Magdalena Wysocka

Ein Moment

Dieser Moment, der eine Ewigkeit dauert. Diese Tränen, die ein Meer füllen.

Wann verliert man sich selbst und wann gibt man das Suchen auf?

Kaltes Wasser an jedr Stelle meines Körpers.
Kaltes Wasser um endlich aus dem Albtraum zu erwachen.

Dieser Moment, in dem ich mich selbst nie vertand. Eine Sprache, die ich höre, aber nie sprechen werde.

„Einen Moment noch.“ – keiner weiß wie lang er dauert. Deiner dauert vielleicht Jahre. Seiner fühlt sich vielleicht wie eine Sekunde an. Meiner tut vielleicht ein kleines bisschen mehr weh, als ihrer.

Wenn ich die Augen schließe, ist er vielleicht schon vorbei, sobald ich nächste mal blinzle. Nur für einen kurzen Moment.

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Ein Tag im Februar des Jahres 2006. Der EDV- Fachmann Klaus Gruschki kann kaum ausdrücken, was er empfindet, als er seine neugeborene Tochter Leoni im Arm hält. Seine Frau Michaela und er sind die glücklichsten Menschen der kleinen, süddeutschen Provinzstadt und voller Vertrauen in die gemeinsame Zukunft. Doch die Beziehung und das Glück zerbrechen. Auf einmal ist Klaus allein und Michaela mit Leoni verschwunden. Erst nach langer Suche und mit großen Mühen gelingt es dem Vater, Mutter und Kind wieder zu finden und den Kontakt zu Leoni neu herzustellen. Dann entzieht ein bürokratischer Akt dem Vater die gemeinsame Sorge fürs Kind. Gruschki weiß sich nicht anders zu helfen, als seinerseits mit der Tochter heimlich unterzutauchen. Nach einer dramatischen Flucht wird er in Österreich verhaftet und Leoni ihm gewaltsam entrissen. Er kommt in Haft und wird als Kindesentführer stigmatisiert. Doch Klaus Gruschki gibt den Kampf um sein Kind und um Michaela nicht auf …

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