Olaf Lüken

Ostern - ein Nachgedanke

Ostern ist ein Wort, das eine ureigene Strahlkraft besitzt. Es gibt Wirklichkeiten und Wahrheiten. Sie lassen sich nicht in Worte fassen und durch Sätze einfach mitteilen. Denken Sie an Worte wie "Liebe", "Heimat" oder "Hoffnung". Wo Worte in ihrer Begrifflichkeit versagen, ist Schweigen kein notwendiges Verbot. Erzählen wir. Geben wir unseren Gedanken Bilder. Eines der besonders häufig gemalten Bilder ist das leere Grab Jesu, das die Frauen am Ostermorgen auffinden. Es ist keine historisch dokumentierte Tatsache. Es begründet nicht einmal unseren Osterglauben. Es ist ein Ausdruck davon. Dieser  Ausdruck ist so wahr wie ein Gedicht oder so wahr wie ein "Lied". Ostern heißt Auferstehung. Ostern meint das Aufstehen eines im Tod Entschlafenen. Denken wir an das Auftauchen eines Untergegangenen - dann ist  der Begriff "Taufe" nicht fern. Oder das Wiedererkennen einer typischen Handlung, wie dem Brechen des Brotes und dem Segnen eines Kelches im Kreis treuer Freunde.

Ein anderes Beispiel: Für viele ist auch das Aufbrechen der Natur nach dem "Todesschlaf" des Winters ein Osterbild oder das Durchbrechen des Lebens durch eine harte und tote Schale. Daran erinnern uns auch die  Ostereier. "Ostara" ist  der heidnische Widerpart, den die Nazis mit ihren  jahrtausendalten Osterfeuern bevorzugten. Weil es kein eindeutig zutreffendes Wort für Ostern gibt, versuchen wir mit Worten und Bildern, Geschichten und Riten von dieser Wirklichkeit zu erzählen. Ostern stellt nämlich alles Todsichere in unserem Denken in den Schatten. Dafür entfacht es eine Hoffnung im Herzen, die Menschen seit 2000Jahren leuchtet.

Unser Weg geht am Ende unserer irdischen Zeit ins Licht !" Diesem Licht gilt unsere ganze Zuversicht.


(c) Olaf Lüken (2019)
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.04.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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