Luca Scse

Jenny

Es ist dunkel, so dunkel dass sie gerade noch erkennen kann was um sich herum geschieht. Die weißen Kacheln die ihr neues zuhause untermauern sind kalt. Das zeit Gefühl hat sie schon vor langer Zeit verloren. Denn zeit war hier drinnen ohne hin nicht mehr als eine bloße physikalische Einheit die nichts mehr mit ihrem Leben zu tun hatte.

Sie konnte nicht sagen wie lange es her war als ihre Lampe aufleuchtete. Tage, Wochen oder auch nur Stunden. Immerhin hatten die Schreie aus den Nachbar räumen aufgehört und ließen ihr verlies gespenstisch still werden. Nur das Summen der Neonröhren auf den Gängen war durch die Still hin durch zu hören. Jenny sitzt in der letzten hinteren Ecke und hatte sich zusammen gekauert. In Embryonalstellung liegt sie dort und versinkt in ihr altes leben das hier nur noch aus verwaschenen Erinnerungen besteht. Die Gedanken an ihre Familie ,an ihre Freunde und an ihr mühevoll eingerichtetes Zuhause lassen ihr Tränen ins Gesicht steigen. Nichts mehr von dem war ihr vergönnt. Ihr Leben bestand jetzt aus diesem kleinen Raum und den ständigen Vergewaltigungen ihres Meisters der sie hier hin brachte, in dieses Loch. In regelmäßigen Abständen blinkte das grüne Licht oberhalb der Tür auf was ihr signalisierte das sie wieder an der Reihe war. Sie wusste das sie von nun an 10 Minuten Zeit hatte um sich für den Meister frisch zu machen. Dazu gehörte eine Dusche, eine Komplettrasur und eine Analdusche. Der Meister wollte stehst eine reine Frau vor finden mit der er sich vergnügen und seine krankhaften sexuellen Fantasien ausleben konnte. Als ihr Meister sie zum ersten Mal besucht hatte und ihr befahl diese Dinge zu tun um sich für ihn "bereit "zu machen wiedersetzte sich Jenny und schlug so heftig gegen die Dusche das die Duschkabine zerbrach. Sie schrie und spuckte den Meister an und schlug auf ihn ein. Der Meister ,ein stabiler Mann der stehst eine Maske trug, ließ dies kalt. Erst als Jenny sich beruhigt hatte ging er zum Angriff über. Mit schnellen Schritten überwand er die Distanz zwischen ihr und sich und packte sie bei den Haaren und schmetterte ihren Kopf so hart gegen die verkleidete kachelwand das sie bewusstlos zu Boden sank. Als Jenny benommen zu sich kam saß der Meister auf einem Stuhl vor ihr. Sie kroch langsam die Wand hinauf um sich an der Wand angelehnt zu setzten. Jenny versuchte den blicken des Meisters auszuweichen doch dieser durschnitt die stille mit seinen worte

"Du hast 10 Minuten Zeit um das zu tun ,was ich dir auferlegt habe, tust du dies nicht wirst du wieder mit schmerzen bestraft, solange bist du vernünftig wirst"

als er die Tür hinter sich geschlossen hatte brach Jenny in Tränen aus .Doch anstatt liegen zu bleiben und sich selbst zu bemitleiden stand sie auf um den Dingen nach zu kommen die ihr Meister ihr auferlegt hatte. Genau 10 Minuten vergingen als sie gerade aus der Dusche kam und sich die Tür in ihre Zelle öffnete. Der Meister stand nackt mit erregtem Glied vor ihr und schloss die Tür hinter sich ab und von da an begann der Albtraum.

Die Erinnerungen an das erste Mal waren ihr noch so lebhaft vor Augen, doch fühlen tut sie dabei nichts mehr. Mit jedem mal starb ein kleines Stück in ihr ,sodass die Angst und der Ekel den sie dabei anfangs verspürte erträglicher wurde. Doch heute war es anders. Heute Morgen ,als sie nach einer weiter kalten ,unbequemen Nacht auf den weißen Kacheln aufwachte verspürte sie etwas ,ein Gefühl das stärker war als alle anderen Gefühle die ein Mensch haben kann. Hass, tiefen zornigen Hass. Sie überlegte erst sich selber das Leben zu nehmen um dem Meister damit zu verärgern. Doch das wäre es nicht wert, abzutreten ohne den Meistern in Mitleidenschaft zu ziehen. Doch womit sollte sie den Meister zusetzten? In dem Raum gab es nicht viel und schon Garnichts dass sich als wirkliche Waffe nutzen lassen würde. Ihr blickt schweifte umher und da kam ihr die Idee. Der Einweg Rasierer. Die klingen konnte man mit etwas Fingerspitzen Gefühl heraus brechen doch was fing sie dann damit an ? Mit diesen winzigen Klingen auf den Meister los zu gehen würde nur eine weiter Tortur an schmerzen und folter nach sich ziehen .Nein sie musste etwas tun was den krankhafte Sex Psychopathen auf ewig verletzt. Und sie wusste auch schon wie sie dies anstellen würde

 

Jenny war in einen Dämmerzustand gefallen und lehnte ihren Kopf gegen die kachelwand als plötzlich das grüne Licht über ihrer Tür anging. Auf diesen Augenblick hatte sie gewartet. Sie sprang auf und ging in die Dusche. Schnell rasierte sie sich ,die analdusche ließ sie bleiben. soweit würde es heute ohnehin nicht kommen. Nach dem sie sich schnell geduscht und rasierte hatte fing sie an ihren Plan in die tat umzusetzen. Einen der Einweg Rasierer hatte sich noch während ihres Hasses so präpariert das man die klingen ganz leicht heraus holen konnte und das tat sie .Sie nahm die erste klinge und schob sie sich langsam in ihre Vagina. Augenblicklich bildete sich zwischen ihren Beinen ein purpurn rotes Rinnsal der sich an ihrem Bein entlang seinen weg in den Abfluss suchte. Schmerzen stachen ihr in den Bauch ,die so heftig waren das sie anfangen wollte zu schreien, doch sie ließ es. Die nachfolgenden 2 klingen spürte sie schon gar nicht mehr ,so voll mit Adrenalin war ihr Körper. Jenny stieg aus der duschen .Gerade als sie ihr Handtuch um ihre Hüfte gewickelt hatte hörte sie Schritte vor der Tür ,gefolgt von dem Geräusch eines sich öffnenden Schlosses. Der meistern stand wie an jenem Tag Nackt mit erregtem Glied vor ihr und schloss die Tür. Jenny überkam ein leichtes Gefühl von Erleichterung ,da sie wusste dass dieses mal alles anderes laufen würde. Sie würde sich ihm hingeben. ihn mit voller Lust in sich eindringen lassen und ihm die Maske runter reißen um in sein schmerz erfülltes Gesicht zu schauen. Sie legte sich mit dem Rücken auf die kalten fliesen. Der Meister stand über ihr ,so ,wie ein Jäger über seinem erlegtem Wild. Er ging auf die Knie und steckte seinen Schwanz wie üblich sehr unsanft und mit einem harten Ruck in sie ein.

Schmerzverzehrt schrie er auf und wollte sich von Jenny lösen. Jenny aber klammerte sich mit aller Kraft an ihn und bewegte ihre Hüfte weiter und weiter bis das Blut nur so floss. Der Meister versuchte Jenny von sich zu drücken ,doch durch die sichtlichten schmerzen war er nicht bei Kräften. Jenny biss ihm ins Ohr und bewegte sich weiter und ließ ihn so tief wie nur möglich in sich hinein. es kam ihr vor wie eine Ewigkeit in der sie die schmerzen genoss die sie und der Meister teilten. Es durften nur Sekunden gewesen sein, Sekunden mit einer verehrenden Auswirkung auf beider Seiten. Der Meister verpasste Jenny eine so starke Kopfnuss das sie kurz das Bewusstsein verlor, was dem Meister genug Zeit ließ sein verstümmeltes, Blut überströmtes Glied hervor zu ziehen. Die schreie die er hervorbrachte, als er sah was sie ihm angetan, hatte waren bebend vor Schmerzen. Er Schilf sich über den Boden in eine der vier Ecken und hörte nicht auf zu schreien. Er hielt sich die Hand über dem Glied doch das ließ die Blutung nicht stoppen. Das Blut floss über seine Hände hin weg auf den weißen kachelboden .Der Versuch sich aufzustemmen scheiterte. Er rutschte auf dem schmierigen, nun mehr rot als weißen Boden aus und fuhr zusammen. Die schmerzen wurden schwächer. Das Gefühl von schmerz wurde nun von einem anderem, sich langsam anschleichendem Gefühl verdrängt. Dem Gefühl der Ohnmacht. Das viele Blut das aus seinem Schritt lief ließ ihn schwächer werden. Doch nicht nur er litt unter dem Verlust des roten Lebenssaft. Auch Jenny spürte wie alles leichter und undurchsichtiger wurde. Das Gewinsel des Meisters. Die Kälte der fließen ,alles verlor sein Gewicht als sie immer schwächer und müder wurde. Sie starrte an die Decke. In ihrem inneren Auge lief ein Film der geprägt war von Freunde. Ihre Familie winkte ihr zu, sie solle zu ihnen kommen. Sogar ihr kürzlich Verstorbener Großvater stand bei ihnen und schenkte ihr schon ein Glas Wein ein. Die Kinder lachten und spielten auf der Wiese und riefen ihr zu. Jenny ließ den letzten Rest ihres Lebens los um zu ihnen zu gehen. zu Familie und Freunden. Dorthin wo ihr niemand mehr etwas antun konnte.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.12.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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