Heinz-Walter Hoetter

Der Fall T-Bird (Teil 8)


 

Random & Shannon

Ermittlungsagentur NEW YORK

 

 

Der Fall T-Bird (Teil 8)



Am nächsten Morgen.

 

Die Franklin Allee erwies sich als eine vornehme Gegend im Grünen mit diesen überaus anspruchsvollen, hochgestochenen Appartementbauten, die den Angehörigen der obersten Gesellschaftsschichten mit einem mehr als sechsstelligen Einkommen vorbehalten sind. Ich hätte hier nie ein Büro oder eine Clubadresse vermutet.

 

Wie auch immer, ich wollte mich auf jeden Fall überraschen lassen.

 

Die genau Adresse ausfindig zu machen, war für mich keine große Schwierigkeit. Erstaunt war ich allerdings darüber, als ich den Name derjenigen Person raus bekam, die sich hinter der eingravierten Telefonnummer auf dem Deckel verbarg, nämlich einer gewissen

Miss Violetta Breedy, ausgerechnet die Tochter des vielfachen Multimilliardärs Lee Breedy.

 

Die Hausnummer lag ungefähr in der Mitte der Franklin Allee, wo ich ein archetektonisch herrlich aussehendes Gebäude mit vier Stockwerken vorfand, das mit einer sorgfältig gepflegten Rasenfläche, einem großzügig angelegten Brunnen mit Fontäne und einem breiten Zufahrtsweg zu einem weiträumigen Parkplatz ausgestattet war.

 

Ich steuerte meinen Schwebegleiter auf einen freien Stellplatz gleich neben dem schönen Gebäude und ließ ihn dort stehen. Dann bahnte ich mir ein paar Minute später den Weg durch die Eingangsdrehtür in eine eichengetäfelte Halle. Sie war mit in verchromten Kästen an den Wänden befestigten blühenden Blumen geschmückt und in der Mitte befand sich ein ansehnlicher Springbrunnen, in dessen bunt beleuchtetem Wasserbecken ein halbes Dutzend gut genährter Goldfische herumschwammen.

 

Hinter zwei kleinen Marmorsäulen stand ein Empfangspult mit einem blonden Androiden in einem makellosen Smoking, dessen feine Gesichtszüge schon fast feminin aussahen. Der Blick seiner Augen schien gelangweilt und verächtlich zu wirken, was nicht gerade einen einladenden Eindruck auf mich machte.

 

Ich ging zu ihm hin und zeigte ihm eins meiner freundlichen Lächeln.

 

Anscheinend war das ein Fehler gewesen, denn er wich zurück, als hätte ich ihm ranziges Öl unter die Nase gehalten.

 

„Ich möchte zu Miss Violetta Breedy, bitte“, sagte ich forsch zu ihm.

 

Der Androide fingerte an seiner tadellosen Krawatte herum, während der stechende Blick seiner künstlichen Augen über mich glitten und mich intensiv musterten. Das Ergebnis schien ihm nicht zu imponieren.

 

„Werden Sie von Miss Breedy erwartet?“

 

„Nein, aber ich habe mit ihrem Vater gesprochen und wäre ihr sehr dankbar dafür, wenn sie mir in einer bestimmten Angelegenheit ein paar Minuten opfern wollte. Mein Name ist Lester Random von Random & Shannon, Ermittlungsagentur New York.

 

Der Androide sah mich wieder mit diesem komischen Blick an, überlegte etwas und sagte dann: „Es wäre in diesem Falle vielleicht besser, wenn Sie Miss Violetta Breedy zuerst schreiben würden. Für einen Besuch ist es außerdem zu früh.“

 

Ich wurde etwas ungehalten.

 

„Hören Sie zu, Sie aufgeblasener Elektronen Heini“, sagte ich zu ihm und gab meinem Ton plötzlich Härte. „Sie mögen sich für schön und überlegen halten, aber euch geschlechts- und seelenlosen Blechkästen sollte man ganz schnell eine andere Programmierung verpassen, damit ihr Hohlköpfe uns Menschen etwas mehr Respekt entgegenbringt. Und jetzt rufen Sie ganz schnell Miss Breedy an, und überlassen Sie die Entscheidung ihr, mein Guter.“

 

Einen kurzen Augenblick starrte mich der Androide überrascht und alarmiert an, ging dann schnurstracks in das Zimmer hinter dem Empfangspult und schloss die Tür hinter sich.

 

Ich zündete mir derweil eine Zigarette an und rauchte sie gemütlich Zug um Zug runter und fragte mich dabei, ob der elektronische Wunderknabe dabei war, die Hüter von Ruhe und Ordnung zu rufen. Es würde mir allerdings auch nicht gut bekommen, falls er die Polizei ruft, die mich unter der Beschuldigung, der Elite von Terrania Bay City lästig gefallen zu sein, ins Headquarters schleifen würde.

 

Aber dann, keine zwei Minuten später, erschien er wieder auf der Bildfläche, deutet freundlich lächelnd auf einen Fahrstuhl auf der anderen Seite der Halle und sagte: „ Zweite Etage, Büroappartement sieben, Sir.“ Dann fuhr er sich durch die blonden Haare und drehte mir demonstrativ den Rücken zu.

 

Ich ging los, stieg in den Aufzug und ließ mich in den zweiten Stock hieven. Leise Surrend blieb er stehen. Als sich die Fahrstuhltür fast geräuschlos öffnete, trat ich in einen langen eichengetäfelten Korridor und erreichte bald eine Tür mit der Nr. 7. Ich konnte hören, dass dahinter im Radio etwas von Mozart gespielt wurde. Zaghaft drückte ich auf den goldfarbenen Klingelknopf, und bald darauf wurde die Tür von einer älteren, freundlich aussehenden Frau, in einem hellen Seidenkleid und schwarzer Tändelschürze, geöffnet.

 

„Sie müssen Mr. Random sein, nicht wahr?“

 

„Ja.“

 

Sie bat mich herein.

 

Ich trat in einen kleinen, hallenähnlichen Vorraum, der mit einem ovalen Tisch möbliert war, auf dem eine silberne Schale mit weißen Orchideen stand.

 

Die alte Hausdame öffnete eine weitere Tür und sagte: „Mr. Random“ und trat zur Seite, damit ich eintreten konnte.

 

Ich kam in einen großen, weiß und aprikosenfarben gehaltenen Wohnraum. Wände Vorhänge und die lederbezogenen Sessel waren in Apricot, der Teppich und Miss Breedy waren in weiß.

 

Sie stand neben einem ultraflachen Empfangsgerät an der Wand, sah mir entgegen, schlank und ziemlich groß, mit aschblondem Haar, wie gesponnene Seide. Sie war in klassischer Weise auffallend schön, und ihre Augen waren von der Farbe, wie jene riesigen, blauschwarzen Vergissmeinnicht, die man manchmal auf den besseren Blumenschauen findet.

 

Sie war hochbrüstig und langbeinig, mit Hüften, die Linie und den richtigen Umfang hatten. Sie trug ein weißes, tief ausgeschnittenes Abendkleid und um den Hals ein Brillantkollier, das sie wahrscheinlich zu ihrem einundzwanzigsten Geburtstag bekommen hatte. Es muss ein Vermögen gekostet haben. Sie trug darüber hinaus ellbogenlange Handschuhe und an einem Handgelenk eine brillantbesetzte Platinuhr. An ihrem kleinen Finger trug sie über dem Handschuh einen langen, flachen Rubin an einem dünnen Goldreifen.

 

Sie sah in der Tat nach dem aus, was sie war. Jeder Zoll die Tochter eines Multimilliardärs. Alles in allem konnte ich verstehen, warum es Mrs. Elisabeth Breedy/Brand schwergefallen war, ihr gegenüber zur Geltung zu kommen. Für sie musste es eine Erlösung gewesen sein, als dieses wunderschöne Mädchen ihre Koffer packte und das Haus ihres Vaters verließ.

 

Dann fing ich vorsichtig an zu reden.

 

„Ich möchte Sie sehr um Entschuldigung bitten, dass ich Ihnen mit meinem unangemeldeten Besuch lästig falle, Miss Breedy. Aber ich täte es nicht, wenn der Anlass nicht sehr dringlich wäre.“

 

Sie antwortete mir mit einem kleinen, flüchtigen Lächeln. Es war weder freundlich noch feindselig. Die Herrin des Hauses empfing einen Fremden in ihrem Domizil. Sie zeigte gute Manieren, nicht mehr und nicht weniger.

 

„Ich denke mal, es hat etwas mit meinem Vater zu tun, oder?

 

„Ja und nein, entfernt vielleicht. Aber ich will zu Ihnen ehrlich sein. Ich fürchtete nämlich, Sie würden mich nicht empfangen, wenn ich mich nicht auf Ihren Vater berief.“

 

Ich lächelte jetzt so gut ich nur konnte, aber es machte offenbar keinen Eindruck auf Miss Breedy.

 

Sie sah mich jetzt plötzlich mit festem Blick an, und ihre dunklen Augen waren von einer verwirrenden Festigkeit und Schönheit. Schnell redete ich weiter.

 

„Ich bin der Leiter einer Ermittlungsagentur“, fuhr ich fort. „Ich komme in der Hoffnung, dass Sie vielleicht dazu bereit sind, mir zu helfen.“

 

Miss Breedy wirkte auf einmal etwas steif und ihre zarten Augenbraue hoben sich etwas an.

 

„Ich schließe daraus Mr. Random, dass Sie ein Privatdetektiv sind. Stimmt das?“

 

„Ja, ganz richtig. Ich arbeite zur Zeit an einem Fall, und Sie können mir vielleicht weiterhelfen, Miss Breedy.“

 

„Ich Ihnen helfen? Das sagen Sie mit einer Leichtigkeit, die mich verblüfft. Allerdings verstehe ich nicht, was Sie damit meinen. Warum soll ausgerechnet ich Ihnen helfen?“ antwortete sie mir mit etwas kälter gewordener Stimme.

 

„Nun ja, aus keinem anderen Grunde, als aus dem, dass manche gute Menschen nichts dagegen haben, anderen hier und da zu helfen.“

 

Ich lächelte wieder und hoffte insgeheim, dass es ein wenig jungenhaft wirkte. Doch meine Bemühungen waren vergeblich und so setzte ich meine Rede fort.

 

„Ich gehe mal davon aus, dass Sie die Angelegenheit interessieren könnte. Dazu müssten Sie mir allerdings zuerst erlauben, dass ich Ihnen meine Angelegenheit schildere.“

 

Miss Breedy zögerte einen Augenblick. Dann schien Sie sich plötzlich einen inneren Ruck gegeben zu haben und deutete auf einen Sessel im Raum.

 

„Also gut, Mr. Random“, sagte sie, „nehmen Sie doch Platz.“

 

Miss Breedy ging hinüber zum Sofa und ließ sich dort nieder. Danach nahm ich gegenüber auf dem Sessel Platz, auf den sie vorher gezeigt hatte.

 

Ich wartete einen kleinen Moment und begann schließlich mit meinen Schilderungen.

 

„Vor einiger Zeit, Miss Breedy, kam mein Partner Mark Shannon aufgrund eines telefonischen Auftrages, den er in unserem Büro in New York empfangen hatte, hier nach Terrania Bay City. Unsere Büroassistentin nahm den Anruf entgegen, aber der Auftraggeber nannte ihr nicht seinen Namen. Sie stellte das Gespräch zu meinem Partner durch, der sich den Namen Ihres Vaters während der telefonischen Unterhaltung auf seiner Schreibunterlage notierte. Dummerweise war ich verreist und befand mich auf dem Mars wegen eines anderen Falles.“

 

Während ich sprach, beobachtete ich Miss Breedy und konnte sehen, dass sie mir aufmerksame zuhörte. Sie schien langsam aufzutauen.

 

„Shannon schickte mir eine Nachricht, in dem er mich dazu aufforderte, ebenfalls nach Terrania Bay City zu kommen, um ihn bei der Arbeit zu unterstützen. Als ich hier im Raumflughafen eintraf, ließ ich mich sofort mit einem Taxis zu jenem Hotel bringen, in dem mein Partner wohnte. Aber dort traf ich ihn nicht an. Er hatte das Haus bereits verlassen. Kaum war ich auf meinem Zimmer, holte mich auch schon die Polizei ab, um ihn zu identifizieren. Er lag ermordet in einer Badekabine draußen am Strand.“

 

Miss Breedy zuckte zusammen und ihre Augen weiteten sich ein wenig.

 

„Ich habe in der Zeitung davon gelesen. Mir war allerdings nicht bekannt, dass der Ermordete Ihr Partner war.“

 

„Ja, es war mein Partner Mark Shannon“, gab ich ihr bestätigend zur Antwort.

 

„Sie sagten, dass er den Namen meines Vaters auf seine Schreibtischunterlage notierte. Warum hat er das getan?“ fragte sie mich mit nachdenklich forschendem Gesicht.

 

„Das weiß ich selbst nicht, es sei denn, Ihr Vater war der Auftraggeber, der Mark Shannon anrief und mit ihm gesprochen hat.“

 

Miss Breedy schien dieser Gedanke Unbehagen zu bereiten. Sie wendete ihren Blick von mir ab und begann den Rubinring um ihren Finger zu drehen.

 

„Ich bin mir sicher, dass mein Vater mit der ganzen Geschichte nichts zu tun hat. Wenn er einen Privatagenten engagieren würde, überträgt er diese Angelegenheit für gewöhnlich seinem Sekretär…“

 

„…Es sei denn“, setzte ich die Unterhaltung fort, „wenn es sich nicht gerade um eine Frage von ungewöhnlich vertraulichem Charakter handelte.“

 

Miss Breedy sah immer noch zur Seite.

 

„Trotzdem verstehe ich nicht, was die ganze Angelegenheit mit mir zu tun hat“, sagte sie.“ Dann folgte ein Hinweis, dass sie bald gehen wolle. Ich beeilte mich mit meiner Schilderung der Ereignisse.

 

„Ich war bei Ihrem Vater“, begann ich und bemerkte gleichzeitig, wie sie plötzlich etwas zusammenzuckte. „Ich stellte ihm die Frage, ob er meinen Partner Shannon engagiert hätte, doch Ihr Vater verneinte dies mit allem Nachdruck. Kurz darauf rief er seinen Aufpasser- und Schlägerandroiden namens T-Bird und befahl ihm, mich genau anzusehen. Er deutete an, falls ich mich nicht um meine eigenen Angelegenheiten kümmere, würde mich T-Bird schon dazu bringen…“

 

Ein leichte Gesichtsröte stieg in ihr Gesicht, als sie davon hörte.

 

„Nun, wie auch immer, ich verstehe trotzdem noch nicht, was das mit mir zu tun haben soll“, bemerkte sie dazu. Dann fuhr sie fort: „Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen wollen, Mr. Random.“

 

Miss Breedy stand auf.

 

„Ich versuche eigentlich nur, die Schritte meines Partners nachzuforschen”, sagte ich und erhob mich gleichfalls. Noch während ich vor ihr stand, sprach ich weiter. „Wie ich herausgefunden habe, ging mein Partner Mark Shannon anscheinend in den ‚Robot Master Club’ und ich möchte gerne feststellen, mit wem er dort war. Soviel wie ich weiß, sind Sie ein hohes Mitglied des Clubs. Ich wollte Sie deshalb darum bitten, mich dort einzuführen, damit ich ein paar Erkundigungen einziehen kann.“

 

Miss Breedy starrte mich auf einmal an, als hätte ich ihr eine Reise zum Mond vorgeschlagen.

 

„Um Gottes Willen, das ist ganz unmöglich“, antwortete sie, und es klang, als ob sie es auch so meinte.

 

„Selbst dann, wenn ich Sie in den Club mitnähme, Mr. Random – was ich auf keinen Fall tun werde – würde man nicht erlauben, dass Sie dort irgend jemand Fragen stellen.“

 

Sie starrte mich noch immer an und sprach weiter.

 

„Das ist einfach nicht zu machen. Es tut mir leid, Mr. Random, aber ich muss Sie jetzt bitten zu gehen.“

 

„Ich bin nicht einfach so aus leichtfertigen Gründen zu Ihnen gekommen, Miss Violetta Breedy“, sagte ich mit leichtem Nachdruck in der Stimme.

 

„Ein Mann wurde ermordet. Darüber hinaus habe ich Grund zu vermuten, dass die hiesige Polizei sich nicht gerade mit allen Kräften darum bemüht, seinen Mörder zu finden. Ich bin mir bewusst, dass das eine sehr bedenkliche Äußerung von mir ist, aber ich habe mit Captain Fletcher von der Mordkommission gesprochen, und er hat mir mehr oder minder klar erklärt, er würde dafür sorgen, dass es mir leid täte, falls ich mich aus der ganzen Geschichte nicht draußen hielte. Ich gebe mich nicht der Täuschung hin, dass seine Worte keine leeren Drohungen waren. Dieser Fletcher meinte es wirklich ernst. Dann wurde ich in eine Schlägerei verwickelt, weil ich Fragen stellte. Anscheinend gibt es hier jemand in der Stadt, der alles darauf anlegt, dass Shannons Tod vertuscht werden soll. Mark Shannon war mein Freund und Partner. Ich habe nicht die Absicht, zuzulassen, dass der Mord an ihm ungesühnt bleibt. Ich bitte Sie, mir zu helfen. Alles, was ich möchte…“

 

Miss Breedy streckte die Hand aus und drückte auf einen kleinen versteckten Knopf neben sich an der Wand.

 

„Mit mir hat das alles nichts zu tun“, sagte sie. „Es tut mir wirklich leid, aber ich bin nicht in der Lage, Ihnen auch nur Ansatzweise zu helfen.“

Eine Tür öffnete sich, und die alte Hausdame kam herein.

 

„Mr. Random will jetzt gehen. Führen sie Ihn bitte zum Ausgang, Maria!“

 

Ich lächelte Miss Breedy an.

 

„Ich möchte mich auf jeden Fall bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie mir nicht gedroht haben, wie dieser Captain Fletcher, noch dass Sie mir einen Totschläger auf den Hals geschickt haben, wie ihr Vater, Miss Breedy.“

 

Ich ging in die Halle, nahm meinen Hut und als die Alte die Tür des Appartements öffnete, trat ich in den Korridor hinaus.

 

Es war ein Schuss ins Dunkle gewesen, und er hatte nicht gesessen. Aber wenigstens hatte ich meine Zeit nicht vergeudet. Ich vermutete allerdings, dass Violetta Breedy genau wusste, warum ihr Vater Shannon engagiert hatte. Wenn das der Fall war, bedeutete es, das Mark sich mit einer Familienangelegenheit befassen sollte.

Mir kam plötzlich die Idee, mich ein wenig näher mit Elisabeth Breedy-Brands Zeitvertreib, diesem Ron Summer, zu beschäftigen. Vielleicht wollte mein Partner ja nur feststellen, wie eng diese beiden miteinander befreundet waren. Das wäre eine Erklärung. Es war nur natürlich, dass Mr. Breedy in diesem Fall schwieg und brutal wurde, wenn er daran dachte, vor Gericht aussagen zu müssen, er habe einen Privatdetektiv engagiert, um seine Frau beobachten zu lassen. Jedenfalls war das etwas, was kein Mann gern bekannt werden ließ.

Draußen war es mittlerweile schon helllichter Tag geworden. Die Sonne schien und es zeigten sich nur ein paar kleine Wölkchen am blauen Himmel.

 

Ich ging zurück zum Parkplatz und stieg in meinen dort abgestellten Sportgleiter. Ich saß noch lange nachdenklich so da, ohne ihn laufen zu lassen. Irgendwann drückte ich dann doch auf den Startknopf. Die Turbine fing an zu laufen. Der Gleiter hob sich leicht an, stabilisierte seine Lage, und ich brauste in Richtung Terrania Bay City davon.

 

Den Rest des Tages verbrachte ich im Hotel, aß, schlief oder führte hier und da Gespräche mit einigen älteren Hotelgästen. Die Entspannung tat mir gut. Nebenbei erledigte ich auf meinem Zimmer noch einige wichtige Schreibarbeiten. Mittlerweile hatte man während meiner Abwesenheit wohl die Klimaanlage repariert, die vollautomatisch dafür sorgte, dass ein angenehmes Raumklima vorherrschte. Die Kühle tat mir gut und es machte mir sogar Spaß, auf dem Zimmer zu bleiben. Erst als es draußen schon dunkel geworden war, verließ ich das Hotel wieder und fuhr mit meinem Gleiter runter zum Strand. Irgendwas trieb mich dazu, den gruseligen Todesort meines Partners Mark Shannon zu besuchen.

 


 

Fortsetzung folgt irgendwann!

Teil 8

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.05.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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