Wilhelm Westerkamp

Nahles legt Ämter nieder

Normalerweise war Andrea Nahles immer Feuer und Flamme, wenn sie als Partei - und Fraktionsvorsitzende der SPD ihre Macht ausspielen konnte, wie es sich für eine Vollblutpolitikern wohl auch gehört. Doch ihre politischen Erfolge, ganz zu Anfang als Vorsitzende von Partei und Fraktion, wurden mit der Zeit stetig weniger, so dass sie sich zu Misserfolgen allmählich entwickelten, die auch die SPD im Ganzen trafen, die dann Andrea Nahles zu einer Verliererin hat werden lassen, wie es schon ihr Vorgänger im Amt Martin Schulz ergangen ist, der aber im Gegensatz zu Nahles, einen kometenhaften Aufstieg als Parteivorsitzender zu verzeichnen hatte, ehe es auch für ihn steil bergab ging.
So war zwar Andrea Nahles nicht so einem Hype unterworfen wie Martin Schulz, so bauten sich ihre Sympathiewerte in den Umfragen - vor allem in den letzten Monaten kontinuierlich ab - so ist sie zwar nicht so abrupt in die Tiefe gestürzt wie Schulz, sondern ohne das es jemand so richtig bemerkt hatte, verschlechterte sie sich in den Umfragen derart massiv, bis auch Nahles auf dem Boden der Tatsachen landete und den schmerzhaften Entschluss fasste, beide Ämter, den Partei  sowie den Fraktionsvorsitz niederzulegen. So war ihr Abschied dann vom SPD-Präsidium ein relativ kurzer gewesen und so stieg sie beinahe unbemerkt - außer ein paar Fotografen, die sie hektisch abfotografierten - in ihre schwarze Limousine und verschwand.

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