Magdalena Wysocka

Sein

Und ich atme tief aus – nur um dann wieder tief einatmen zu können. Einatmen, Aufsaugen.

Das simple Sein spüren. Bis hin zu der Erkenntnis, dass es nicht so simpel sein kann und doch sein müsste.

Allein zwischen all dem Lärm und erblindet durch die endlose Stille in einem Ozean voll von uns allen.

Schreien, Lachen, Weinen, Schweigen.

Schreien – stumm um Hilfe bittend, schreie ich bis meine Stimme versagt.

Lachen – schallend lache ich, ohne dass es meine Augen erreicht.

Weinen – ohne Träne weine ich, bis ich darin ertrinke.

Schweigen – Lautes Schweigen umhüllt mich.

Ohne Ende - welches uns doch allen bevorsteht. Drohend endgültig. Mit Umwegen, doch ohne Rückweg. Mit Sackgassen, doch ohne Wegweiser. Dafür mit Fata Morganas. In jeder Gestalt.

Ich kenne mich viel zu gut, um mich selbst belügen zu können und ich kenne mich viel zu wenig, um mir selbst glauben zu können. Ich glaube, um Glück spüren zu können und ich zweifle, weil ich nicht anders kann.

Schreien, Lachen, Weinen, Schweigen.

Schreien – Niemand hört uns.

Lachen – Ich glaube mir nicht.

Weinen – Alle wissen es.

Schweigen – Es erdrückt mich.

Sieh mich nicht so an, als wüsstest du es. Sieh mich nicht an, als könntest du es verstehen. Sieh mich nicht an, als sähest du mich. Im Spiegelbild erkenne ich kein Spiegelbild.

Tief einatmen – was für ein Gefühl. Ein und Aus. Tag- und Nacht.. Tag ein – Tag aus. Wie ich es liebe. Niemals will ich damit aufhören.

Schreien, Lachen, Weinen, Schweigen.

Schreien – niemals will ich damit aufhören.

Lachen – niemals will ich damit aufhören.

Weinen – niemals will ich damit aufhören.

Schweigen – niemals will ich damit aufhören.

Allein zwischen all dem. Einsam und voller Trauer klammere ich mich fest an all das.

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