finden und lesen, empört sein, vielleicht wütend. Würden, nein werden alles auf den Kopf stellen, doch nichts finden. Außer meine Bestellliste. Dann wäre es aber auch schon zu spät. 
​​​​Zielort: Hütte, Zeitpunkt: in zwei Stunden.
Nur noch eine Haltestelle. Sie stieg ein, sah mich und fragte, ob ich morgen auch auf dem Fest sein würde. "Ja", erwiderte ich, mit dem Wissen, das es für mich kein 'Morgen' mehr geben würde. Ich stieg aus, Sie lächelte mir zu. Das letzte Mal. Ich weiß dass es klappt.
Am Schild vorbei und den Tannen. Durch das Gestrüpp, über die Lichtung. Die Hütte von Laub und Moos bedeckt. Er guckte sich um und ging rein.
Er hatte getan was er tun musste und nun war es für ihn an der Zeit. Aus dem Rucksack holte er seine Utensilien. Er verschloss den Raum, schaltete seine Musik an, mischte seine Chemikalien und machte sich bereit. Die Tabletten hatte er schon vorher eingeworfen. Es sollte nichts schief gehen. 
Er lag auf dem Boden, die Augen geschlossen, mit einem Lächeln auf den Lippen, bereit ein zu schlafen.
Polizei Sirenen ertönten. Tränen vermischten sich mit dem Regen. Der Donner verbarg die Schreie.
Es war zu spät. Er war wo anders, war frei, sein Ziel erreicht.
Alle verspürten Leid, doch in seinem Gesicht lag Zufriedenheit.
​​​​​
 

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