Marlene Remen

DAS HAUS AM MEER III

Da war Jorge doch tatsächlich ein wenig eingenickt, nach seinem
Mittagessen. Er machte sich einen frischen Kaffee und nahm ihn mit
hinaus, um sich auf die Bank vor dem Gartenhäuschen zu setzen.
Der Himmel war azurblau, nur ganz kleine weiße Wolken zogen vorüber,
sanfter Wind war zu spüren und der Duft der vielen Rosen in Madames
Garten , er war unbeschreiblich schön. Ach ja, die Rosen, dachte er,
gleich schaue ich, was bei ihnen zu tun ist.

Madame liebte Rosen und hatte ihm mal erzählt, daß sie alle vor vielen
Jahren selbst gepflanzt hatte und ihn gelobt, da er so gut für sie sorgte.
Keine Pflanze war krank, ihr Blühen und Wachsen war der Lohn für seine Arbeit.
Es machte ihm ja auch Freude, denn das Lächeln von Madame zu sehen beim
Anblick der Rosen, machte ihn froh. Manchesmal bat sie ihn, mit ihr an den
Strand der kleinen Bucht zu kommen, für einen abendlichen Spaziergang.
Das tat er natürlich gerne, fragte sich aber auch, warum sie dann mit einer
wehmütigen und sehnsuchtsvollen Miene auf das Meer hinausschaute.
Und auch ein paar Tränen hatte er gesehen, obwohl sie sagte, das war der Abendwind.

Ah, Abbe Pierre war da und er hörte, wie sie sich mit ihm unterhielt und auch
ab und an lachte. Das tat ihr gut und er, Jorge, wünschte sich für sie mehr von diesen
fröhlichen Momenten. Nun machte er sich daran, die Rosen zu beschneiden und
erntete auch von Abbe Pierre ein großes Lob für seine Arbeit. Einen großen Strauss
erbat er sich noch für die kleine Kirche im Ort und dieser Wunsch wurde ihm gerne erfüllt.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Marlene Remen).
Der Beitrag wurde von Marlene Remen auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.06.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Dämonen im Labyrinth der Lüste - Dämonenlady Band 3 von Doris E. M. Bulenda



Beelzebub hatte diesen riesigen Titan verloren. Irgendwo im Weltenlabyrinth hatte er ihn ausgesetzt, und der Titan war auf und davon.
Und dann bat Beelzebub ausgerechnet mich, die Menschenfrau, den Verlorenen zu finden.
Natürlich würde ich nicht allein gehen, dafür wäre das berühmte Labyrinth viel zu gefährlich. Mein dämonischer Geliebter Aziz würde mich begleiten. Neben der Gefahr würde allerdings auch manche Verlockung auf mich warten, in den Gängen des faszinierenden, gewaltigen Labyrinths hausten viele seltsame Kreaturen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Romantisches" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Marlene Remen

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

SONNTAGSGESCHICHTEN 5 von Marlene Remen (Gedanken)
Olga der Marienkäfer von Matthias Brechler (Romantisches)
"Strg+Alt+Entf" von Johannes Schlögl (Science-Fiction)