Brigitte Waldner

Wenn sich einer verbarrikadiert


Wenn sich ein Österreicher mit Brettern verbarrikadiert,
liegen mutmaßlich strafbare Handlungen zugrunde:
Man erinnere sich an Herrn Priklopil, der ein Kind, ein Mädchen,
in seinem Keller viele Jahre gefangen hielt und misshandelte.
Man denke an den Herrn Fritzl,
der seine Tochter viele Jahre in den Keller sperrte,
sie tausende Male vergewaltigte und mit ihr sieben Kinder zeugte,
die er ebenfalls im Keller gefangen hielt.

Man beachte den aktuellen Fall Fritz, der Österreicher,
der in den Niederlanden eine große Familie viele Jahre
in einem abgeschieden gelegenen, angemieteten Haus versteckte,
deren Vater sich selbst und seine vielen Kinder dort gefangen hielt.
Gemeinsames Merkmal war, dass sie sich nach außen freundlich gaben,
sich aber vor der Umwelt verbarrikadierten und mit Kameras absicherten.
Jahrzehnte erkannten weder Kiwareien noch Nachbarn, was vorging,
da niemand von gut gekleideten Leuten Schlechtes denkt und jeder verträumt lebt,

sich aber auch nicht in die privaten Angelegenheiten anderer einmischt,
wenn ihm tatsächlich einmal etwas gewahr wird.
Es hat jeder selber genug Stress und will sich nicht in Gefahr begeben,
einen anderen anzuzeigen, da es mit größten Unannehmlichkeiten verbunden ist.
Was hat ein Nachbar in seinem Haus versteckt,
dass er sich mit Lamellenbretterwänden Garten und Balkon verbarrikadiert
und mit Kameras und Scheinwerfen über das Grundstück hinaus absichert?
Die Kiwarei versucht nicht, das herauszufinden, da sie seine Freunde sind.

Man weiß, es ist die Beute, die der Räuber und seine Räubereltern, seine Geschwister und Komplizen
in tausenden Einbrüchen ohne und mit geklauten Schlüsseln in 2018
beim nächsten Nachbarn erplünderten und gemeinsam mit seinen Räubervorfahren
in regelmäßigen Einbrüchen während der letzten 50 Jahre und 90 Jahre
in Häusern und Gärten nächster Nachbarn und deren Zweitwohnsitzen anderweitig erbeuteten,
insbesondere seit Zuzug der Räuberfamilie mit Romawurzeln vor fünfzig Jahren,
wo sich der Vater des heutigen Seniors ein Erbe
bei seinem Stiefvater erschlichen hatte, das ihm rechtlich nicht zustand,

da eheliche Kinder vorhanden waren, Siegfried und Hermine,
aber Hermine war früh an Leukämie verstorben, Hermines Tochter Maria,
die bei ihren Großeltern aufwuchs, mit sieben Jahren zu jung,
und Siegfried, der Halbonkel des heutigen Seniorräubers, war im Gefängnis ebenso wehrlos.
In diese Reihe von prominenten österreichischen Schwerverbrechern
reihen sich auch der Räuber-Nachbar und sein siebenköpfiger Räuberklan ein,
der seine Nachbarin und deren Vorfahren und andere Opfer permanent missbraucht,
um auf ihre Kosten zu leben, aber weder anständige Bürger noch Kiwareien durchschauen etwas.

Wenn es tatsächlich mal Zeugen gab, verweigerten sie die Aussage.
Sie sagten es nur vertraulich unter vier Augen und außerdem zu spät.
Wenn sich ein Österreicher mit Brettern verbarrikadiert,
sollte man darüber nachdenken, welche hinterhältigen Gründe es habe.
Mutmaßlich hat selbiger auch Menschen in seinem Haus versteckt,
man sah dreimal einen jüngeren Mann mit braunem Lockenkopf,
der von einem Räubermitglied im Auto gebracht wurde und scheu wirkte.
Er ging in das Haus hinein und verschwand wieder ein halbes Jahr.

Es wurde spekuliert, dass es sich um den ledigen Sohn des Räubers Rudi handelte,
den er bei seinem Wien Aufenthalt angebaut hatte, mit dem er vielleicht auf Urlaub fuhr.
oder dass es Rudolfs homosexueller Freund war, ein Komplize, den er versteckte.
Man sah ihn dreimal in zwei Jahren ins Haus hineingehen, aber nie herauskommen.
Ob der Mann heute noch am Leben ist und wer er wirklich war,
man wird es nicht herausfinden! Vielleicht sitzt er ja in einem Kellerloch,
oder in einem abgesperrten Hinterzimmer. Vielleicht war er einer der Gründe,
für den Räuber Rudolf Johann, genannt Rudi, hunderttausende Euros erplünderte.

Text und Foto: © Brigitte Waldner

 

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