Andreas Rüdig

Träume

Träume sind Schäume. Tagträume zerplatzen schnell, wie Seifenblasen; nächtliche Träume sind so schnell wie sie gekommen sind auch wieder verschwunden.

Ich, Ihro Eitelkeit Dagobert der Gewölbte, würde schon gerne wissen, was ich so nachts träume. Ich wache morgens nämlich oft schweißgebadet auf und habe mich auch von der Bettdecke freigestrampelt. Habe ich mir dann vorgestellt, wie dreckig es mir geht, wenn ich nichts zu essen und zu trinken bekomme? Habe ich dann mit wilden Tieren gekämpft? Oder mir gar Frauen vom Leibe gehalten? Keine Ahnung.

Ich werde es aber bald wissen. Ich war nämlich vor ein paar Tagen bei Prof. Prof. Dr. Dr. Vitzliputz. Sie, liebe Leser, habe ja bestimmt schon von ihm gehört: Prof. Prof. Dr. Dr. Vitzliputz ist ein berühmter Parapsychologe, Hirnforscher und Schlafmediziner.

Vitzliputz hat einen ganz besonderen Helm erfunden. Dank bioelektrischer und -magnetischer Elektroden mißt dieser Helm die elektrischen und elektromagnetischen  Aktivitäten unseres Hirns. Und kann sie dann in Bilder umsetzen.


Oh nein! Wie grauenhaft! Gar fürchterlich! Es ist einfach nur surreal, was ich des nachts so träume.

Ein Bild: Ich bin abgemagert. Meine Haare sind fettig und stränig. Bauch und Gemächt sind nach innen gewölbt.

Ein anderes Bild: Meine Körperproportionen sind grotesk verzerrt. Die Beine sind extrem kurz; die Arme reichen dementsprechend bis zur Erde. Ich habe Hängebacken mit Backenbart. Eine Melone verdeckt mein Borstenhaupthaar. Eine Wolke Eau de Toilette umweht mich.

Drittes Bild: Kriegsszenen. Hinter einer alleinstehenden Mauer brennt Feuer; schattenlose Gestalten rennen über die Mauer.

Sobald ich bei der Mauerszene bin, wache ich dann auf. Mir graut es dann vor der Fortsetzung. Wer weiß denn schon, wie die Geschichte weitergeht? Vielleicht liegt ja irgendwann meine eitle Welt in Trümmern?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.07.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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