Heinz-Walter Hoetter

Thema Verkehr

 

An welchen Ort wir uns bewegen, das hängt letztlich davon ab, wie beschwerlich es ist, dorthin zu gelangen. Ob wir Freunde, Bekannte oder eigene Familienmitglieder z. B. am anderen Ende der Stadt besuchen wollen oder vielleicht sogar ins Ausland reisen, ist für viele Menschen (besonders für ältere) eine Frage der Mobilität. Für mich persönlich ist es schon sehr verwunderlich, dass im sog. "digitalen Zeitalter", wo so gut wie jeder erreichbar ist, das Fahren innerhalb einer Stadt (besonders in Großstädten) nicht selten mehr als eine Stunde in Anspruch nimmt.

Nichts gegen das Fahrrad und auch nichts gegen jene Bestrebungen, das Fahren mit dem Rad attraktiv für die Bewohner einer Stadt zu machen. Leider können aber nicht alle Menschen, beispielsweise Behinderte und alte Menschen oder andere Personenkreise, mit dem Velo unterwegs sein.

Zur Zeit spielen sich dramatische Umwälzungen im öffentlichen Verkehrswesen ab. In unseren Großstädten, aber auch kleineren Gemeinden, stöhnen die Menschen über den zunehmenden Autoverkehr, der die Straßen verstopft und die Umwelt verpestet. Experten fordern daher schon seit sehr langer Zeit eine grundlegende Verkehrswende. Nur gelingt diese nicht im gewünschten Ausmaße und wird auch nicht konsequent genug durchgesetzt.

Was wir brauchen, sind realistätsnahe Konzepte einer echten Mobilitätswende, die z. B. auch eine Trennung der Verkehrsarten beinhaltet. Einigkeit besteht allerdings überall darüber, dass die angestrebte Mobilitäswende nachhaltig sein soll und weitgehend ohne fossile Brennstoffe auskommen sollte (oder muss).

Wenn ich mir persönlich die Entwicklung so betrachte, scheint das Fahrrad immer mehr an Bedeutung zu gewinnen. Die hierdurch entbrannten Konfrontationen über die richtige Aufteilung und Benutzung des Stadtraumes wird vor allem erbittert zwischen den Interessengruppen Auto und Rad geführt.

Aber die Fixierung ausschließlich auf diese beiden Verkehrsarten ist sicherlich nicht richtig. Eine moderne Stadt sollte für alle Verkehrsteilnehmer eine ansprechenden Lösung bieten. Ob das Fahrrad das urbane Verkehrsmittel der Zukunft ist, möchte ich bezweifeln. Wer z. B. Berufspendler ist und täglich eine weite Strecke hin und zurück fahren muss, wird dies wohl schwerlich mit den Fahrrad können. Wenn das Wetter schlecht sein sollte, steigen auch Radfahrer gerne auf andere Verkehrmittel um. Es liegt an den Städteplanern, den Ansprüchen einer modernen, verkehrsgerechten Stadt gerecht zu werden. Für eine wirkliche Lösung der wachsenden Verkehrsprobleme im Straßenverkehr braucht es in Deutschland offensichtlich viel Zeit. Mehr Kreativität wäre auch angebracht. Das ganze Herumexperimentieren ist für alle Teilnehmer nervig und verursacht nur Stress. Solange unsere Politiker keine echte Lösungen für den Straßenverkehr der Zukunft anbieten, solange bleibt alles nur Flickwerk.

Andere Länder sind da schon viel weiter. Holland hat bereits in den 80iger Jahren damit begonnen, eine Konzeption zu verwirklichen, dass Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind, was auch die übersichtliche Regelung betrifft.

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

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