Gherkin

Du willst auf den Parnass, Rookie?🧐

There is no other way and there never was...


ICH GLAUBE AN DIE HEILIGE MACHT DER UNORDNUNG, DENN ORDNUNG IST DIE LUST DER VERNUNFT - UNORDNUNG JEDOCH, DAS PURE CHAOS, IST DIE WOLLUST DER FANTASIE! Mein primäres Ziel ist das Verstören und Verunsichern!      
(Gherkin)


Prüfen Sie, ob er in der tiefsten Stelle Ihres Herzens seine Wurzeln ausstreckt, gestehen Sie sich ein, ob Sie sterben müssten, wenn es Ihnen versagt würde zu schreiben. Dieses vor allem; fragen Sie sich in der stillsten Stunde Ihrer Nacht: TEUFEL EINS, MUSS ICH DENN WIRKLICH SCHREIBEN??? (Rainer Maria Rilke)
 
Das Paradies des Narren ist dem Weisen die Hölle (Thomas Fuller)



Hallo und Schalom! Neu hier? Und neugierig geworden? Erlaube mir bitte das Du, es vereinfacht die Konversation.

Du hast dem Vernehmen nach diesen inneren Drang verspürt, dich schriftlich dieser Welt mitzuteilen? Du möchtest schreiben? Du willst dazu gehören? Du willst es also und bist davon überzeugt, es auch zu können? Du hast nicht gerade den Anspruch, der neue Kafka zu werden oder Hermann Hesse noch zu übertrumpfen? Narzissten: Nächste Tür bitte! Sei und bleibe bescheiden, gerade beim Start deiner Schreiber- Karriere. Demut kann nie schaden.  

Einige der Geschichten oder Gedichte haben dich fasziniert? Hier auf e-stories.de findet sich wirklich ALLES! Ob du nun Reisegeschichten suchst oder heitere Lyrik, Satire oder ernste Prosa, ob du das Drama bevorzugst oder einen Zweizeiler, diese Plattform bietet dir den Eintritt in die Welt des Schriftstellers. Hier findet sich ALLES!

Lies vorab das Credo eines Schriftstellers (von Charles Bukowski). Es ist für immer gültig, wird nie außer Mode kommen, ist für alle und für jeden Typ Schriftsteller exakt die richtige Basis, um darauf aufzubauen! Aber begreife diese weisen Worte auch.




CREDO EINES SCHRIFTSTELLERS    
 
Falls Du Ambitionen haben solltest, Dich als Autor zu versuchen, wenn Du glaubst, TALENT zu besitzen, und zudem der Meinung bist, eine echte Chance verdient zu haben, dann lies bitte zuerst dieses Manifest:
 
MANIFESTO
Wenn du´s versuchen willst, geh bis zum Ende oder fang gar nicht erst an. Kann sein, du verlierst die Freundin, die Frau, Verwandte, Jobs - und vielleicht den Verstand.... Kann sein, du isst nichts tagelang, kann sein, du frierst auf einer Parkbank. Kann auch sein: Gefängnis, kann sein: Verachtung. Kann sein: Spott und Isolation. ISOLATION IST DEINE BELOHNUNG! Alles andere ist eine Belastungsprobe für deinen Willen, das durchzustehen. Und du wirst es auch durchstehen, trotz der Ablehnung und trotz aller Widrigkeiten. Und es wird besser sein als alles, was du dir vorstellen kannst. Wenn du´s also versuchen willst, geh bis zum Ende! NICHTS ANDERES KOMMT DEM GLEICH!

Du wirst allein sein mit den Göttern! Und die Nächte werden in Flammen stehen! Du wirst das Leben bis zum schieren Lachen treiben! ES IST DER EINZIGE KAMPF, DEN ES SICH LOHNT ZU KÄMPFEN! (nach Charles Bukowski)

[aus dem Film „Factotum“, USA/Norwegen/Frankreich 2005, mit Matt Dillon]

Hier sehen wir ein Zitat aus dem Gedicht „So you want to be a writer?“, erschienen 2003, aus dem Nachlass, in dem Band mit dem schönen Titel „Sifting through the madness for the word, the line, the way“, in dem Bukowski sein schriftstellerisches Credo verkündet:

„if you have to sit for hours
staring at your computer screen
or hunched over your
typewriter
searching for words,
don’t do it.
if you’re doing it for money or
fame,
don’t do it.“


Schau dir den Film „Factotum“ aus dem Jahr 2005 an, von Bent Hamer, mit Matt Dillon, Marisa Tomei und Lili Taylor.

Lies viel. Bleibe stets neugierig. Sei unbedingt überzeugt: Von deinem Weg, deinem Talent und deinem Willen. Du willst, du musst schreiben? Dann gibt es ab sofort gar keinen anderen Weg mehr für dich! Du wirst sofort damit beginnen. Zu Beginn kleine szenische Etüden, wenn du ein berühmter Dramatiker werden möchtest, Übungen aller Art. Setz dich zum Beispiel in einen belebten Park, an einem Wochenende, und schau den Menschen einfach nur zu. Diesen wundervollen, merkwürdigen, bizarren, liebenswerten und oftmals so komplizierten Wesenheiten.

Wenn du über Menschen zu schreiben gedenkst, dann studiere sie gründlich. Mimik, Gestik, Body Language, die Blicke, Attitüde, Wesen, Naturell, Charakter, all die oft kleinen und doch so besonderen Merkmale eines Menschen: Verblüffung, Staunen, Verärgerung, Heiterkeit, Verwunderung und das völlige Nichtbegreifen der Situation.

Sieh, wie der Mensch mit dem Hund herum tobt, schau, wie das kleine Mädchen der Mutter einen winzigen Strauß Blumen pflückt, erkenne, bemerke, sichte und erfahre!

Du musst offen sein für ALLES. Jedweder Eindruck kann dich prägen. Versuche nun herauszufinden, welches Thema dich wirklich berührt, was etwas in dir auslöst, wieso du bei diesem Thema besonders starke Emotionen verspürst. Und dann mache dies zu genau DEINEM Thema.

Üben! Unentwegt üben! Gib dir selbst kleine Aufgaben: Beschreibe, wie die sorgende Vogelmutter verzweifelt-liebevoll bemüht ist, ihr Sorgenspross-Junges zum Verlassen des Nestes zu bewegen. Erkenne, warum sie gerade ihn, den noch immer nicht ganz flügge gewordenen Spross ganz besonders liebt. Mehr als alle anderen in ihrem Nest (beschreibe es in nur 30 Zeilen!).

Dort sitzt ein alter Mann neben einer blutjungen Frau auf der Parkbank. Sie tippt gerade in rasender Hast eine Nachricht in ihr Smartphone ein, er sieht ihr beeindruckt zu. Die Begegnung dieser beiden so unterschiedlichen Personen verläuft wortlos, und doch entsteht eine Art Kommunikation. Als die Frau laut auflacht, weil sie gerade eine sehr lustige MMS erhielt, lugt ihr der alte Herr über die Schulter, schmunzelt. Man blickt sich kurz an, lächelt Generationen übergreifend - für den Bruchteil einer Sekunde versteht man sich blendend. Beschreibe das genau! In nur 20 Zeilen!

Was den Schriftsteller ausmacht? Weltoffenheit, Neugier, steter Hunger nach Stoff (gewissermaßen ist der Autor ein „Schreibe-Stoff-Junkie“, permanent auf der Suche nach einem großartigen Plot für seine nächste Geschichte, fürs kommende Drama, für sein neues Gedicht), Freude am Schreiben, der innere Drang zum Schreiben, der tiefe innere Frieden, wenn dich selbst eine deiner Arbeiten wirklich voll (oder nahezu) überzeugt. Bedenke: Tiefen inneren Frieden findest du nur in der absoluten Stille. Es braucht Abgeschiedenheit und Ruhe, um gute Werke zu erkämpfen, zu erarbeiten. Ja doch, es IST harte Arbeit!

Trau dich! Auch Hohn oder Spott dürfen dich nicht zweifeln lassen. Wenn dir das 1. Gedicht misslingt, schreib sofort ein neues. Ermutigt dich das Echo zu einer Story hier bei e-stories.de? Freue dich darüber. Sieh, wie deine Leserschaft mit fast jeder neuen Story, so sie denn gelungen ist, anwächst. Erkenne dein Potenzial, schöpfe dies voll aus! Wenn es sich zeigt, dass du weniger gut darin bist, einen Menschen zu beschreiben (Aussehen, Attitüde, Haltung und Gestik/Mimik), dann versuche, diesen Umstand zu berücksichtigen. Bist du gut darin, gute Dialoge zu formulieren, dann ist gerade DAS wohl voll dein Ding. Bau diese Stärke aus, wachse an den Schwächen, vermeide wiederholte Fehler.

Wenn du viel liest, bekommst du ein Feingefühl für Sprache, Rhythmus, Struktur und Satzaufbau. Einfließen muss hier natürlich deine Herkunft (die Basis): Hast du nichts als Armut und Elend gesehen, wirst du wohl kaum Kriminalromane im Stile einer A. Christie schreiben können. Erkenne nun den Überbau: Was prägt dich neben deiner Herkunft? Staat, Religion, Wissen, Umfeld, Kunst und Denkweise. Daraus ergibt sich dann die ganz spezielle Dialektik deines (Schriftsteller-)Lebens.

Wie machen es die anderen? Wie gehen sie ein Thema an? Wie vollenden sie ein Gedicht, eine Kurzgeschichte, eine Glosse oder eine Satire? Achte auf Punchline, Struktur und Rhythmus, gerade und vor allem bei einem gelungenen Gedicht. Frag nach. Jede(r) Autorin/Autor gibt im Profil seine Email preis. Trau dich auch, deinen Kommentar zu einem Werk abzugeben. Schreibe täglich, mehrere Stunden. Jeder Schreibwettbewerb sei dein Schreibwettbewerb. Miss dich, sei unbequem, verlange nach Siegen/Erfolgen/Erwähnungen, lobenden.

Es heißt ja, jedwedes geschriebene und gedachte, gesprochene und vielleicht noch zu sprechende Wort sei in einem gewaltigen Universum abrufbereit verzeichnet. Es müsse eben nur noch angefordert werden. Bediene dich dieser riesigen Cloud. Lass fließen. Und sei dessen eingedenk: Dämmern gehört mit zum Handwerk. Frage dich ernsthaft dies: Wenn kein Mensch in einem Wald anwesend ist, knarzen und ächzen dann die Bäume dennoch? Rauscht es trotzdem? Frage dich: Gibt es Parallel-Universen? Was ist mit dunkler Materie? Was sind Higgs-Teilchen? Das Geheimnis rund um die Schwarzen Löcher muss dich brennend interessieren, denn du bist ein Suchender, ein (noch) Unerleuchteter, der zum Lichts, ins Licht strebt.

Da originelle Ideen ganz besonders gut ankommen, frage dich demnach: Wie kann ein Glühwürmchen leuchten? Wie entsteht ein Regenbogen? Was hat es mit dieser Aurora borealis auf sich? Wenn das mit der heftig zunehmenden Erderwärmung so stimmt, wie es proklamiert wird, warum zittern dann die Chihuahua immer noch???

Übrigens wollte meine kranke Auto-Korrektur ein „Saugrohr“ aus der ‘Erderwärmung’ machen. Wieso? Das bleibt mir schleierhaft. Aber ich kann echt herzhaft über solche Kleinigkeiten lachen. Und es fließt sofort in eine Kurzgeschichte ein, die heute einmal weniger Geschichte als vielmehr Einführung in die Schriftstellerei ganz allgemein ist. Aber, es ist ein deutliches Zeichen für diese unsere Jetzt-Zeit: Dass meiner dummen Auto-Korrektur-Maschine das Wort „Erderwärmung“ unbekannt ist, sagt sehr viel aus.

Wenn du das Geld hast (und die Zeit dazu), mach mit bei Workshops, beim kreativen Schreiben, beim intuitiven Schreiben, bei allem, was mit Literatur zu tun hat. Richtig gut sind auch die Möglichkeiten, die poetry slams oder das öffentliche Vorlesen der Werke vor meist sehr gönnerhaftem Publikum bieten.

Mach dir Gedanken über Dinge und Kleinigkeiten, die sich kein Mensch auf diesem Planeten sonst macht. Nur ein Beispiel:

>So du dich nun also an einem Gebirgsbach, zu früher Stunde, wäschst, und dir dabei deine Seife entgleitet, sie langsam und ganz zart schäumend ins Bachbett hinab schaukelt, und du leicht betrübten Blickes danach suchst, und du sie auch nicht mehr wiederfindest, so angestrengt du nun ins Wasser starrst, obschon dies hier ein kristallklarer, nicht gerade tiefer Gebirgsbach ist, was denkst du, werden all die Bewohner dieses kalten Fließgewässers, so herrlich frisch und klar, über diese deine vergeudete Seife denken, was werden sie jetzt damit anfangen? Wird es da, unter Wasser, ein Zetern und Streiten geben, ein Zerren und Ringen um die Seife? Wird, wer sie beherrscht und besitzt, der neue König, die neue Königin sein? Wird diese Seife das komplette System ins Chaos stürzen? An diesem Gebirgsbach?<

Während nun „Kaiser Bachforelle“, der Besitzer dieses edlen Stücks Kernseife, am heutigen Tag noch gekrönt wird, haben wir verstanden:

Ja, solch eine Begebenheit ist durchaus dazu geeignet, einen Leser schmunzeln zu machen, einen ansprechenden Kreis von vielleicht 19 - 24 Leser zu „erreichen“. Die Geschichte an sich gibt nicht viel her. Aber die Leser erkennen an, dass hier wirklich ein feines Gespür für die merkwürdigen Begebnisse auf diesem Planeten vorhanden ist. Es wird anerkannt und gelobt. „Dasistdochmalwasanderes,oder?“

Hat dir dieser kleine Exkurs geholfen? Kommst du damit voran? Glück sei dir auf dem Weg beschieden. Denn das gehört immer dazu. Wenn du eines Tages dein eigenes Buch gerade hier, auf Jörg Schwabs Plattform www.e-stories.de vorstellst, dann denke an deine Anfänge, an den Tag, da du all dies in dich aufgenommen hast (und ohne jeden Zweifel tief verinnerlichtest!). Vielen Dank fürs aufmerksame Lesen!


GLÜCKAUF!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.08.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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