Ramona Benouadah

Die Kriminalfälle der Ms. Kicki

Ramona Benouadah

Die Kriminalfälle der Ms. Kicki

Die dunklen Geheimnisse von „Rose Violet“

Geschichte


Prolog

Meine lieben hochgeschätzten Leser und Leserinnen, ja, ich weiß, über Katzen gibt es viele Geschichten – sagenhaft viele, aber meine Ms. Kicki ist die verrückteste und die schönste Katzenlady auf der Welt. Stellen sie sich einmal vor, die schöne Madam Ms. Kicki mag doch wahrhaftig Mäuse, die echten und lebendigen Mäuse. Und mit einem wilden Mäuserich ist sie sogar befreundet. Ist das nicht verrückt, auch für eine Katze? Ständig stürzt sie sich, Hals über Kopf, in wagemutigste und gefährlichste Abenteuer. Und es liegt doch auf der Hand, dass meine Ms. Kicki die klügste Perserkatze auf der ganzen und weiten Welt ist. Mit ihren tollkühnen Aktionen versetzt sie Polizisten und die Bewohner von „Rose Violet“ in Angst und Schrecken. Aber keine Menschenseele ahnt, dass die verrückte Katze dem, bisher, größten Kriminalfall aus der Provinz dicht auf den Fersen ist. Ms. Kickis Größenwahn und ihr sehr wildes Temperament bringen sie in höchste Lebensgefahr. Kann sie ihren schönen Hals unversehrt aus der Schlinge des dunklen Verderbens ziehen? Kann Ms. Kicki den Herrschaften von „Rose Violet“ rechtzeitig zu Hilfe eilen, bevor die Finsternis sie verschlingt?


                               
1. Kapitel: „Wer ist die Schönste und Klügste im ganzen Land?“

 

Die kluge, wunderschöne Perserkatze Ms. Kicki ist mit Leib und Seele Kommissarin. Mit viel Herzblut und Charme löst sie die gefährlichsten Kriminalfälle in der Provinz. Der örtlichen Polizei ist sie, was nicht schwer ist, immer einen kleinen Schritt voraus. Dennoch – es gibt ein klitzekleines Problem. Ms. Kicki hat scheinbar wohl vergessen, dass sie nur die Perserkatze aus der kleinen englischen Provinz ist, und kein Mensch. Ja, verehrte Leser und Leserinnen, Ms. Kicki ist eine Perserkatze, klug und weltoffen. Eine normale Katze vom Lande ist sie allerdings nicht, denn ihre große Eitelkeit wird nur noch von ihrem Größenwahn übertroffen. Wird sie über das Ziel hinausschießen? Wird sie ihre Katze stehen und den gefährlichen Fall lösen – in Katzenmanier?

Das Wetter in der kleinen und englischen Provinz ist an diesem Morgen, im Frühjahr, abscheulich und nasskalt. Ms. Kicki macht äußerst widerwillig ihren Rundgang durch das liebreizende, idyllische Wohngebiet mit dem zauberhaften Namen „Rose Violet“. In den traumhaften Gärten der Wohnanlage „Rose Violet“ blühen im Frühjahr und im Sommer die wunderschönsten und prachtvollsten Rosen und Veilchen, weit und breit. Ms. Kicki ist pflichtbewusst und gewissenhaft und so ziemlich verrückt – das glauben zumindest die Hunde in der Nachbarschaft. Kein Hundehintern auf der Welt würde es jemals wagen sich mit ihr anzulegen. Kicki rettete sie in der Not schon häufiger, trotz ihrer Verrücktheit. Ihre Hundehintern steckten schon oft in größeren Schwierigkeiten. Sie wird daher von den Hunden und Katzen aus der Nachbarschaft verehrt. Ms. Kicki führt sich zuweilen wie ein Mensch auf – das finden alle äußerst fragwürdig und auch verrückt, aber dennoch tolerieren sie es, im Großen und Ganzen, bis auf die Meuterin. Sahara die rassige Siamkatze möchte Kicki sehr gerne ihre grünen Augen auskratzen. Es ist wahrscheinlich so eine Art Konkurrenzkampf zwischen den edlen Katzenladys, vermuten die Hunde: „Wer wohl die Schönste und Klügste im ganzen Land ist?“
Ms. Kicki ist total durchnässt vom Regen. Ihr edles, prachtvolles Fell steht vor Dreck. Sie betrachtet sich in dem Korridorspiegel – den Klarissa, ihr Frauchen, dort extra für sie anbrachte, neulich. Ms. Kicki ist nicht nur eine gute Kommissarin, nein, sie ist die Schönheitskönigin der Katzenwelt – zumindest in dieser kleinen englischen Provinz. 

Die menschliche, herrschaftliche Damenwelt von Rose Violet frönt freilich nicht dem Pferderennen. Sie besuchen mit ihren Katzen eine noble Tierschau, eine Katzenschau. Bisher gewann Ms. Kicki stets die Schönheitswettbewerbe, aber Sahara die blutjunge Siamkatze macht ihr ernsthaft Konkurrenz. Ms. Kicki kommt so langsam in die Jahre. Kicki erschrickt fast zu Tode, als sie ihr ungeliebtes Antlitz in dem Spieglein erkennt. „Wer ist das zerzauste und schmutzige Ding im Spiegel?“, fragt sie sich mit Abscheu.Ms. Kicki ist mit Leib und Seele Kommissarin. Sie liebt es, zu ermitteln. Die dunklen Schattenseiten einer Ermittlerin sind ihr aber zuwider. Sie macht sich nicht gerne ihre samtfeinen Pfötchen schmutzig und nass. Klarissa muss sie unbedingt nachher baden, denn am Abend da muss Ms. Kicki makellos und gepflegt am Katzenberg erscheinen. Dieses wöchentliche Treffen der Katzen und Hunde, aus der Nachbarschaft, ist heute. Die Tiere können sich nur aus ihren gut überbewachten Häusern schleichen, wenn die Zweibeiner zu der wöchentlichen Bürgerversammlung in das örtliche Rathaus fahren.
Der Berg gehört zwar zum Revier der Katzen, aber nur dort können sie sich ungestört treffen. Der Berg der Katzen ist gut, hinter den vielen kleinen Tannen, in den schönen Rosenbüschen, versteckt. Ms. Kicki ist atemberaubend, wenn sie auf dem Katzenberg posiert und ihr wunderschönes Antlitz im Mondschein erstrahlt. Mäuserich Harry, der hinter der pompösen Fußleiste aus Holz wohnt, ist von Ms. Kickis Schönheit angetan. Harry begeleitet seine geliebte Kicki in die Versammlung, als Vertreter der verpönten und unbeliebten Mäuseschar. Obwohl Mäuse sehr intelligente und saubere Tiere sind. Ms. Kickis sonderbares Verhalten wird leise betuschelt von den anderen Katzen, aber das interessiert sie nicht die Bohne, solange sie das Sagen in ihrem „Rose Violet" hat.
Harry und Kicki sind seit Kindertagen befreundet. Es war Freundschaft auf den ersten Biss. Oh pardon Blick. Kicki verspeist doch keine unschuldigen Mäusekumpels. Und aus welchen Gründen sollte sie das auch tun? Sie bekommt von ihrem Frauchen doch genügend Futter serviert – an jedem einzelnen Tag das allerfeinste, köstlichste Menü. Sie lebt in einem Katzenparadies und Klarissa vergöttert ihre Katze wie eine Königin.
Die pompösen Villen in Rose Violet sind im amerikanischen Baustil gehalten. Dieser Baustil hat einen ganz besonderen Charme. Die Fassaden der Villen, aus edlem Holz, sind weiß gestrichen. Die großen, prachtvollen Veranden sind überdacht und verziert.

Ms. Kicki muss auf ihre schlanke Linie achten – in zwei Wochen ist die Katzenschau. Ihr Frauchen, Klarissa, ist auf das Preisgeld nicht angewiesen. Als Architektin hat sie sich bereits, weltweit, einen Namen gemacht. Sie entwarf das reizende „Rose Violet“. Ms. Kicki muss ihre schlanke Figur unbedingt halten, daher verschenkt sie einen Teil ihres üppigen Menüs an die wilden und bedürftigen Straßenkatzen aus dieser Gegend. Ja, sie hat ein großes Herz, zu groß. Neulich überfiel eine wilde Katzenbande von der Straße ihr Frauchen, zu Hause. Nur mit sehr viel Diebesbeute, Futter, war die brutale, kriminelle und verwilderte Katzenbande wieder zu besänftigen. Ms. Kicki ist seitdem täglich gezwungen, Futter für diese Katzen zu besorgen. Klarissa hatte den Tierfänger für die streunenden Katzen zu Hilfe gerufen. Dieser arme Mann wurde fast zerfleischt von diesen blutrünstigen und wütenden Bestien. Er floh vor der Katzenbande. Und so treibt die Gang, Tag und Nacht, ihr ungezügeltes Unwesen in der Idylle Rose Violets. Dieser Vorfall wird auch ein Thema in der Versammlung der Katzen und Hunde sein. Die Katzengang wird vertrieben, wenn sie die Spielregeln missachtet. Ms. Kicki freut sich jetzt auf ihr Bad und auf ein wenig Entspannung vor dem Kamin.  

Kicki besitzt sogar ein eigenes, großes Katzenzimmer. Klarissa entwarf es nur für sie. Das Himmelbett für Katzen ist ein Traum aus feinster roter Seide. Diese Seide kaufte Frauchen in Marrakesch. Für einen reichen Araber plante sie vor Ort eine große Villa. Ms. Kicki war es viel zu heiß und staubig in Marrakesch, beinahe wäre sie verdurstet. Ein arabischer Kater entflammte ihr einsames Herz, aber dann flogen sie nach Hause. Klarissa brach das Projekt ab. Das Wüstenklima bekam ihr wohl auch nicht.
Plötzlich hört Ms. Kicki Geräusche im Garten. Auch sie haben einen schönen Garten, mit Rosen und Veilchen, wie alle Nachbarn. Rasch springt Kicki auf die Fensterbank. Von der Fensterbank aus erspäht sie im Garten einen 
verdächtigen dunklen Schatten. „Ist dort ein Einbrecher?“, fragt sie sich erzürnt, ihr kommissarischer Spürsinn ist nun geweckt. Ms. Kicki flitzt blitzschnell zu Klarissa und streicht fordernd um ihre Beine. Stürmisch schellt jemand an der mit Gold verzierten, gesicherten und großen Haustür. „Wer wagt es zu stören?“, faucht Kicki erbost. Mister Miller, der Bürgermeister steht mit seinem sehr teuren, grauen Anzug von Armani vor der Haustür. Oh wie sehr hasst sie ihn und sein Rasierwasser. Irgendetwas stimmt doch nicht mit dem Bürgermeister.

Der gute Miller hat Dreck am Stecken. Das riecht Kicki drei Meilen gegen den Wind. Klarissa bittet den Bürgermeister widerwillig herein – aber nur aus reiner Höflichkeit. Um Missverständnissen vorzubeugen, demonstriert Ms. Kicki meisterhaft ihre Macht. Kicki wirft sich rasch zu Boden, wie ein sterbendes Häufchen Elend und jault wie der liebeskranke Köter. „Was hast du denn mein armer Liebling?“, fragt Klarissa besorgt. Alle Aufmerksamkeit ist nun auf Ms. Kicki gerichtet. Klarissa rennt zum Telefon, um den Tierarzt anzurufen. Der Bürgermeister beäugt das Theater genervt, mit Argwohn. „Komm schon, du blödes Mistvieh. Du simulierst doch“, zischt er wie eine Giftnatter. Ms. Kicki starrt Miller wütend mit funkelnden Augen an und sie faucht wie ein Tiger. „Verschwinde gefälligst aus meinem Haus, und lasse die schmutzigen Hände bei dir“, brüllt sie jetzt laut wie eine tapfere Löwin. Als Miller versucht nach ihr zu greifen, da beißt sie ihn in seine Hand. „Aua, blödes Mistvieh“, jault er jetzt, vor lauter Schmerz. „Die Fronten sind geklärt!“, schnurrt zufrieden Ms. Kicki. Und als ihr Frauchen dann wieder zurückkehrt, wirft sie sich wieder zu Boden. Der Tierarzt ist zum Hausbesuch „Seien sie mir nicht böse, Mister Miller“, bittet ihn Klarissa: „Aber sie sehen ja, dass es meiner Katze Kicki heute sehr schlecht geht und der Tierarzt ist noch ...

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Herzliche Grüße

Ramona Benouadah
Ramona Benouadah, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.10.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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