Andreas Schödl

Mein Nachbar macht mir Angst

"Mensch ärgere dich nicht" im Untergrund der Vorstadtsiedlung

 

Hach was war das Leben die letzten Jahre öde, nur noch vor der Glotze gesessen und von Chips und Cola am Leben erhalten worden. Da tut es richtig gut mal ein Abenteuer der besonderen Art zu erleben.

Die Bundesregierung gab den Stein des Anstoßes als sie zu Hamsterkäufen wegen diversen Gefahren aufrief. Ich halte ja nichts von der Hamsterhaltung, mir reicht die Katze vollkommen, warum noch so ein Biest durchfüttern? Hab mal gehört dass die Amis hamstern, die sind ja lustig, kein Geld, aber so ein Vieh anschaffen. Nun ist der Trend wohl auch bei uns angekommen und die Fangemeinde wird immer größer.

Ich hatte ja von den Anweisungen der Regierung nicht viel mitbekommen, bis ich eines Nachts durch seltsame Geräusche aus Nachbars Garten geweckt wurde. Zuerst dachte ich an Einbrecher, aber als ich mich leise im Dunkeln auf die Terrasse schlich um dem Ganzen auf den Grund zu gehen begriff ich dass ich falsch lag. Ich konnte nicht viel erkennen, zu finster war es hinter dem Haus und aus Nachbars Garten warf irgendein Scheinwerfer überdimensionale Schatten an meine Hauswand. Es war wohl der Scheinwerfer eines Mini Baggers dessen Umrisse ich da wahr nahm. Plötzlich wedelte jemand mit einer Taschenlampe umher und als der Strahl des Lichtes kurz über sein Gesicht fuhr erkannte ich das Antlitz meines Nachbarn. Er murmelte in dem Moment irgendwas von leise sein und ruhig bleiben. Ich kroch über den Rasen bis zur Grundstücksgrenze an der ein 2 Meter hoher Sichtschutzzaun den neugierigen Blicken auf sein Grundstück Einhalt gebietet. Ich wußte dass er ein Gärtner aus Leidenschaft war, aber deswegen nachts im Garten mit einem Minibagger rumgraben? Durch einen Spalt im Zaun konnte ich ein größeres Loch im Garten neben seiner Terrasse erkennen. Verstört robbte ich wieder zurück zu meiner Terrasse und schlich wieder hinein ins Haus. Vieles ging mir durch den Kopf und ich überlegte ob mir nicht irgendetwas die letzten Tage entgangen war. Da fiel mir ein dass vor zwei Tagen mal ein etwas größerer Kastenwagen vor meines Nachbarn Haus stand, welcher einen seltsamen Schriftzug trug. Ich versuchte mich an den Wortlaut zu erinnern, es war etwas mit den Worten Schutz und Sicherheit. Aber warum buddelte er im Garten und dann noch mitten in der Nacht?  Ich beschloss das Ganze erstmal unauffällig zu beobachten und ihn nicht darauf anzusprechen. Die Tage vergingen und mit ihnen auch die Nächte, aber fast jede Nacht das gleiche Spiel. Nach etwa einem Monat, ich war gerade am Briefkasten, fuhr ein großer Sattelzug in unsere Straße ein und hielt am Grundstück meines Nachbarn. Stahlhandel Eisenhut stand in großen Lettern auf der Plane des Aufliegers, welche kurz darauf von dem Fahrer des LKW ruppig aufgezogen wurde. Da tauchte auch schon Hubert auf, so hieß mein Nachbar und begann zusammen mit dem Fahrer Eisenmatten abzuladen, welche eifrigst nach hinten in den Garten getragen wurden. Nun war mir klar, er baute irgendwas in seinem Garten. Vielleicht eine Terrassenerweiterung oder eine Gartenhaus?  Ich beschloss dem ganzen seinen Lauf zu lassen und ging wieder meinen Dingen nach.

Früher war Hubert ab und zu bei mir auf ein oder zwei Bier, aber als vor zwei Jahren seine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, zog er sich immer mehr zurück. Ich versuchte damals bestimmt ein halbes Jahr lang mich mal mit ihm zusammen zu setzen, doch jedesmal sagte er kurzfristig ab. Irgendwann wollte ich halt auch nicht mehr fragen und als er dann noch den großen Sichtschutzzaun montierte, war bei mir der Ofen aus. Er hätte ja wenigstens fragen können, doch er nutzte lieber die Zeit wo ich in der Arbeit war und wohl mir nachher nicht mehr zu begegnen. Ja da hatte ich noch Arbeit und war fast den ganzen Tag nicht zuhause, doch dann wurde ich vor knapp einem Jahr arbeitslos und mit der Zeit wurde das Sofa meine Heimat. Ich saß jeden Tag bestimmt mindestens sieben Stunden vor der Glotze und guckte irgendwelche Serien und Talk-Shows, welche ich mittlerweile schon in und auswendig kannte. Da waren garantiert schon die Wiederholungen von den Wiederholungen zu sehen, was mir aber nach ein paar Bier eh nicht mehr auffiel.

Jetzt ist aber Schluß, was geht euch mein Privatleben an? Es geht doch um meinen doofen Nachbarn Hubert und nicht um mich. Da könnte ich ja gleich erzählen dass mir nach meinem Jobverlust die Frau abgehauen ist weil ich nur noch am saufen war. Das erzähl ich euch mit Sicherheit nicht.

Es waren gut zwei Tage vergangen, ich saß gerade beim Frühstück, da wurde ich vom grellen Gekreische einer Flex aufgescheucht. Anscheinend flexte er gerade die Stahlmatten auf Maß. Ich beschloss nun endlich über meinen Schatten zu springen und Hubert zu fragen was er da in Gottes Namen treibt. Dazu ging an den Zaun und rief Hubert zu, "Verdammt was treibst du da in deinem Garten, hast du nichts besseres zu tun?". Es verging circa eine Minute bis der Lärm verstummte, dann kam die Antwort, "Ich wüßte nicht was dich das angeht". Kurz darauf warf er wieder seine Maschine an und lärmte weiter. Nun war mein gewohnter Tagesablauf endgültig im Arsch, da mußte doch was größeres im Busch sein. So gehts nicht dacht ich mir und verließ mein Haus in Richtung Eingangstor meines Nachbarn. Nach zwölf mal läuten keine Reaktion, wie auch, bei dem Lärm? Genervt sprang ich über den kleinen Zaun und eilte flotten Schrittes hinter in seinen Garten. Wie geschockt blieb ich vor einer bestimmt 12 Meter tiefen und etwa 10 auf 10 Metern großen Baugrube stehen. Ich blickte hinunter und sah Hubert wie er den Baustahl bearbeitete. Er hatte mit den Matten die ganze Grube ausgelegt und brachte gerade die zweite Schicht darüber an. Dazwischen hatte er mit kürzeren Eisenstäben einen Hohlraum geschaffen, da war mir klar dass das wohl eine Bodenplatte für was Größeres werden sollte. Auf einmal drehte er sich um und guckte zu mir hoch. Er muß wohl meinen Schatten gesehen haben und schrie mich laut an, "Sag mal gehts noch, das ist Hausfriedensbruch, was willst du?". Ich antwortete, "Ich hab mir Sorgen gemacht und wollte wissen was du da treibst". Darauf er wieder zurück zu mir, "Verschwinde von meinem Grund und Boden, sonst hol ich die Polizei". Ich schüttelte den Kopf und bat ihn zu mir hoch zu kommen. Murrend stieg er die Leiter hoch, sah mich kurz an und sagte, "Komm mit ins Haus, du gibst ja eh keine Ruhe". Wir gingen rein und betraten sein altmöbliertes Wohnzimmer. Da wo einst sein Wohnzimmerschrank stand hing ein großer Bauplan an der Wand. Er blieb genau vor diesem Plan mit mir stehen und sagte, "Weißt du was das ist ?" Ich darauf recht witzig, "Hund, Katze, Maus". Total genervt entgegnete er mir auf meine doofe Antwort, "Ein Bunker du Blödmann". Jetzt konnte ich mich vor lauter Lachen kaum noch auf den Füßen halten, doch plötzlich wich meiner Belustigung ein schauriges Gefühl von Angst. Hubert hatte auf einmal ein Gewehr in seinen Händen und fuchtelte damit vor meinem Gesicht herum. "Bist du noch bei Trost Hubert", stammelte ich ihn an. Er sagte nur trocken und gefasst. "Ich tu dir schon nichts, ist nicht mal geladen. Wenn du mir jetzt endlich zuhörst pack ich das Ding wieder weg". Trotz Zweifel meinte ich darauf, "Ok, dann klär mich mal auf, komm mir aber nicht mit einem anstehenden Weltuntergang". Wir gingen zum Sofa und setzten uns, auch wenn mir nicht mehr danach war, aber ich wollte endlich Antworten. Seine Hände zitterten leicht und der Schweiß stand ihm auf der Stirn. Er begann zu erzählen was das Zeug hielt und ich saß nur da und starrte auf seine Lippen, die wie eine Gewehrmündung ein Geschoss nach dem anderen in meine Richtung frei gaben. Es waren Aussagen die von Terror, Angst und Schrecken, bis hin zu einem dritten Weltkrieg gingen. Als er nach gut einer halben Stunde Gequassel fertig war, ließ ich mir erstmal ein Bier bringen. Nachdem ich einen großen Schluck genommen hatte fragte ich ihn wie er auf all die Dinge gekommen ist die er mir gerade erzählte. Er flüsterte etwas von alternativen Medien und einer Verschwörung gegen uns Menschen und dass der Tag X immer näher kommt. Ich gab ihm zu verstehen dass ich mir erst selber ein Bild von dem allen machen müßte, um das alles zu verstehen. Mit den Worten, "Glaub mir, du kommst wieder" und einem Schmierzettel voll Internetadressen entließ er mich aus seinem Haus. Zuhause angekommen holte ich meinen verstaubten Laptop unter dem Wohnzimmertisch hervor und begann zu recherchieren.
Mittlerweile war es schon drei Uhr nachts und mein Kopf rauchte vom vielen lesen. Müde und erschöpft tauschte ich das Sofa gegen mein Bett aus.

Am nächsten Morgen, es war schon gleich viertel Elf, versuchte ich das gestern erlebte einzuordnen. Eines mußte ich Hubert lassen, er war sehr belesen und konnte sich das alles nicht von heute auf morgen reingezogen haben, das müssen wohl Monate gewesen sein. Nun vergingen die Tage wie im Flug. Mein Fernseher blieb seit diesem Tag aus und mein alter Laptop wurde mein Fenster in die Welt. Es vergingen ca. 7 Wochen in denen ich bestimmt tagtäglich mindestens 6 bis 8 Stunden im Internet verbrachte, immer auf der Suche nach Fakten für das von Hubert erzählte. Von seiner Baustelle hinten im Garten bekam ich nicht mehr viel mit, so vereinahmten mich die Ergebnisse meiner Recherchen. Ich bekam nicht mal mit dass die Straße vorm Haus der reinste Betonmischerparkplatz war. Auch wenn viel Zeit vergangen war, Hubert hatte Recht, ich kam wieder zu ihm. Es war ein Sonntag Abend als ich wieder bei ihm läutete und diesmal öffnete er mir gleich die Tür mit einem grinsenden, "Hallo, ich hab's gewußt". Er meinte wir sollten gleich in den Garten hinter gehen weil er mir was zeigen muß. Dort angekommen staunte ich nicht schlecht, da wo vor ein paar Wochen noch ein übergroßer Krater war, waren jetzt Sträucher, Büsche und ein Gartenteich. Er zeigte auf eine Steintafel die im Boden eingelassen war, "In Erinnerung an meine geliebte Frau Theresa", stand darauf eingemeißelt. Ich sagte ihm dass ich diese Idee toll fand und er nickte gerührt mit Tränen in den Augen. Auf einmal griff er mit beiden Händen unter den Rand der Platte und kippte sie auf. Mich traf fast der Schlag als ich darunter einen Treppenabstieg erblickte und fragte ihn, "Das ist nicht das was ich vermute?". Er meinte nur dass ich ihm folgen soll und war kurz darauf in dem Loch verschwunden. Ich stieg ihm hinterher und als ich unten ankam stand ich mit ihm vor einer stabilen Stahltüre. Er öffnete sie wortlos und ich betrat nach ihm einen kleinen Raum, welcher wiederum an einer Stahltüre endete. Als wir auch diese hinter uns ließen, standen wir in einer voll eingerichteten Wohnung. Was mich faszinierte, wie konnte er dies alles alleine schaffen? Schließlich zeigte er mir noch eine kleine Küche, ein Badezimmer und einen Technikraum. Mir fehlten die Worte. Nachdem ich mich auf einem der Stühle im Essbereich niedergelassenen hatte und er mir ein gekühltes Bier auf den Tisch stellte, fragte ich ihn, "Wie in Gottes Namen hast du das alles bewerkstelligt? ". Da setzte er sich zu mir und erzählte von Survival - Kursen und einem Lehrgang in Sachen Abluftsysteme. Gut, er war ja eh von Beruf Klimaanlagenbauer und hatte von daher schon genug Ahnung von der Materie. Ich zollte ihm meinen Respekt und wollte wissen wie er es raus kriegt wann er da runter muß. "Das ist gar nicht so einfach, aber wenn ich meine dass was nicht stimmt, dann geh ich schon rein vorsichtshalber runter", antwortete er. Hubert gab mir zu verstehen dass wenn eines Tages das Internet nicht mehr funktionieren würde, dies ein sehr starkes Anzeichen dafür wäre, dass etwas größeres in Anmarsch sein könnte und in dem Fall ein umziehen in den Bunker die einzige Option sei. Erstaunlicherweise konnte ich ihn seit meinen Recherchen im Netz sogar verstehen, owohl ich nicht alles nachvollziehen konnte was da so kommen könnte. Nun nachdem ich so gut wie alles über dieses Bauprojekt von Hubert erfahren hatte, wurde auch sein Verhalten lockerer. Vielleicht brauchte er einfach jemanden dem er sich anvertrauen konnte? Wir saßen bestimmt noch bis nach Mitternacht bei ihm im Bunker und unterhielten uns über den Tag X, der wohl nicht mehr all zu lange auf sich warten lassen würde. Als ich heim ging klopfte er mir noch auf die Schulter und verabschiedete sich mit den Worten, "Aber halt bloß dein Maul und denk dran, achte auf jedes Anzeichen für drohende Ereignisse". Die nächsten Wochen vergingen und es gab kaum einen Tag an dem wir nicht miteinander quatschten und ein paar Bierchen tranken. Es schien als ob wir nie was anderes getan hätten und wir verstanden uns so gut wie nie zuvor. Ich half ihm bei der Bestückung seines Bunkers mit Lebensmitteln und Getränken, in der Hoffnung dass wir das alles nie benötigen würden.

Wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt und eines Tages starb sie dann wirklich. Während ich das hier so schreibe, stelle ich fest dass Hubert und ich nun schon ein dreiviertel Jahr hier unten sitzen und nicht wirklich wissen was über uns abgeht. Damals wurde wirklich das Internet von einer Sekunde auf die andere gekappt und ein paar Stunden später brachen die Aktienmärkte  komplett ein, was ich so am Rande in einer Radiomeldung vernahm. Dort kamen nur noch Meldungen über irgendwelche Kampfhandlungen und Anschläge, welche aber ständig durch Übertragungsausfälle unterbrochen wurden, bevor das Radio ganz verstummte. Da wußten wir Bescheid wo wir hin sollten. Wir waren noch nicht einmal eine ganze Stunde im Bunker, da spürten wir das es die richtige Entscheidung war. Was da draußen vor sich ging konnten wir nur erahnen, es fühlte sich an wie ein Erdbeben mit tausenden Nachbeben. Bin gespannt ob wir jemals erfahren werden was dort oben geschehen ist. Vor etwa vier Monaten kehrte über unseren Köpfen endlich Ruhe ein und seitdem rätseln wir täglich was uns da draußen erwartet, wenn uns der Hunger eines Tages nach oben treibt. Mit dem was wir hier alles eingelagert haben, kommen wir noch ungefähr ein halbes Jahr hin, dann kommt wohl die Stunde der Wahrheit. Bis dahin wird es wohl noch einige Runden "Mensch ärgere dich nicht" geben.

Bis jetzt hab ich die meisten Runden gewonnen.

 

Idee und Text : Andreas Schödl

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.04.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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