Heinz-Walter Hoetter

Wir wissen nichts über das Unerforschliche

Nicht nur Zweifel sind gefährlich. Glaubensgewissheiten sind es nicht minder.


Wir wissen nichts über das Unerforschliche, und wer dennoch zu wissen glaubt, täuscht sich.

Wir wissen nichts über Gott, über das Leben nach dem Tode oder über die ferne Zukunft. Kein Mensch auf der Welt kann etwas darüber wissen. Trotzdem gibt es viele Gläubige, Priester und religiöse Führer, die behaupten, im Besitz der Wahrheit und des Wissens zu sein. Aber sie wissen nichts. Sie täuschen sich und andere. Wer ihnen nicht glaubt, wird als „Ungläubiger“ abqualifiziert und mit der Strafe Gottes bedroht, von den Gläubigen ausgegrenzt, und, wie die Geschichte lehrt, verfolgt, misshandelt und getötet. Aber nicht die Ungläubigen sind die Gefahr, sondern die Gläubigen. Ihre Intoleranz, ihr Fanatismus, ihre Selbstgerechtigkeit und ihre Überheblichkeit, und vor allem: ihr Machtanspruch stellen eine Gefahr für den Frieden, die Sicherheit, den Fortschritt und das Wohlergehen der Menschheit dar.

Das Göttliche bleibt unergründbar

Wer oder was Gott ist, welche Eigenschaften, welche Pläne und welche Motive er hat, kann niemand wissen. Wir wissen nicht einmal, ob das Göttliche eine Person ist. Die drei monotheistischen Religionen behaupten, dass Gott eine Person sei, mit der man in eine persönliche Beziehung treten kann. Aber woher wissen sie das ? Woher kennen sie all die Eigenschaften und Pläne Gottes ?

Gott bleibt unerforschlich. Alle religiöse Offenbarungen und alle Glaubensgewissheiten beruhen auf Täuschung – sei es auf Selbsttäuschung oder auch auf bewusster Täuschung anderer. „Frommen Betrug“ nennt man das.

Nicht der Glaube ist eine die Tugend, sondern der Zweifel.


(c)Heinz-Walter Hoetter

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