Elisabeth Drescher-Ferstl

Gedankenspiel

„Kater müsste man sein! Ich lass mir auch so ein Fell wachsen, damit ich so lange gestreichelt werde.“

Hey, was höre ich da? - Er wird doch nicht auf den Kater eifersüchtig sein? - Der jedoch, scheint sich zu freuen. Er schnurrt demonstrativ lauter, krallt sich auf meinem Schoß fest.

Kater müsste man sein. - Nun, ich glaube eher der Kater denkt: Mensch müsste man sein. - Immerhin können wir den Kühlschrank öffnen. Und wenn wir schmusen, oder in ein Gespräch vertieft sind, dann sitzt er oft ganz traurig in der Nähe.

Oh ja, er versteht es sehr gut, meine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, auch in solchen Augenblicken! Manchmal habe ich das Gefühl, er hypnotisiert mich, bis ich ihn zu uns rufe. Was er dann sofort als Aufforderung betrachtet sich dazwischen zu drängen.

Abends, wenn ich schlafen gehe, versteckt er sich hinter dem Bett. Nur zwei große Augen lugen hervor, und beobachten mich fasziniert beim Entkleiden. Da ist dann so etwas Seltsames in seinem Blick.......... - ja, dass ich mich fast schäme....... Sind das noch die Augen eines kastrierten Katers? - Oder, - ist das der Blick eines verwunschenen Prinzen, der auf den Erlösungskuss wartet? - Oder, - ist er gar ein Liebhaber aus einem früheren Leben, der leichtsinnig sagte: „Kater müsste man sein“, - als ich eine Katze streichelte?

 

 

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