Sonja Soller

Mein lebenswerter Lauf

In der Familie aufgewachsen, wie die meisten,
war der Weg dann gar nicht mehr so klar.

Was soll aus dem Kind nur werden?
Vorsorglich wurde eine Friseurtrockenhaube angeschafft, damit das Kind der Mutter und der Nachbarschaft das Haar hübsch macht. Der Gedanke allein war eine Qual, konnte es nicht fassen, wie über mich entschieden wurde. Denen zeig ich's mal.
Heimlich ich zu einer Autowerkstatt ging und machte alles klar, Automechanikerin wollte ich werden. Hab in den Schulferien dort gejobbt, an Autos schrauben, rumbasteln, Motoren auseinandernehmen ect., das war meine Leidenschaft. Meine Eltern schienen blind, ausbaden sollte es das Kind ( nicht mit mir). Meine Eltern ahnungslos. Das war Revolution, aber wahr, so warn eben die 60er.
Abschluss mit Bravour geleistet. Nun waren meine Eltern stolz auf mich, die Trockenhaube war vergessen. Nach ein paar Jahren wurde es gefährlich, nicht mehr ganz so herrlich. Man wollte von mir ein „JA“ zu einem bestimmten Feste, damit ich erben könnte, die Werkstatt mit allem drum und dran und noch mehr. Mein ganzes Ich verkrampfte sich. Wenn Liebe im Spiel keine Frage, aber so !?!?!
Man sah mich nur noch von hinten. Mein Glück, ich suchte es anderswo.
Einige Zeit zog ich dann im Lande umher. Damals Arbeit zufinden, war nicht schwer. Ich war willig. Egal, welche Arbeit ich tat, ich tat sie gern. Denn auch der Geldbeutel war leer. Verkäuferin von Schuhen, ein Kartograf lehrte mich das Kartografieren. Durch den Schwarzwald, die Schweiz getingelt. Ich war jung und brauchte das Geld.
Heirat............
Das Glück es dauerte sieben Jahre, war nicht so ganz das Wahre. Mein Wunschkind hat es gerade noch geschafft, dann war die Ehe hingerafft.
Die Muse küsste mich dann ordentlich.
Mit dem Pinsel in der Hand  ( noch eine Leidenschaft) brachte ich Farben auf die Leinwand, zog mit den gemalten Bildern durchs ganze Land.
DenTon, woraus man schöne Dinge formt, bekam ich ganz zufällig in die Hand.
Dies hat mir meine Selbstständigkeit eingebracht. Als Keramikerin, nicht allein, ich hatte Helferlein,
machte ich über viele Jahre (16) den Einzelhandel glücklich. --- Und mich auch --------. Bis die Konkurrenz aus fernen Landen ward zu groß. Im Ausland produzieren wollt ich nicht, ich war wieder Unselbstständig.

Als Sekretärin bei der Stadt, ( meiner Stadt) in einem Büro, war ich parat und von Nutzen die Beamten in einem sozialen Brennpunkt zu unterstützen.

Heute widme ich meine Zeit nur noch Dingen, die mir Spaß und Freude bringen (und anderen). Ausnahmen bestätigen die Regel, Punkt.

 

Es ist das Gestern, das den Menschen aus uns macht, der wir heute sind.

 

2018 © SoSo

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.11.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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