Karl-Heinz Fricke

Erlebtes


Die  Erlebnisse der letzten beiden Wochen

Am 28. Oktober kam unsere Fußpflegerin. Klein, pummelich und mit  immer einem Lächeln um den Mund. Sie schneidet nicht nur die Fußnägel und wenn es nicht hell genug ist auch manchmal
ins Zehengewebe, was nicht immer sehr angenehm für den Besitzer des Fußes ist. Also kurzum, es passierte noch einmal an diesem Tage kurz bevor meiner ersten Grauen Star Operation im benachbarten Nelson, malerisch gelegen am Kootenay See.  Begleitet von meiner Frau und Tochter machte ich die 70 km Hinfahrt selbst und pünktlich kamen wir auch in das hoch am Berg gelegene moderne Hospital, wo Dr. Scheepers, ein junger Ophtalmologist wöchtlich sehr erfolgreich 30 menschliche Augen vom Grauen Star befreit.  Hätte meine Hildegard noch einige Woche am 1. November 2011 mit der Operation ihres linken Auges gewartet, dann hätte sie es ganz gewiss noch und wäre den Pfuscher nicht sein mehrfaches Opfer geworden. Was sie damals durchgemacht hat und immer noch durchmacht ist eine Tragödige und eine Geschichte für sich selbst. Ich fahre nun  fort mit den zwei angekündigten Wochen. Nachdem ich mich an der Hospital Rezeption gemeldet hatte, war man auf mein pünktliches Erscheinen vorbereitet. Ich musste mich ausweisen und die bekannten Daten meines langen Lebens zur Kenntnis geben. Endlich war man überzeugt davon,  dass ich es war. Hoch ging es auf die zweite Etage nach Zimmer 209.  In dem großen viereckigen Raum sassen schon mehrere Patienten mit Augenklappen über dem Auge. Nachdem eine der netten Schwestern mir Augentropfen verabreicht hatte bekam auch ich eine Klappe über mein rechtes Auge hinterher noch mehrere Augentropfen, darunter auch einen gegen Schmerzen Nach ungefähr einer Stunde setzte ich mich in einen Stuhl mit Rädern und flugs fuhr man mich zur Operation. Ich wusste nicht genau was mich erwartete flach auf einer Trage liegend. Ich schaute in ein sehr helles Licht hinein und ich sah nur immer zwei runde hin und her flackernde grelle Punkte, die immer kleiner wurden. Nach etwa 20 Minuten war das Werk getan und der Arzt erklärte die Härte meines Starsaber alles sei sehr gut verlaufen. Zurück im Vorbereitungsraum gab man mir noch Erklärungenwas ich in den nächsten sechs Tagen tun müsste und nicht tun dürfte ehe man mich entliess. Mit einem Schutzschild vor dem Auge fuhr unsere Tochter  uns nach Hause. Dort angekommen kam das Schild nach drei Stunden herunter und ich bekam meinen ersten Tropfen und später noch einen für den Rest das Tages. Ich konnte nichts erkennen und sah nur einen weissen Schleier vor mir. Die Nacht war nicht sehr angenehm. Das Schild wurde wieder angeklebt um das Auge zu schützen. Ein schmerzliches Kratzen und Tränen hielten mich meistens wach. Am Morgen bekam ich um 8 Uhr  den ersten Tropfen, den meine Tochte mir um 12, 16 und 20 Uhr auch verabreichte. Das wiederholte sich täglich bis zum folgenden Mittwoch, wo das rechte Auge mit eben so gutem Erfolg operiert wurde. Nach einer weiteren Woche war alles überstanden. Beide Augen erholten sich prächtig und nach einigen Tagen danach konnte ich bereits klar sehen und auch lesen.  Erstaunt bin ich über die Farbenprächtigkeit um mich her. Viele Farbtöne sahen vorher mehr oder weniger anders aus. Ich bin froh es überstanden zu haben und ich kann nur jedem empfehlen Staroperation nicht auf die lange Bank zu schieben. Ein Wermutstropfen jedoch begleitete mich in den beiden Wochen und darüber hinaus. Für insgesamt 16 Tage. Die Verletzung an dem zweitletzten kleinen Zehen am linken Fuss hatte sich entzündet und jeder Schritt war eine Qual. Letztendlich ist auch dieses nun überstanden.
12.11. 2019

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