Paul Theobald

Klimawandel

Die damals 15-jährige Greta Thunberg saß am 20. August 2018 vor dem schwedischen Parlament, um gegen die Veränderung des Klimas zu protestieren. Sie ist nicht die erste Person, die für den Erhalt der Umwelt eintrat. Aber jetzt werden die Folgen des Klimawandels spürbar – der Juli 2019 war der heißeste Monat in Deutschland, die Gletscher schmelzen, die Unwetter häufen sich usw. und so gelang es der jungen Schülerin, eine weltweite Bewegung ins Leben zu rufen. Schon vor über 30 Jahren machten Menschen auf die Folgen des Ozonlochs aufmerksam, erklärten, dass die Erdwärme rapide zunimmt, es kein Eis mehr an den Polen geben wird usw. Bei unseren Politiker/innen stand immer das Interesse der Industrie im Vordergrund und so wollte das niemand von ihnen hören. Es wurde ganz einfach behauptet: „Das ist alles wissenschaftlich nicht erwiesen!“ Heute brauchen sie keinen Beweis mehr, denn die Folgen des Klimawandels sind jetzt spürbar.
Auch wenn allgemein unter Klimawandel der Klimawechsel auf der Erde oder erdähnlichen Planeten verstanden wird, so kann man nicht bestreiten, dass auch auf anderen Gebieten ein Klimawandel eintreten muss.
Als mit der Unterstützung und Hilfe des sowjetischen Präsidenten Michail Sergejewitsch Gorbatschows die deutsche Einheit gelang, dachte man, dass die Konfrontation zwischen Ost und West vorüber sei und man nun darangehen kann, militärisch abzurüsten. Doch weit gefehlt. Heute wird immer mehr und mehr aufgerüstet. Zwar betonen die Politiker/innen, dass dies für die Landesverteidigung erforderlich sei, aber sie rüsten für den Krieg. Damit es dazu nicht kommt, ist auf militärischem Terrain ein Klimawandel erforderlich. Die ständig steigenden Rüstungsausgaben müssen gestoppt und es muss mit dem Abbau der Waffenarsenale begonnen werden, andernfalls wird es eines Tages zum Krieg kommen. Aber auch unsere Kinder wollen in Frieden leben!
Als ich noch ein Kind war, gingen die Menschen anders miteinander um. Man nahm aufeinander Rücksicht, half sich gegenseitig, das gemeinsame Beisammensein gehörte zum täglichen Leben. So traf man sich nach dem Abendessen zum Plausch an der Straßenecke. Aber auch hier hat sich ein Klimawandel vollzogen.
Bei vielen Menschen ist Höflichkeit ein Fremdwort und es ist Volkssport geworden, nicht die Wahrheit zu sagen.
Ich stand an einer Ampel und wartete, dass sie für die Fußgänger die Bahn freigibt. Zuvor bekamen aber die stehenden Kraftfahrzeuge freie Fahrt. Der erste Autofahrer bemerkte nicht sofort, dass das Signal von Gelb auf Grün sprang und sofort fing der Hintermann zu hupen an und schrie aus dem offenen Fenster: „Schlafmütze!“ So etwas wäre früher nicht denkbar gewesen. Die Passanten hätten darauf aufmerksam gemacht, dass der Autofahrer freie Fahrt hat oder der Fahrer des hinteren Autos wäre ausgestiegen und zum Vordermann gegangen, um ihn auf die Weiterfahrt hinzuweisen.
Seit in der Politik die „First-Mentalität“ des US-Präsidenten Donald Trump um sich greift, sind auch die gesellschaftlichen Umgangsformen rauer geworden und Rüpelhaftigkeit hat den Gentleman abgelöst. Was die Politik vormacht, wird von vielen Menschen nachgemacht.
Seit Jahren beklagen die Politiker/innen, dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden, aber ohne etwas dagegen zu tun. Das gilt nicht nur für die Bevölkerung in Deutschland, sondern auch zwischen den Nord- und Südstaaten unseres Kontinents oder zwischen Ost- und Westeuropa. Wenn sich diejenigen, die viel haben, nicht bewusst werden, dass sie hergeben müssen, werden sich die Armen eines Tages aufmachen, um sich hier ihren Anteil zu holen, denn auch sie wollen leben! Die Flüchtlinge im Mittelmeer, denen viel zu wenig bei ihrer Rettung geholfen wird, sind nur ein Windhauch, auf den Sturm, der dann noch kommen wird.
Und so verstehe ich Klimawandel nicht nur als Veränderung des Wetters, sondern dass sich auf einigen Gebieten etwas ändern muss und kann nur hoffen, dass es dazu kommt, bevor es zu spät ist.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.08.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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