Daniela Hoppaus

die Sonde

Die Sonde, die auf dem Mars landete, fand nicht viel.

Staub und Steine, Wind und Felsen. Doch die Sonde wurde gefunden.
 

Pfritli besah sich das seltsame metallene Ding. Es war aus dem nachtschwarzen Himmel gefallen, erst ein Stern, dann eine Sternschnuppe, war es plötzlich langsamer geworden und statt auf dem Boden zu zerschellen, langsam und sicher gelandet.

Das Ding begann, kaum das es am Boden angekommen war, mit hektischen Aktivitäten. Es setzte sich in Bewegung und ein Stängel am oberen Ende drehte sich hin und her.
Da Pfritli nichts mit dem Ding anzufangen wusste rief er nach Raargh. Der war der Älteste unter ihnen und hatte schon einiges Seltsame gesehen.

Doch auch er war ratlos.


“Es ist aus dem Himmel gefallen?“ fragte er noch einmal. Pfritli wirbelte bestätigend.

„Und es rollt  rum und dreht dabei den Stängel?“

Pfritli bestätigte wieder.

„Hast du versucht, mit ihm zu sprechen?“ frage Raargh und trommelte behutsam auf die metallene Oberfläche.

Pfritli antwortete mit einem ungeduldigen Trommeln. „Das habe ich. Es ignoriert mich einfach“

„Naja“ meinte Raargh. „Vielleicht ist es nicht intelligent. Lassen wir es in Ruhe“

Sie beobachteten das Ding noch eine Weile. Kinder spielten darum herum, versuchten, eine Reaktion auf ihre Anwesenheit zu erzeugen. Doch das Ding tat stur, was es tat. Sein Stängel bewegte sich, während es in der Gegend herumrollte. Ansonsten tat es nichts.
Irgendwann rührte es sich nicht mehr und jeder Versuch, es wieder in Bewegung zu versetzen, scheiterte.

Auf der Erde wurden die Daten der Sonde ausgewertet. „Auf dem Mars gibt es nichts. Nur seltsame Windphänomene und Steinformationen.“ Also schalteten sie die Sonde ab.

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