Peter Biastoch

Surreale Spielereien II

Aber ich schrieb ja von zwei Projekten, die inzwischen fertig geworden sind. Das zweite werde ich nicht so ausführlich erklären. Es würde nicht nur vom Platz her zu weit führen, sondern Dich sicherlich auch nicht besonders interessieren, wieder all das von Ebenen und freigestellten Elementen, zu lesen. In meiner Notiz gegen das Vergessen schrieb ich: Ritt auf Reißverschluss "Die Lücke zwischen Wissen und Handeln schließen"

Wie setzt man einen solchen schwachsinnigen Einfall um? Nicht viel anders, als die Sache mit dem „Ohne mich“. Mehrere Fotos, die man dann zusammenstellt. Das Problem dabei ist in aller Regel, dass verschiedene Aufnahmeaspekte zueinander stimmig sein müssen, sonst fällt es zu sehr auf, dass es eine Montage ist. Und mein Ehrgeiz treibt mich nun halt an, eine Montage so hin zu bekommen, dass der Betrachter sie als ein Bild wahrnimmt und sich dann sagt: „Aber, das kann doch eigentlich gar nicht sein.“

Bei meinem Reißverschlussbild achtete ich also darauf, dass meine Kamera, bei allen Teilbildern, den gleichen Winkel zu den fotografierten Objekten hatte. Einmal musste der Winkel des Reißverschlusses, der des Reißverschlussreiters und der Warpgondeln (Antriebseinheit), seitlich zur Kamera genau stimmen. Da half buchstäblich ein Winkelmesser. Alle Bilder mussten zudem aus dem richtigen vertikalen Winkel gemacht werden. Letzteres machte am wenigsten Probleme, weil ich einfach nur die einmal eingestellte Neigung, der Kamera am Stativ, beibehalten musste. Eine andere Höhe oder ein anderer Abstand von Kamera zu Objekt spielte dabei keine Rolle.

Ein leichtes Auswischen meines Rückens und der Antriebsheckseite brachte zwar ein gewisses Gefühl für Geschwindigkeit, aber ich probierte dann noch eine andere Version des Bildes aus. Darin spielte ich ein wenig mit den Spezialeffekten meiner Bildbearbeitung und zauberte noch eine echt überzeugende Antriebsenergie hinter die Warpgondeln. Diese Antriebsenergie ist übrigens völlig ungefährlich für mich, als Reißverschlussreiter! Dieser Lichteffekt gab dem Ganzen ein völlig anderes Aussehen. (Zu sehen unter dem Link: https://www.fotocommunity.de/photo/schliess-die-luecke-peter-biastoch/42175438)

Mir war dann allerdings das ganze Bild ein wenig zu leer. Zu viele freie Flächen! Also nahm ich noch einmal die Kamera zur Hand und machte ein paar weitere Fotos, für diese Montage. Unter anderem habe ich noch ein Wäldchen hinein gebracht, das einen Bezug zur Natur herstellen soll.

Darüber hinaus brachte ich noch zwei weitere Uhren ins Spiel. Um die Aussage der Dringlichkeit zu verstärken und eine „starke Diagonale“ (diese führt von links oben, nach rechts unten), als Blickführung zu erzeugen. An der rechten Uhr angekommen, wandert dann der Blick, entlang des Reißverschlusses, auf einer „schwachen Diagonale“ nach links unten, verharrt am Hauptmotiv, dem Zipper und dessen Reiter. Schließlich wird die Aufmerksamkeit wieder nach oben zur großen Uhr gezogen, womit das Spiel von neuem beginnen kann.

Es ist eine allgemeingültige Regel in Gemälden und Fotografien, dass eine Uhr auf den Zeitfaktor hinweist. Sicher kennst Du den Ausdruck: „Es ist fünf vor Zwölf.“ Ich habe meine Uhren auf sieben nach Zwölf gestellt. Welche Aussage ich damit bezwecke kannst Du Dir jetzt sicherlich selbst erklären. Da braucht es einen Warp-Antrieb!

Leider war es mir nicht möglich den kugelförmigen Rahmen um den Antriebsblitz zu ändern. Diese Funktion sieht lediglich vor, den Blitz auf dem Bild zu positionieren. Alles andere ist festgelegt. Ich müsste dafür noch eine weitere Ebene anlegen, um darauf die Reflektionen des Blitzes zu bearbeiten. So lasse ich ihn erst einmal. Vielleicht habe ich irgendwann einmal viel Zeit…

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.06.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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