Marlene Remen

DAS HAUS AM MEER I

Leichter Dunst stieg vom Meer hinauf und tauchte die kleine Bucht
in ein unwirkliches Licht, in dem die Konturen der Pinienbäume nur
vage wahrnehmbar waren. Doch dies änderte sich schnell, denn mit
den ersten Strahlen der Sonne und dem sanften Wind, begann auch dieser
Tag ein wundervoller zu werden. Die Temperaturen stiegen nie höher als
25 Grad und die würzige Salzluft des Meeres ließ tief durchatmen.

Und Jorge, der Gärtner, der in  dem  kleinen Gartenhäuschen wohnte,
welches ihm Madame gerne überlassen hatte, er tat dies in diesem Moment.
Niemals wollte er woanders sein oder woanders leben, dies war das schönste
Fleckchen auf der Welt. Vor vielen Jahren hatte ihn seine Lebensreise hierher
getrieben und er war geblieben und hatte es nie nie bereut.

Nach einem kurzen Recken seiner Glieder machte er sich dann an seine alltäglichen
Arbeiten, wie an jedem Tag auch. Die Aussenbeleuchtung der Treppe zum Haus mußte
ausgeschaltet werden, die wunderschönen Kanarienvögel in der großen Voliere bekamen
ihr Futter und frisches Wasser. Gerne schaute er ihnen bei ihrem munteren Treiben zu
und erfreute sich an ihrem Gesang. Ein Rundgang durch den großzügigen Garten folgte
danach, am Nachmittag würde er die Rosen beschneiden und die Erde in den Beeten
auflockern.

Aus dem kleinen Schuppen neben dem Gartenhäuschen holte er sein Fahrrad und fuhr in
das kleine Dorf ganz in der Nähe. Sein Weg führte ihn in die Bäckerei, wo er für Madame und
sich Baguette und Croissants einkaufte.  Ein kleines Schwätzchen mit der Bäckersfrau mußte
auch sein und nach dem Einwerfen des Briefes, den Madame ihm mitgegeben hatte.
machte er sich auf den Rückweg. Ja, dies würde ein schöner Tag werden und er pfiff ein
fröhliches Liedchen zu einer Melodie, die ihm gerade einfiel.

 

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