Qayid Aljaysh Juyub

Eine ‚Grausame Realität‘ des klimatischen Wandels!

Anlässlich des offiziellen Parteitags der Verbots- und Besteuerungspartei sind die Heilig*innen bei Knäckebrot und reinstem Quellwasser einmal mehr zu fundamental/en/istischen Erkenntnissen gelangt, die – no shit Sherlock- todernst gemeint und nicht etwa als schlechte Satire gedacht sind. Wie informierte Kreise munkeln, sind wesentliche Teile der neuen Dogmen bei einer eher inoffiziellen Veranstaltung der obersten Weis*innen aus dem Ökoland der VBP in der Luxussuite des örtlichen Hilton nach dem Verzehr ökologisch wertvoller, feinster Kaviarhäppchen und exzessivem Champagnergenuss vorab beschlossen worden.

Ob beim Instrumentalisieren oder Faken vermeintlicher Umweltkatastrophen, der Reduzierung des Individuums auf das Geschlecht oder der Durchführung sogenannter ‚positiver‘ Diskriminierung - die gibt es selbstverständlich nicht, es handelt sich vielmehr um eine billige Ausrede zwecks Legitimierung der Unterdrückung oder Ausbeutung bestimmter Bevölkerungsgruppen: Die VBP bei all diesen edlen Aktivitäten federführend!

Hinsichtlich der menschengemachten Klimakrise sieht die Besteuerungs- und Verbotspartei enormes Potential, individuelle Freiheiten mit einem sozusagen apokalyptischen ‚Totschlagargument‘ abzuschaffen. So möge dann eine exklusive Funktionärselite in einer gelenkten Demokratie –Diktatur hört sich doch irgendwie so unschön an- bestimmen, wie die dumpfe Masse zu leben und zu sterben hat.

Neben solch gewichtigen Dogmen –wie bspw. ‚Klimagerechtigkeit und zweckdienlicher Pseudofeminismus: One struggle, one fight against reason‘- ist man auch hinsichtlich der erwähnten positiven Diskriminierung und Kriminalisierung willkürlich kategorisierter Bevölkerungsgruppen entschieden vorgedrungen! Ein Meilenstein in diesem Kontext ist das durch einen vom Parteikongress als wissenschaftlicher Konsens deklariertes Faktum, dass Behaarte stärker von der Klimakrise betroffen wären als Kahlköpfe, deren kahle Platte auf gar chauvinistische Weise das Sonnenlicht reflektieren würde. Auch seien gerade behaarte Menschen Träger eines funktionierenden Ökosystems, während jene faschistoiden Glatzen durch ihr nicht vorhandenes Haupthaar wesentlich zum Insektensterben beitrügen. Gerieten besonders langhaarige beim deprimierenden Anblick der haarlosen Menschen unter Druck, wäre durch den stressbedingten Haarverlust ein gewaltiges Artensterben die Folge. Außer bei den vollgefressenen Glatzköpfen, träte als Folge Unterernährung und Armut ein. Auch stürben bei durch den Klimawandel verursachten Tsunamis mehr Haarträger, da sie durch ihre durchnässte Lockenpracht directament in die Tiefe gerissen würden. Besonders für alle Langhaardackel sei die Klimakrise ‚grausame Realität‘. Als weiteres Schmankerl erkannten die Parteigenoss*innen, dass ursächlich diabolische, alte und natürlich ‚weiße‘ Männer an diesem –wie selbstredend an allen erdenklichen Teufeleien- Elend schuld wären und man deshalb vorsorglich jedem mit einem IQ über 100 das Wahlrecht aberkennen möge. Als weitere Maßnahme um die Klimakrise aufzuhalten, sei natürlich eine Bepreisung fehlender Haarpracht durchzuführen, der sich auch Perückenträger wegen der ‚Klimagerechtigkeit‘ nicht entziehen dürften.

Darauf mal einen Schluck klimaneutralen Dom Pérignon für alle ökologisch wertvolle Edelfunktionäre oder ne Pulle Korn -für mich Raki, please!-für die, denen der ganze Spaß teuer zu stehen kommen wird.

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