Christa Astl

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Wieder einmal fahre ich spazieren mit der Bahn. Eine schöne, abwechslungsreiche Strecke habe ich ausgesucht, auf die ich mich schon freue.

Am Abend vorher drucke ich den Fahrplan mit allen Zwischenhalten aus und verfolge die Strecke auch auf der Landkarte. Da aber die Umstiegszeit sehr kurz ist, fahre ich lieber mit dem früheren Zug, am Morgen fährt ja alle zehn Minuten einer.

Ankunft in Innsbruck also um 8:25, Weiterfahrt um 8:36 Uhr.

Vor dem Zubettgehen stelle ich den Wecker auf halb sechs, um eine ruhige Stunde zum Anziehen und Frühstücken zu haben. Auch die Katze muss ich erst versorgen.

Um vier Uhr bin ich schon wach, kann nicht mehr einschlafen, höre dem Morgengesang einer Amsel zu und stehe kurz nach 5 Uhr auf. Allein und in aller Ruhe sitze ich am Tisch, den Blick aber immer wieder zur Uhr gerichtet. Ich will dann nicht rennen müssen!

Um zehn vor geht mein Zug. Er ist sehr voll, doch einen Platz finde ich immer noch.

In Innsbruck suche ich den etwas abseitig gelegenen Bahnsteig 21. Zug nach Scharnitz um 7:50 Uhr – steht dort. Ich will ja um 8:36 nach München! Eine Uhr zeigt 20 vor acht. Ich schaue auf den neben mir hängenden Fahrplan. …:36 fährt kein Zug! Was jetzt, wieso das? Es hilft nichts, ich muss den Rucksack abnehmen, meinen Fahrplan herausholen und vergleichen. Schwarz auf weiß: 8:36 Uhr Abfahrt Richtung München. Jetzt schaue ich auf mein Handy: 7:45 Uhr. –

Langsam beginnt es bei mir zu dämmern. Ich bin eine Stunde zu früh dran!!! Statt nun noch 50 Minuten auf dem kalten Bahnsteig zu frieren gehe ich in die Bahnhofshalle um einen heißen Kakao.

 

Jaja, wer viele Reisen tut, dem kann auch  d a s  passieren.

 

 

ChA 14.05.19

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