Ivan Sokac

DIE STIMME (deutsche Übersetzung)

Die Welt der Erwachsenen überschüttete lange und kopflos mit Lügen die Reinheit der geborenen Vernuft, glaubte fest an den Wirbel der Unsínnigkeit und lebte in ihm. Sie kennen es nicht anders. Sie haben Angst ...

Deswegen hegen sie die Lüge, mit dem Finger vor dem Mund rufen sie die Ahnung herbei.

Eine zarte Stimme schreckt die Stille aus dem Versteckten auf. Sie war auf der Lauer und wartete geduldig auf den richtigen Moment. Dann bewegt sie sich ganz langsam und leise, die Neugierigen beruhigen sich und es entsteht eine Stille.

„Draußen hört man das Leben!“ – sagte das Kind – „Draußen leben Menschen.“

Der Vater erhob sich vom Stuhl, während die anderen verwundert das Kind betrachteten, trat ans Fenster und sagte:

„Draußen sind keine Menschen. Es regnet und wird dunkel. Mit dem Herbst kommt auch die Nacht früher an.“

„Durch die Tür, unter der Türschwelle, spüre ich den Blütenstaub aufgeblühter Linden. Es ist Morgen und nicht Dunkelheit. Der Tag bricht erst an. Es ist nicht Herbst, sondern später Frühling.“ – sagte der Junge.

„Es gibt keinen Morgen, mein Sohn“ – sagte der Vater besorgt, sah seinen Sohn kurz an und ging wieder auf den Hof.

„Doch, es gibt ihn, er ist dort, hinter dem Tor. Du siehst ihn nur nicht. Er sagt, er habe Angst vor Erwachsenen. Ich gehe zu ihm und lade ihn ein, einzutreten.“

Das Kind lief hinaus und kam nach einigen Momenten zurück, den Morgen an der Hand haltend. Die Linden blühten noch betörender und in das Haus zog die Freude eines kaum erwachten Tages.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.09.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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