Celine Malinowski

Der Mann im Mond

Es war einmal ein kleines Mädchen, mit sanftem, lockigem, blondem Haar.
Abends stand sie oft am Fenster und träumte vor sich hin, während sie den Mond betrachtete. Irgendwann stellte sie sich die Frage, woraus der Mond besteht.
,,Natürlich aus Käse.", sagte einer ihrer Freunde. ,,Jedes Kind weiß doch, dass der Mond aus feinstem Emmentaler besteht."
Ihr kleiner Bruder jedoch behauptete steif und fest, der Mond sei aus Popcorn.
Wiederum jemand anderes erklärte ihr, dass der Mond aus Honig besteht.
Die Kinder diskutierten hin und her, fingen an sich zu streiten und kamen doch auf kein Ergebnis.
,,Wieso fliegen wir nicht einfach zum Mond?", fragte das Mädchen schließlich.
,,Wie soll das möglich sein?", wunderte sich ihr kleiner Bruder.
,,Im Traum ist alles möglich, wir müssen es uns nur genug wünschen.", erklärte sie.
Abends gingen die Kinder also früh ins Bett und wünschten sich, so fest sie konnten, in dieser Nacht den Mond zu besuchen.
So flogen sie alle schwerelos durch den Weltraum und erreichten nach kurzer Zeit den Mond. Als sie landeten erschraken sie fürchterlich, denn ein kleiner, von schimmerndem Licht umgebener Mann, mit langem Bart begrüßte die Kinder freundlich.
,,Guten Abend liebe Kinder, mein Name ist Kondos Mondos, bekannt als der Mann im Mond.", sprach er und verbeugte sich vor ihnen.
,,Wenn sie der Mann im Mond sind, können sie uns bestimmt verraten, woraus der Mond besteht.", und die Kinder warteten neugierig und ungeduldig seine Antwort ab.
,,Aber natürlich! Der Mond besteht aus vielen bunten Träumen.", antwortete er entzückt. ,,Jede Nacht, wenn ihr euch schlafen legt und etwas träumt, wandert dieser Traum in den Himmel, bis er an diesem Ort ankommt und die vielen Träume sich in einander verschlingen und umherwirbeln, bis sie den Mond bilden, der in der Nacht am hellsten strahlt."
Diese Erklärung erschien den Kindern so logisch, dass sie sich wunderten, wieso sie nicht selbst auf die Idee gekommen sind.
Erschöpft und glücklich darüber, endlich eine Antwort gefunden zu haben, flogen sie wieder zurück und träumten jede Nacht von dem Mann im Mond und dem leuchtendem Ort, an dem er lebt.

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