Sabine Brauer

Osterbericht des Petrus

 

Ich habe viele Tränen der Trauer vergossen, weil mein HERR in den Tod ging. Ich hatte doch alle meine Hoffnung auf ihn gesetzt. Er würde unser Land von den Römern befreien und sein ewiges Reich aufbauen. Ich würde dann an seiner Seite mitregieren und der Welt es zeigen, dass es auch ohne Blutvergießen geht. Doch dann beim Passamahl da hielt er eine komische Ansprache. Er sagte, als er das Brot und den Kelch mit dem Wein nahm: "Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird und dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. Einer von euch wird mich verraten!" Wir waren entsetzt, wie konnte er nur so von uns denken? Hatten wir nicht alles verlassen, um ihm zu folgen? Doch fragten wir durcheinander:"Wen kann er damit meinen, welcher von uns ist es?" Wir konnten einfach nicht verstehen, was er uns sagen wollte.

Er sollte recht behalten. Als wir uns im Garten Gethsemane versammelten, da fehlte Judas. Jesus hatte große Angst und bat uns, mit ihm zu wachen und zu beten, damit wir nicht in Anfechtung fallen. Doch die Müdigkeit übermannte uns und wir schliefen ein. So muss er sich völlig alleingelassen gefühlt haben. Ich weiß aber, dass er seinen Vater im Himmel anflehte, ob dieser Kelch nicht an ihm vorüber gehen könne. Doch auch, dass er sagte: Nicht mein, sondern dein Wille geschehe." Danach ging alles ganz schnell. wir begriffen gar nicht, weshalb Judas gerade von Soldaten begleitet ankam und unseren Meister küsste. Mit einem Kuss hat er ihn verraten. Vielleicht wollte er Jesus so zwingen, endlich etwas zu unternehmen. Doch der ließ sich gefangen nehmen. am nächsten Tag wurde er gekreuzigt, weil Menschen ihn der Gotteslästerung beschuldigten. Mein Herr war tot und wurde in ein Felsengrab gelegt.

 

Doch heute morgen kamen Frauen und erzählten, sie wären beim Grab gewesen und es sei leer. Ein Engel hätte gesagt, Jesus ist auferstanden. Er sagte zu ihnen: "Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war, "Der Menschensohn muss in die Hände der sündigen Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen!", was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten.Wie von Sinnen rannte ich, Petrus, zum Grab und fand nur noch die Leinentücher, in die der HERR eingewickelt war, und ging voll Staunen über das, was geschehen war, nach Hause.

 

Ich habe Petrus erzählen lassen. Heute morgen im Gottesdienst feierten wir die Auferstehung des Herrn Jesus Christus. Wie klangen die Lieder so fröhlich und wir wurden mitgerissen von der Flut der Glückseligkeit die aus den Liedern sprach. Ich bin immer noch erfüllt von dem Gefühl. Ja, mein Heiland lebt, er hat den Tod überwunden und ich darf jetzt eine lebendige Hoffnung haben, dereinst mit ihm vereint zu sein. Ehre sei Gott.

 

© Sabine Brauer

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.04.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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