Brigitte Waldner

Über die Intelligenz bei Räubern und Dieben


Viele Diebstähle werden von den bestohlenen Opfern nicht erkannt
oder nicht sofort erkannt und daher nicht angezeigt und nicht strafverfolgt,
und wenn erwischt, werden einige Beweise nicht zugelassen,
daher werden Räuber für die meisten Missetaten nicht bestraft.

Selbst wenn sie hie und da entdeckt und belangt werden,
so bleibt unter dem Strich langfristig der Profit höher als die Strafe,
laut Aussage eines Räubers in einem Interview im Fernsehen.
Daher lohnt sich ein Diebstahl für den Räuber immer als Gewinn.

Das Risiko, erwischt zu werden, ist bei gutorganisierten
professionellen Tätern, die das erwerbsmäßig machen, gering.
Diebe und Räuber glauben, es sei besonders schlau,
auf Kosten anderer zu leben. Das ist es aber nicht:

Es ist nur kriminell, asozial und krankhaft
sowie Zeit- und Energieaufwand und Verschwendung,
die einer ebenso positiv hätte einsetzen können,
da der Räuber nicht in der Lage ist, Beutegelder rechtmäßig zu vermehren.

Es beweist nur, dass er mit Geld nicht umgehen kann,
dass er es nur verwirtschaftet, indem er es für Luxus ausgibt
und sein eigenes Geld spart, was gar nicht nötig wäre,
da auch Räuber nicht unendlich lange leben.

So wie er das Beutegeld sinnlos verschleudert hat,
muss er in zwanghafter Gier erneut Geld und Sachen erbeuten.
Das ist ein Teufelskreis, wo er nicht mehr herauskommt,
eine Suchtkrankheit, die man Kleptomanie nennt,

doch er glaubt, er sei besonders schlau.
In seine Krankheit hat er kein Einsehen.
Wenn er einige Zeit keine Möglichkeit zum Raub hatte,
und kurz vor einem neuen Raubzug steht,

kann man am Räuber Entzugserscheinungen erkennen.
Er wird dann besonders unruhig und auffällig spionierend.
Er läuft schier sinnlos, wie verwirrt, hin- und her mit unkontrollierten Bewegungen
und es kommt zu auffälligen, trollartigen Blickkontakten und Begegnungen.

Man kann den Diebstahl und den Einbruch voraussehen, aber nicht verhindern.
Was ein Dieb vorhat, zieht er durch, und es gelingt immer wieder,
bestärkt von der Kiwarei, die ihn dabei nicht einmal behindert,
daher kann von besonderer Intelligenz bei Räubern und Dieben keine Rede sein.

Sie sind vielmehr komplette Versager im Leben,
die nicht in der Lage sind, auf eigenen Beinen zu stehen, für sich selber zu sorgen,
die zu unreif sind, Hotel Mama zu verlassen.
Wie eine Mama nehmen sie jedes Opfer aus, auf dessen Kosten sie leben.

© Brigitte Waldner

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.10.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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