Daniel Storck

Blitza Thronerbin

Ich stand am Scheiterhaufen und weinte. Mein Vater, Zeus der Herrscher des Olymp war gestorben. Er ist in der Schlacht auf dem Olymp gefallen. Er wurde von den Titanen getötet. So wie viele andere Götter auch.

Meine Mutter sowie meine beiden Brüder stammen nicht von Zeus ab. Sie gehören zum Volk der Regennymphen. Maria meine Frau ist ein Mensch mit göttlichen Heilerfähigkeiten. Diese hatte sie erhalten als sie bei unserer Hochzeit das göttliche Wasser getrunken hat. Und ich heiße Blitza und werde den Thron als Königin der Götter besteigen. Aber gibt es überhaupt noch einen Thron zum erben auf dem Olymp. Die Titanen hatten ein rießen großes Chaos angerichtet. Sie hatten vieles zerstört und vernichtet. Wir wußten das ihnen jemand geholfen hatte. Derjenige der sie befreit hatte und vermutlich meinen Vater getötet hatte, war gefährlich. Wir mussten klug und überlegt vorgehen, wenn wir sie alle erwichen wollten. Meine Mutter reichte mir die Fackel um den Scheiterhaufen anzuzünden. Als ich nach der Fackel griff zitterten meine Hände. Beinahe wäre sie mir runtergefallen, aber Maria griff danach und hielt sie mit mir fest.

"Komm wir machen das zusammen." Erst wollte ich widersprechen, aber als ich ihren Gesichtsausdruck sah schwieg ich. Also gingen wir gemeinsam nach vorne und entzündeten den Scheiterhaufen. Wir sahen eine Weile schweigend zu wie die Flammen in den Himmel schossen, dann drehte ich mich um und sprach zu meiner Familie; "Heute beerdigen wir meinen Vater und die restlichen gefallenen Götter des Olymp." Maria griff nach meiner Hand und hielt sie ganz fest. "Morgen trete ich mein Erbe an. Und Übermorgen werden wir die Mörder der Götter jagen und vernichten. Wir sehnen uns nicht nach Rache, sondern nach Gerechtigkeit. Auf das wieder Frieden ward im Himmel der Götter. Ich werde nicht eher ruhen bis die Übeltäter bestraft sind." Damit gingen wir schweigend zurück zum Schloß. Als Maria und ich auf unserem Zimmer waren ließ ich mich aufs Bett sinken und begann leise zu weinen. Maria kam zu mir und streichelte über meinen Rücken um mich zu trösten. "Sccchh ist ja gut. Du warts ganz tapfer, jetzt lass deine Tränen fließen. Ach wenn es doch nur einen kleinen Hoffnungsschimmer gäbe. Irgendetwas das uns neuen Mut gibt für die bevorstehende Aufgabe." Ich sah zu ihr auf, wichte mir die Tränen ab und sagte; "naja einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es da." Maria sah mich verwundert an; "Was meinst du mein Schatz?" Ich holte tief Luft und nahm ihre Hände in meine; "wir zwei sind schon eine ganz lange Zeit zusammen und haben viel.."

Ich überlegte kurz; "wir haben viel spaß zusammen, wenn wir Schwimmen oder etwas mit der Familie machen oder im Bett sind." Maria sah mich immer noch verwundert an, vor allem weil ich das Wort Bett betonte. "Was willst du mir damit sagen Blitza?" Ich holte wieder tief Luft; Maria ich.. ich bin.." Ich zögerte kurz, war das in der jetzigen Lage überhaupt angebracht oder sollte ich lieber noch etwas warten. Aber als ich in ihre Augen sah wußte ich das es keinen geeigneteren Zeitpunkt geben würde als jetzt, vielleicht waren wir später im Krieg gefangen, oder gingen verloren, oder noch schlimmer wir wurden getötet. Ich sah sie wieder an und sie lächelte. Diese Lächeln konnte Herzen brechen.

"Maria ich bin Schwanger," platzte es endlich aus mir heraus.

"Du bist schwanger? Wie geht denn das? Ich meine.. Hey du bist mir doch nicht etwa Fremd gegangen?"

Ich musste lachen; "nein das nicht mein Schatz. Bei meinem Volk findet eine Art Selbstbefruchtung statt, wenn sich zwei Frauen lieben. Freust du dich?"

"Aber du hast mir mal gesagt das so etwas bei Menschen nicht funktioniert, wie ist das dann bei uns beiden Möglich und ich freue mich für dich. Ähm für uns zwei."

"Wir haben doch geheiratet, ja?" Sie nickte. Ich fuhr fort; "und da hast du doch von dem göttlichem Wasser getrunken, welches einem Menschen Gott ähnliche Fähigkeiten gibt." Sie nickte und man sah förmlich wie es in ihrem Kopf klick machte. "Stimmt ja wie konnte ich das nur vergessen, du hast recht. Also deshalb bist du jetzt Schwanger geworden." Ich nickte; "ja so ist es mein Schatz." Ich küsste sie. "Komm lass uns schlafen gehen, morgen wird es anstrengend." Ich wollte sie zu mir runter ziehen, aber sie zog mich stattdessen hoch und sagte; "nein erst wird geduscht, wir sind ganz dreckig und stinken nach Rauch." Ich lachte und gemeinsam gingen wir ins Bad. Und danach zu Bett. Wir kuschelten uns eng aneinander. Nach einer Weile stand Maria auf, nahm die Decke, ging Richtung Balkon, blieb stehen drehte sich zu mir um und fragte; "kommst du nicht mit?" Wortlos stand ich auf und wir legten uns auf den Balkon unter die Sterne. Zum Glück war es angenehm warm.Wir sahen hinauf zu den Sternen und hingen unseren Gedanken nach. Irgendwann sind wir eingeschlafen. Mitten in der Nacht fuhr ich hoch, mein Körper zitterte und mir war unangenehm Warm. Ich stand auf, sehr vorsichtig um Maria nicht zu wecken und ging ins Bad, um mir kaltes Wasser ins Gesicht zu spritzen. Das half ein wenig. Plötzlich hörte ich eine Stimme die rief; "Blitza mein Kind komm zu mir."

Was war das? Wie in Trance folgte ich der Stimme. Sie führte mich aus dem Schloss, hinauf zum Hügelgrab. Vor dem Grab meines Vaters kam ich wieder zu mir. Erst viel mir nichts auf. Doch nach ein paar Sekunden erschien über dem Grab ein Geist. Der Geist meines Vaters Zeus. "Nein das gibt es doch nicht. Wie geht das? Du bist doch tot, oder?"

Meines Vaters Geist lächelte mich an. Er sagte; "Ja ich bin tot. Aber da du mein Erbe Antritts ist es mir noch einmal erlaubt mit dir zu sprechen. Und bevor du fragst, ja ich weiß wer mich getötet hat. Und nein ich werde es dir nicht sagen, weil es nicht richtig ist, normalerweise dürften wir dieses Gespräch gar nicht führen. Ich breche hier grad einige Regeln, mein Kind." Er lächelte mich an; " du siehst übrigendeshübsch aus, schwanger sein steht dir." Ich starrte ihn verwirrt an, woher wußte er das jetzt wieder. Man selbst im Tot schaffte er es mich immer noch zu verwirren.

"Du kannst jetzt übrigens raus kommen Maria," fügte mein Vater hinzu. Ich drehte mich um und da stand sie, im Nachthemd und barfuß. Sie schluckte; "ich habe nur den Schluß mitgehört. Das Private nicht. Ist es wirklich wahr, sie wissen wer sie umgebracht hat und wollen es uns trotzdem nicht sagen?" Mein Vater nickte; "so ist es leider. Ich kann es euch nicht sagen, denn wenn ich das tue bringt es ihn auf eure Spur. Und das wollen wir nicht. Nur soviel kann ich sagen, es war ein Mensch, der dies Tat." Ein Mensch wer könnte das gewesen sein? Der Geist meines Vaters verblasste und verschwand. Ich streckte die Hand aus und rief; "Vater. Nein. Bleib noch hier." Aber es war zu spät. Er war weg. Gemeinsam ging ich mit Maria zum Schlosszurück. Wiedereinmal Schweigend und den eigenen Gedanken nachhängend. Wieder im Zimmer viel ich aufs Bett und schlief sofort ein. Das Maria die Decken einholte, mich auszog und zudeckte bekam ich nicht mehr mit.

Ich schlief fast den halben Tag lang. Gegen Mittag weckte mich Maria und wir gingen zur Besprechung in den großen Saal. Meine Mutter umarmte mich herzlich. Die Besprechung war vorbei. Ich hatte sie verschlafen, na toll so was blödes aber auch. Meine Mutter brachte mich auf den neusten Stand. Man hatte Späher auf die Spur der Titanen angesetzt. Sie sollten vom Olymp aus starten. "Was macht ihr jetzt;" fragte meine Mutter mich und Maria. Ich sah sie an und Maria nahm meine Hand. Sie wusste was wir tun würden. "Ich werde mein Erbe antreten und dazu muss ich auf den Olymp gehen, um das Zepter meines Vaters zu holen." Meine Mutter unterbrach mich;" aber ist das Zepter und der Olymp nicht zerstört worden?" Ich nickte;" ja das ist wahr, aber ich als seine Tochter kann und werde es wieder aufbauen und dann versammel ich sie.."

"Wen willst du versammeln, meine Tochter?" Ich sah sie mit Feuer in den Augen an; " Ich versammel die Söhne und Töchter der gefallenen Götter. Wir ziehen in den Krieg." Mit diesen Worten verabschiedeten wir uns und Maria und ich gingen durch das Stadttor nach draußen. Maria sah sich um;" ich sehe keine Pegasus, wie kommen wir zum Olymp?" Ich nahm ihre Hand und sagte;" halte dich gut fest. Ich werde uns Teleportieren." Marias Augen weiteten sich;" Tele.. was?" Aber zu spät, mit einem lautem Knall, welcher einem altem Auto mit Fehlzündung zu gute gekommen wäre, waren wir verschwunden und einige Sekunden später, standen wir vor dem Trümmerhaufen des Palastes der Götter des Olymp. Man hier sah es schlimm aus. Fast alles war zerstört worden. Ich winkte Maria, und gemeinsam gingen wir in Schloss meines Vaters. Ich steuerte direkt den Thron an. Aber er sah vollkommen normal aus. Maria trat neber mich;" Tja dann müssen wir wohl suchen, wie? Am besten wir teilen uns auf, du gehst nach rechts und ich sehe mich links um. Sagen wir in zwei Stunden wieder hier?" Ich sah sie an, woher hatte sie auf einmal diesen Intujasmus her. Ich zuckte mit den Schultern;" wie du meinst Schatz, aber sei vorsichtig. Manche Teile des Gebäudes sind nicht mehr so stabil wie früher. Und wenn du bei einem Ort nicht weiter kommst, dann rufst du mich oder lässt es sein. Verstanden?" Sie winkte ab, lächelte aber. Sie gab mir noch einen kuss, dann war sie verschwunden. Ich schüttelte den Kopf und machte mich auf den Weg durch die Ruine des Palastes.

Meines zukünftigen Palastes, wohlgemerkt. Ich entdeckte einige Kostbarkeiten, aber kein Zepter. Enttäuscht ging ich nach nunmehr 4 Stunden in den Thronsaal zurück. Maria war schon da, aber an ihrem Gesicht sah ich, das sie es ebenfalls nicht gefunden hatte. Dafür waren ihre Taschen deutlich Schwerer geworden. Ich zeigte darauf;" du hast doch nicht etwa Schmuck genommen, oder?" Sie schüttelte den Kopf;" nein ich habe nur einige Heilerschriftrollen gefunden, das geht doch in Ordnung?" Ich nickte;" ja na klar. Aber lass uns doch mal hier im Thronsaal suchen, okay?" Also suchten wir drei Stunden lang den gesamten Saal ab, aber wieder ohne Erfolg. Wo ist nur dieses verdammte Zepter. Gegen Abend hatten wir es als noch nicht gefunden. Maria und ich gähnten fast gleichzeitig, was uns zum lachen brachte. "Oh mann wir zwei sind wirklich ein Herz und eine Seele, wie man so schön sagt. Wollen wir hier oben schlafen? Ist es hier sicher genug?" meinte Maria zu mir. Ich nickte;" ja hier ist es sicher, na komm ab ins Bett, auf ein Bad müssen wir wohl verzichten." Während wir zum Bett gingen rätselten wir noch weiter wo das Zepter sein könnte, aber ohne großen Erfolg, na dann also Gute Nacht.

Am nächsten Morgen traten wir wieder in den Thronsaal. Wir waren darüber einig geworden das mein Vater das Zepter seiner königlichen Macht, niemals auf der Erde oder beim Volk meiner Mutter versteckt hätte. Gestohlen kam auch nicht infrage, das würde ich merken. Ich spürte das, es hier sein musste. Das Zepter befand sich definitiv auf dem Olymp. Wir durchsuchten auch die anderen Häuser und Bauten des Olymp, aber wiedereinmal ohne Erfolg. Verflucht wo war dieses Ding nur versteckt. Wir brauchten ganze zwei weitere Tage um wirklich jeden Winkel abzusuchen. Eine ganze Woche waren wir nun schon hier. Am Abend saßen wir am Feuer und auf einmal setzte Maria sich auf. Sie sah mich an und meinte;" was wenn es in einem Rätsel versteck ist, das Zepter meine ich."

"Was ist den bitte ein Rätsel versteck, also das stellt mich jetzt vor ein Rätsel," meinte ich grinsend zu ihr.

Sie überlegt;" naja ein Rätsel versteck, ist ein Versteck an das man nur mit einem Rätsel kommt."

"Aha. Und wo ist dieses Rätsel um zum Versteck zu kommen?"

"Ich würde vielleicht auf den Thronsaal tippen, aber das wäre zu offensichtlich. Mal überlegen. Hm.. Ich fürchte wir werden alles nochmal absuchen müssen. Also worauf warten wir." Sie sprang auf um loszustürmen, aber ich hielt sie fest. "Warte es ist schon spät. Wir sollten lieber schlafen. Und außerdem.."

Sie sah mich erst verdutzt an, doch dann breitete sich ein lächeln auf ihrem Gesicht aus. "Ja und außerdem.." äffte sie mich nach.

Ich lächelte sie an;" ja und außerdem habe ich noch etwas ganz besonderes mit dir vor, heute Nacht mein Schatz." Und damit gingen wir zu Bett.

Als wir am nächstem Morgen wieder einmal alles bis zum Abend abgesucht hatten, trafen wir uns als letztes im Thronsaal und stellten klar, das das Rätsel hier sein musste. Wir setzten uns auf den Boden und überlegten. Ich lehnte mich zurück und meinte;" wollen wir es nicht erst morgen früh versuchen? Ich habe keine Lust mehr und außerdem haben wir es ja auf den Thronsaal eingeschränkt." Maria nickte;" gute Idee, also lass uns was Essen und dann ab unter die Dusche und ab ins Bett."

"Ähm Schatz, hie oben haben wir keine Dusche und die Vorräte gehen zuneige. Also müssen wir erstmal zurück. Vielleicht kann uns ja meine Familie mit dem Rätsel helfen." Und so kehrten wir zurück zu meiner Mutter und meinen Brüdern. Wir erzählten ihnen was wir wussten, aber auch sie kamen keinen Schritt weiter, selbst nach dem wir sie mitnahmen und gemeinsam suchten und rätselten. Man das war wirklich anstrengend.

Inzwischen hatten wir etwas über die Titanen herausgefunden. Sie hatten sich aufgeteilt. Jetzt waren sie immer zu zweit unterwegs, Jeder in eine andere Richtung des Kompasses. Insgesamt waren es 24 Titanen gewesen. Etwa die hälfte hatten die Götter im Kampf niedergestreckt. Einige waren gestürzt, andere durch Verrat umgebracht. Wir hatten es also nur noch mit ganzen 8 Titanen zu tun. Aber sie waren stärker als zuvor. Denn jedes mal wenn ein Titan stirbt überträgt sich dessen Kraft auf die verbliebenen Titanen, ähnlich wie bei den Göttern. Was also hieß wir hatten 8 mächtige Titanen zu bekämpfen, na toll als hätten wir nicht schon genug Probleme. Die Krieger meiner Mutter wollten vier angreifen und ich sollte mit den verbleibenden Göttern die anderen zwei übernehmen. Der Tag der einzelnen Schlachten war auf Anfang Winter gesetzt worden. Also hatten wir noch ganze 3 Monate Zeit.

Jetzt galt es das Zepter zu finden.

Wir saßen im Esszimmer der Königin und labten uns an Speiß und Trank. Aber irgendwie rätselten wir alle weiter wo das Zepter war.

Mein Bruder fragte gerade ob wir alles abgesucht hätten und ich sagte ja das haben wir, ihr ward ja mit und Abends waren wir so müde, dass wir ins Bett sind. Da erhob sich die Königin und sah mich an;" sag das bitte nochmal." Verwirrt sah ich sie an und sagte; naja wir haben alles abgesucht und Abends waren wir so müde und sind dann ins Bett und haben geschlafen."

Maria zwinkerte mir zu; nicht nur geschlafen, mein Schatz." Ich verdrehte die Augen und meine Brüder mussten lachen und meine Mutter bekam einen leichten Hustenanfall. Die Königin winkte ab, aber ich sah das Lächeln auf ihrem Gesicht. "Habt ihr jemals bei Nacht nach dem Zepter gesucht?" fragte sie mich. Maria und ich schüttelten die Köpfe; nein haben wir nicht. Die Königin klatschte in die Hände und sagte;" das ist es ihr müsst es bei Nacht suchen und ich Wette es ist im Thronsaal deines Vaters versteckt. Also auf eine erholsame Nacht." Mit diesen Worten verabschiedete sich die Königin und ging zu Bett, wie wir alle. Am nächsten Morgen teleportierte ich mich und Maria, sowie meine Mutter zum Olymp. Der Anblick rührte meine Mutter zu tränen. "Was machen wir jetzt bis zum Abend?" fragten ich und Maria wie aus einem Munde. Und wir alle mussten lachen, man das tat so gut. Meine Mutter raffte die Ärmel und sagte;" na Aufräumen, was denn sonnst, los packt mit an." ich verdrehte die Augen und Maria musste kichern. Ja ganz die Mama egal wo man gerade ist, erstmal aufräumen, wie früher als ich noch klein war. "Was macht ihr da los jetzt, schlaft nicht ein," rief meine Mutter.

"Ja wir kommen." Und somit räumten wir den Thronsaal des Olymps auf, um am Abend hoffentlich das Zepter zu finden. Am Abend schleiften wir eine große Matratze in den Thronsaal und legten uns darauf. Und meine Mama erzählte uns Geschichte, die alle mit Früher Einmal... begannen. Aber wir hatten viel zu lachen. Und als der Mond auf ging und den Saal in sein Licht tauchte, sahen wir es. Wie sich aus dem Nichts auf den Boden die Schatten zu einem Muster verzogen und das Zepter bildeten. Es war nur ein Schatten umriss, aber ich erkannte das Zepter meines Vaters Zeus wieder. Langsam stand ich auf und ging auf den Schatten zu. Ich griff danach und hob es hoch und plötzlich wurde ich von grellem Licht geblendet. Als es erloch hatte ich das Zepter in der Hand. Es war weder aus Gold noch aus Diamanten oder Edelsteinen. Es war aus schlichtem Holz mit schönen Verzierungen, genauso wie bei meinem Vater. Ich stellte es an seinen Platz neber den Thron und ging wieder zu Bett. Warum? Erstens war ich müde und zweitens wäre es sehr ungefähr, wenn ich die Söhne und Töchter der Götter mitten in der Nacht rufen würde.

Also erstmal schlafen bis zum Morgen und danach? Wer weiß das schon.

Als wir am Morgen fertig waren, zog ich mir eine schöne, elegante Robe an, die einer neuen Königin der Götter würdig war. Maria und meine Mutter hatten sich ebenfalls herausgeputzt. Maria trug ebenfalls eine Robe und meine Mutter ein langes Kleid. "Also los gehts, rufen wir sie mal her." Ich setzte mich auf den Thron, Maria zu meiner linken und meine Mutter stellte sich rechts neber mich auf. Sie nahm die Position des Leibwächters ein. Für Maria als meine Frau hatten wir einen zweiten Thron herangeschafft. Ich holte tief Luft sah meine Mutter an und danach Maria, beide nickten mir zu.

Ich rief in die Stille;" im Namen des allmächtigen Zeus, Göttervater des Himmels, ich als seine Tochter, seine Erbin des Throns, rufe hiermit alle verbliebenen Götter und deren Kinder herbei. Sich mit mir zu treffen und zu verbünden im Kampf gegen einen mächtigen Feind. Im Kampf gegen die Titanen. Ich bitte euch kommt zu mir in den Thronsaal, in die Hallen meines Vaters. Kommt auf den Olymp." Damit knallte ich das Zepter auf den Boden und sandte meine Macht in die Worte. Ich rief den Wind, damit er meine Worte zu jedem tragen möge, der sich da draußen befand.

Jetzt hieß es warten. Die Balken und Dielen knarrten nach einer Weile und ich wusste, das der erste meinen ruf gehört hatte. Und als sich die Türen öffneten, trat tatsächlich jemand ein. Es war eine Frau. Ich erkannte sie. Sie hatte bläuliche Haut, welche mit Schuppen übersät war. In ihre Hand hielt sie einen Dreizack auf dem ein Fischsymbol war.

Die Tochter von Poseidon war soeben eingetroffen. Meine Mutter und Maria verneigten sich. Und ich winkte sie zu mir;" Tochter des Poseidon komm her und sei in diesen schweren Zeiten willkommen."

Sie kam nach vorne und machte einen Knicks;" meine neue Königin. Ich habe euren Ruf gehört. Ich weiß um die Tragödie, wir alle tun das."

So nach und nach kamen alle anderen auch an. Es waren nicht mehr viele, aber es musste reichen. Nach dem ich ihnen die Lage erklärt hatte, waren alle bereit zu helfen. Wir schmiedetenPläne und stellten unsere Truppen auf. Bald war es soweit. Bald würde es Krieg geben. Anschließend kehrten wir zurück. Wir verabschiedeten uns von meiner Mutter und gingen in unser Zimmer um zu Packen. Wir wollten einen Monat vor Kriegsbeginn uns am Treffpunkt sammeln, um den Platz besser kennen zulernen und um Fallen aufsustellen, die Truppen einteilen usw. Ich war gerade dabei einen schweren Proviantsack zu heben, als ich ein Stechen in der Seite bemerkte und ihn mit einen Schnaufen wieder abstellte. Maria kam herbei und meinte das er wohl zu schwer sei, aber ich winkte ab und lächelte;" nein das ist es nicht. Unser baby hat sich nur eben mal gemeldet." Liebevoll streichelte ich meinen Bauch, welcher schon etwas gerundet war. "Vielleicht solltest du lieber hierbleiben;" meinte Maria zu mir. Ich winkte ab;" nein es geht schon, sie gibt mir Kraft."

"Sie?"

"Ja sie. Wir kriegen ein Mädchen."

Maria warf die Arme hoch;" Juhu ein Mädchen. Warum hast du das nicht schon eher gesagt."

"Ähm habe ich das nicht irgendwann mal erwähnt."

"Nein, hat du nicht, mein Schatz."

Ich zuckte mit den Schultern;" na dann, wird mir eben entfallen sein. Hm gehen wir..." Aber bevor ich noch weiter reden konnte warf mich Maria aufs Bett und sagte grinsend;" so es ist dir also entfallen, wie? Na warte du." Und damit kitzelte sie mich durch. Ich musste herzhaft lachen, bis ich wieder leichte Schmerzen verspürte. Aber das tat so gut, wenn es doch nur so bleiben könnte. Ohne diesen verdammten Krieg gegen die Titanen. Maria hatte offenbar meine Gedanken gelesen, denn sie beugte sich zu mir vor und sagte;" alles wird wieder gut mein Schatz, ich glaube daran. Wir werden diesen Krieg überleben, hörst du. Wir werden überleben. Denn egal was auch passiert, wir zwei schaffen das zusammen. Und außerdem will ich unser Kind gemeinsam mit dir großziehen. Ich liebe dich, das ist ein starkes Band." Ich küsste sie und sagte;" du hast recht. Wir schaffen das. Und ich liebe dich auch, komm lass uns schlafen morgen geht es los."

Damit gingen wir zu Bett und schliefen friedlich ein.

Ende gelende.

Ne quatsch.

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit der Gruppe, der Götter welche uns begleiten sollte. Wir zogen nach Norden. Es war eine anstrengende Reise, welche eine Woche dauerte. Als wir ankamen, war das Land bereits wie ausgestorben. Alles war leer und kahl, hohe Felsen und Berge soweit das Auge reichte. Auch einige Engpässe gab es und einige Schluchten, ideal für Fallen. Also los an die Arbeit, Fallen stellen. Nachdem alle Fallen gelegt waren, schickte ich Maria nach Hause, sie war noch nicht stark genug für die Schlacht. Die Schlacht dauerte Tage. Wir schafften es fast alle Titanen zu besiegen, die letzten drei zogen sich zurück. Nach zwei weiteren Tagen gingen wir zurück, in der Hoffnung das Maria sicher zuhause auf mich warten würde, zogen wir ab. Aber als ich zuhause ankam, erhielt ich eine schreckliche Nachricht. Ihr Trupp wurde von den Titanen überfallen und sie wurden alle getötet.

Mein Zorn war unaufhaltsam.

 

Ende?

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.08.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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