Georges Ettlin

Der gefühlte Zeitsprung nach der Anästhesie

Nach fünf Stunden Totalanästhesie erwacht man durch den Chirurgenworte "Gut gemacht!" und man wundert sich,
was man denn gut gemacht hat? Die OP hat ja noch gar nicht begonnen!
Im gleichen Moment als die zarte, unschuldige,hübsche Anästhesieärztin uns in die Augen schaute und das moderne Narkosemittel
in die vorbereitete Kanüle spritzt, wacht man auf und erwartet die noch kommende OP, die aber schon vorbei ist....
Das bezeichne ich als "Zeitsprung"
Seltsame Dinge im Aufwachstadium der körperlichen und geistigen Selbstfindung im Hier und Jetzt sind noch zu erwähnen;
Man sieht eine Bahnhofsuhr, deren Zeiger rasend nach vorne und zurück laufen und bei sechs Uhr morgens stehen bleibt.
Man wird nach der Uhrzeit gefragt, wärend ein weiblicher Vorderarm  eine Armanduhr zeigt, deren Zifferblatt mit einem
Jadedeckel zugedeckt ist. Ärgerlich daruber sagt man einfach:"Sechs Uhr" und hofft , nun in Ruhe gelassen zu werden.
Allerdungs hört man dabei, wie bei einer Seelenwanderung, die lauten und leisen Gespräche in den Pausenräumen des Spitals,
deren Wortlaut ich hier nicht erwähnen will.
Durch solche Erlebnisse und Berichte kommt bei mir der Gedanke auf,
 dass im Todesmoment der Verstorbene tausend Jahre "vergisst" und sofort beim jüngsten Gericht vor Gottes
Angesicht erscheinen könnte... Daher kommt die Angst vor dem Tod, denn man ist normalerweise nicht darauf vorbereitet.

***

c/G.E.

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