Gherkin

DER AGGRESSOR

In den Zeiten des Internets, einer Erfindung, die der Mensch niemals wirklich vollinhaltlich wird begreifen können, bleibt nichts, aber auch gar nichts lange geheim. Nur ein Beispiel unter vielen:

„Ich ziehe hiermit in Erwägung“, so eine Mail von K. P. Muksch an Charlie Fimpleton, „Zwölfbrücken halbtot zu prügeln!“ Fimpleton, entsetzt, an Zwölfbrücken: „Sei auf der Hut! K. P. Muksch plant, dich halbtot zu prügeln!“


Zwölfbrücken, ein jovialer Zeitgenosse, direkt an Muksch: „Muksch, du alte Stinkrübe, warum halbe Sachen machen? Wenn du schon mal so richtig zugange bist, warum dann nicht ganze Arbeit leisten? Also, warum schlägst du mich nicht ganz tot, alter Schwede? Na, was meinst du?“

Muksch, erbost über die Indiskretion Fimpletons, schrieb eben jenem eine Mail, in dem Tenor, er werde sich gleich nach Manfred Zwölfbrücken ihn, Fimpleton, vornehmen. Um was zu tun? Richtig, um ihn halbtot zu schlagen. Zeitnah quasi, zweckgebunden und per se.

Ein Freund des Trios, sofort eingeweiht, via E-Mail natürlich, von Edgar Fimpleton und von Manfred Zwölfbrücken, unabhängig voneinander, ein ganz hart Gestrandeter namens Holger Süßtraub, wirft Muksch vor, niemals einen zuvor vorhandenen Aktionsradius ganz zu nutzen, immer nur Ansätze zu bieten, nie „einen Job komplett und total auszuführen!“ Süßtraub bemängelte weiter, Jemandem in Aussicht zu stellen, nur halbtot geprügelt zu werden, sei keine wirklich beängstigende Ankündigung.
Dies mißfiel K. P. Muksch in nicht unerheblichem Maße. Er schrieb sofort eine Mail an H. Süßtraub. In dieser Mail kam maßgeblich und sehr nachdrücklich zum Ausdruck, dass er willens und auch fähig sei, Herrn Süßtraub halbtot zu prügeln.

Ein äußerst mysteriöser Dr. Winfred Schrapnell, von dem wir weder die Email-Adresse kennen noch wissen, in welchem Land er beheimatet ist, meinte, es bleibe dennoch eine aggressive Handlung. Die ominöse Figur wird übrigens im weiteren Verlauf nicht mehr erwähnt. Er wurde gleich von vier Seiten hart angegangen, dieser plötzlich auftretende Dr.! Muksch, Fimpleton, Zwölfbrücken und Süßtraub – alle boten jenem windigen und wirklich allen unbekannten Dr. Winfred Schrapnell heftige Prügel an...


K. P. Muksch wollte ihn sogar halbtot prügeln! Mukschens Standard-Taktik (er führt stets eine Socke bei sich, in der sich 300 Centstücke befinden!), seit jeher: "Fragen stellen?? Das lohnt nicht! Socke raus und munter drauf auf die Rübe! Bis die rote Suppe fließt! DAS nenne ich mal eine Reaktion! Auf was auch immer! Auf eine dumme Entgegnung, auf die Bitte nach Kleingeld, wer nach dem Weg fragt oder meint, er müsse mir ein Ohr ablabern - Socke raus und wuchtig aufs Hirn schmettern. Nur so kannst du diesem Abschaum auf der Straße begegnen!"

Zudem hat K. P. Muksch stets sehr flott Kleingeld zur Hand. Auch das sollte man hier einmal in aller Deutlichkeit festzuhalten den Mut besitzen! Danke für Ihre freundliche Aufmerksamkeit!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.08.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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