Egbert Schmitt

... Civitas Norimberga, des mittelalterlichem Reiches Krönung

Gerd Gherkin Hans Reiter Egbert Schmitt,
jeder für sich, zum selben Thema ).



Vor Gebrauch lesen, geneigter Leser:

Kurzgeschichte ausgeführt „als Filmskript“.

Farbige Text-Headline sind als Bildwechsel angelegt.
Tonüberlappung zum Schnitt, zwei Sekunden davor.

Nachfolgende Lauftexte für den Profi-Sprecher,
sollen zum Bildstand ebenfalls zwei Sekunden folgen.

An- und Abführung im Text-Kursiv sind zu betonen.

Sprecherton 20% über Atmo. 

Musik nur partiell. 
Vereinzelnd ein mittelalt. Spinett. 

Kontrabass gezupft, teils gestrichen.
Viola da Gamba mit Alto Drehleier, 
als Akzent im Diskant. Leicht jazzig.

Ohne Schlagwerker, oder nur Jazzbesen.

Gediegen improvisierend.
Kontrabass 
dominant, nach Bildstimmung unauffällig 
anpassen, mehr den Bildschnitt verbindend.

Die Leerräume zwischen den Textblöcken
sind Sprecher-Pausen und zeitlich variabel.

(Sprach-Charaktere zwischen Franziska Pigulla,
Friedrich Schoenfelder und Otto Sander
).

Lesegeschwindigkeit 12 bis 17 Minuten.
Dauer 20 Minuten für Wettbewerbsfilm.





Seht her und lauft herbei:
beäugt hier das erstarkte
mittelalterliche Nürnberg.

Wohlfeil ebenda zum:
weihnachtlich-güld‘nen
Grinskistlersmargd“.

So du Besucher: 
gekommen bist, frommen Blickes
zum Christkind erhebend …
    
Halte ein, auf uns‘rem: 
allseits beliebten Hauptmarkt, 
mit „der lieb‘ Frauenkirche“.

Betrachtet dies mittägliche 
Empore-„Männleinlaufen“.

Ei, schaut die Pracht:
darob‘s der Astronom-Uhr-Huld‘gung 
dero 7 Kurfürsten welch‘ Karl IV „kürten“.
(priceps elector imperii).


Jener ranghöchsten Fürsten:
denen das „alleinige Recht“ zur Wahl 
der römisch-deutschen Kaiser zustand.

Karel IV (Václav) hatte ursprünglich vor, 
NVREMBERGA (der kahle Fels) zu 
seiner deutschen Residenz (neben Prag
zeitlos zu erheben …

Nürnberg war als Schnittpunkt 
wichtiger Fernstraßen, seine 
vornehmste und bestgelegene 
Stadt des Reiches
“. 

Er und seine Vorgänger schufen hier 
(urkundlich erstmals erwähnt 1050) einen 
Verwaltungs-Zentralort zwischen den 
Flusssystemen Rhein/Main und Donau. 


Der Kaiser verlieh Recht: 
es kostete ihm nichts und brachte viel.

König & Kaiser brauchen Stützpunkte, 
die ihnen nur „einen Federstrich“ kosten,
in dieser wilden Gegend. 

Nur Sand und dann gleich Sumpf. 

Da regt sich keiner auf, wenn 
Rechtsbriefe ausgestellt werden,
im Niemandsland“.


Karl erwies sich: 
als fanatischer Frömmler, der 
zur Bekräftigung seiner Herrschaft 
sich in der Krönungsstadt Aachen, 
zum „Romanorum Imperator“ weihte.


Ein Herrscher aus dem Sattel:
173 cm groß und von athletischer Gestalt.
Die Halswirbel verkrümmt. Kiefer eingeschlagen.
Von einer Augenbraue quer übers Gesicht, 
eine tiefe Schnittwunde. 

(Quelle: Anthropologie Prag)


Als Pragmatiker (1316 -1378
im politischen wie persönlichen, 
ließ er sich „deswegen“ auch 
einen Herrscher-Bart wachsen.

Ein stummer. Ein schwieriger. 
Ein Grübler. Ein zugeknöpfter. 
Schwer zu lieben. Leicht zu hassen. 
Nichts was populär an ihm gewesen wäre.

(Kurzbiografie: … siehe Autorkommentar)


Sein Profil chargierte zwischen ekstatischer 
Frömmigkeit und skrupelloser Nutzung 
aller fiskalischer Ressoursen.

(Zitat: Bernd Schneidmüller, Historiker)


Ja, du Zwetschgenmoh, du elendiger:
da-wo du der-selbst stehst, und die 
Huldigung des zu krönenden Karls IV
vorüberziehen lässt … hier sei …

Auf dem ehedem sumpfigen 
Gelände „der Judenbühl” gewesen.

Keiner mocht‘ DORT hausen !

Genau dort, wo jener Karl (Wenzel) in seiner 
Franken-Residenz später-steht‘s „Hof hielt“.

Ja, dieser „hielt sich“ auch 
geschäftstüchtige Juden, die Ihn 
und Norimbergis“ finanzierten.

Klar „was anderes“ wurde Ihnen 
ja auch untersagt !


Auch klar, verstehe:
die Reichsstadt Nürnberg“ 
wollte sich gen‘ Ende des 
12 Jahrhunderts erweitern. 

Da ist Platz notwendig.
Vertreiben dauert zu lange. 


Anzündeln „das Ganze“:
war schon immer effizienter.

NUR hat man „den 500 Juden“ 
vorher Fenster & Türen zugemauert
und Sie bei lebendigen Leib ...


Nun, ermordet hat man Sie:
in allen Geschichts-Epochen. 

Mehr oder weniger, wenn es 
darum ging, „das geliehene Geld“ 
wieder zurück zu zahlen.

Ein gültiges Prinzip, um von eigenen 
Unzulänglichkeiten stets abzulenken. 


Weil man „danach“ ein: 
schlechtes Gewissen darlegte, 
stiftete man gerne wieder mal 
eine neue Marien-Kirche“ 
zum inneren Seelenfrieden.

Quasi ein Ablasshandel-Sühne-Bau.

Klingende Münze für‘s Seelenheil. 
Prachtvolles Papsttum” in Rom.

Selbst „dass“ hat man langzeitlich
seelen-touristisch beibehalten,
weil es sich „Finanz-bewährte“.


Also, das nächste Mal: 
wenn DU irgendwo ne' Kirche 
zur lieben Frau“ photografierst, 
(oh‘ denke) worauf du gehst & stehst.

Gut, „anderswo” erging es ihnen 
noch schlechter !


Wenn es die Ratsherren:
wieder nicht” mit dem Lombardzins 
und den diffizilen Bankgeschäften 
auf die Reihe bekamen …

Bat man „den neu-gekrönten Kaiser“ 
oder Markgrafen, sich „wieder welche” 
halten zu dürfen.

So holte man Sie wieder zurück
nach Nürnberg oder speziell Fürth,
in’s fränkische Jerusalem.

Wo sollten Sie denn auch anders hin.


Man hat Sie niedergemacht: 
erschlagen und verbrannt. 

Dennoch war es ihnen „in Franken“ 
noch sanfter ergangen als anderswo. 
So entstand der Ruf Nürnberg / Fürth 
als einer der „liberal“sten Städte.


Wir haben von Ihnen: 
alles angenommen, wie Leidensfähigheit, 
Duckmäusertum, sowie die Grammatik 
in dunklen Lernstüblein‘s.

Aber „die Griechen“ hat der Bildungsphilister
bis auf den heutigen Tag im Mund.

Was damals stattfand: (
ich wiederhol‘s)
war eigentlich „der größte Vatermord“ 
germanischer Geschichtsschreibung.


Nicht nur im Mittelalter:
wurde geklüngel & verschoben.

Klerus und der Adel mordeten in 
allen abendländischen Reichen 
gewissenlos „zu Ihren Gunsten“.


Ereiferten Kreuzzüge:
und unterjochten in  Ab- und 
Anwesenheit Land & Leute. 

Stellten Päpste & Gegenpäpste auf.

Ließen den vermutlichen 1812 
geborene Sohn des Großherzogs 
Karl von Baden (Kaspar Hauser
in Nürnberg aussetzten …

Der wegen dynastischer Ranküne 
um die Erbfolge, absichtlich mit 
einem toten Kinde vertauscht wurde.


Wechselten notfalls: 
die Konfessionen „nach Belieben“ 
und „unterschätzten“ einen späteren, 
aus ihrer anfänglichen Sichtweise 
dahergelaufenenNS-Führer


Aber das taten andere Völker auch: 
die ER „Heim ins Reich” vereinnahmte. 

Wer nicht mittat, rigoros & kaltschnäuzig
verscharrt und gemeuchelt wurde.

Nürnberg, eine ehemals gelungene 
Mischung aus Sozialdemokratie und 
evangelischer Kirche, das formt.

Der Romantiker Hitler liebt Nürnberg
Gegen Liebe kann man sich nicht wehren. 

Die sogenannte Reichskristallnacht 
fand dort schon etwas früher statt. 
Vorauseilender Gehorsam.



Eine spät-romantische Entdeckung: 
mitunter „die Verklärung“ des maroden 
Nürnbergs und das Absacken zu 
einer Kleinbürgerstadt, hat diesen Ort
nichts gebracht … als Tourismus … 
and stubid Postcard-Shit

Mit Gestank
in den Geschichtsbüchern.

In dieser Gefühlsschleppe der annähernd 
40 Reichs- und acht NS-Parteitage. 

Letztere mit ihrer hohlen Feierlichkeit. 
Das endet(e) in Mord. 


Eigentlich wollte sich: 
Nürnberg „in den Schatten 
der Geschichte
“ zurückziehen …

Eine fleißige Industrie-Stadt werden,
denn ein zweiter Dürer erwuchs 
Nürnberg nicht mehr.

Seine Groß-Zeit verdunkelt 
die eigene Nachwelt
.



Schon davor konnte: 
man nicht in Ruhe „seinen Kram“ betreiben,
in der heimlichen Hauptstadt der Tüftler. 

Sie lassen einen nicht, schon im Mittelalter. 

Der Adel, der Krebsschaden jedlicher Kultur, 
jeden Staates, die Pest des Landes, 
die Bauern- und Bürgerschlächter.

Machen Sie sich mal die Mühe, 
nachzuprüfen, wieviel Forst-Wald
als Grundbesitz“ in unserer aller
Republik noch dem feinen Adel 
inne wohnt … ?



Sie werden auf eine: 
erkleckliche Zahl kommen !

Was der Kirche noch an Grund 
und Gütern „anvertraut” und ob Adel 
noch politischen Einfluss nimmt, wie in 
voran beschriebenen Zeiträumen,
entzieht sich meiner Kenntnis !

Übergreifend in allen Epochen:
der Klerus (unbeschadet) sein 
segensreiches Ewigkeits-Ding 
mit dem „metaphysischen Planer
unbe(t)heiligt weiter Land-auf, 
Land ab- spult/e. 


Ja, der Nürnberger Bürger:
wie sah er aus ? Knollig, geduckt,
Rundkopf unbestimmter Herkunft !?

Nicht üppig lebend. Karge Wangen.
Ein Leben ohne Eierkuchen.
Schmähungen der Mächtigen erfahren.
Dumme Reden gehört. Übles genug erlebt.
Klar der Blick. Keine Lachfalten.

Von den Juden haben Sie‘s gelernt
Unflat zu fressen. Geschmeidig zu sein. 
Geduldig zu lernen. Güter zu sammeln. 

Sie haben nichts als ihren Grips. 
Kein Saat-Korn wuchs ihnen. 
Sand, wohin ihr Auge blickt. 

Wen wundert‘s:
dass sie sich verinnerlichten.


Erinnern wir uns an die:
angesammelte Schuldenlast der im 
späten ausgehenden 17. Jahrhundert 
dahinsiechenden NORIS.

Der ehemals: 
hochnäsigen Gewerke-Reichsstadt, 
der immer etwas „NEUES einfiel”.

Sich keine Gedanken um Patentrecht 
machen mussten.

Hätten Sie tun sollen, 
im Nachhinein“ besehen !


Denn
auch Napoleon „fiel ein”:
und gab „den Pfeffersäcken” 
den finalen Gnadenstoß.

Würzburg, Bamberg, Nürnberg, 
Augsburg und Ulm


Jene mittelalterliche Fernstraße
geradewegs „über Salzburg bis Venedig“,
war „auf einen Schlag” nun Provinz !

München profiliert sich, 
da „strategisch günstig“.


Dies alles kam den seitdem: 
selbstherrlich auftretenden Adel-Bajuwaren
und dem prunksüchtigen Königshaus 
an der alten Salzstraße sehr gelegen.

Zuckerberg-Schlösser in die Vor-Alpen 
hinklotzen und dem schwülstigem Bau-
Kunst-Lustwandel frönen …

Dies kostete dem armen Volk 
ne‘ Menge Schweiß, sowie 
ruinöse Rechnungen ohne Ende.


Die große Abrechnung: 
wurde „nun“ den Handels-Reichsstädten 
aufgetischt, für die goldenen Jahrhunderte …

Von dem SIE (die Kollaborateure Napoleons):
bekannt als „Hohenzoller & Wittelsbacher“ 
keinen Taler von den ehemals frei-bestimmten 
Reichsbünden „bis dato“ sahen.

Zahlt eure Schulden, 
auf Heller und Pfennig. 

Jetzt & gleich... sonst … 


Waaaas, keinen Taler mehr:
Markgräfliche Kriege haben Euch verarmt.
Selbst Schuld(en), ihr Hungerleider. 

Rückt schleunigst eure Kunstschätzte heraus.


So befreiten SIE
„das abgewohnte“ Nürnberg:
von den „Mittel-ALT(er)Lasten”.

Von IHREN:
für alle Zeit” verbrieften Kunstschätzen.

(Ähnlich wie die rk. Brexit-Briten 
in Irland, alles brauchbare … 
bis auf Mauer-Steine einbehielten
).

(siehe H. Böll, irisches Tagebuch)

Aber „was zählt dies“ in der NEUZEIT.

Trotz „Reichs-Kaiser Karl”-lichen 
Privilegien und der „goldenen Bulle

als Gesetzbuch, gültig 1353 – 1806.


Der Grafiker Mathias Prechtl:
der kompromisslose und eigentliche
legitime Nachfolger A. Dürers, hat dies 
provokant” in seinen zeichnerischen 
Vorlagen gekonnt auf den fränkischen 
Sicht-Punkt gebracht.

(Sein Zitat: die Hölle erzeugen die Menschen selbst, 
schlimmer als es Menschen gemacht haben, 
kann es kein Teufel machen)


Aber nach „so vielen Jahren”:
regt das nur die „Bild-Historiker” für eine
Sommerloch-Schlagzeile und der ewige 
„zu kurz” gekommene Franke „sich DANN” 
am Stammtisch (oder im www.) tierisch auf …

Abgesehen davon, sind eh' die meisten 
einbehaltenen“ MÜNCHNER-(Dürer)-
BILDER nicht transportfähig …


Sind
brüchig und unrestauriert:
Lasst Sie wo Sie sind. 

Geraubt ist Geschenkt” !


Die „
heimischen Rest-Schätze”:
sind „immer noch” im durch 
deren von Aufsess” vor über
150 Jahren privat begründeten 
Germ. Nationalmuseum Nürnberg …

In der vielfältigen Museumslandschaft
(international angesehen) zu bewundern.


Aber wer nur am Stammtisch: 
oder auf‘n Chaiselongue „sottert” …

Geschweige denn, die geraubten 
Kunst-Schätze im zentralistisch 
geführten CSU-Raubritter-„Oberbavaria” 
nur vom Hörensagen kennt... 

Sollte gefälligst … das ….  …… !


Ach ja, fast vergessen:
die Nürnberger „Patrizier“-Familien.

Wahrer Freunde und Förderer 
(nicht nur) Albrecht Dürers.

Was wäre Kunstgeschichte ohne 
diese „mittelständischen Gönner”.

Ein Sack Pfeffer war selbst in der 
zweiten & dritten reichen Generation
der „Planwagen-Kaufleute“ immer
noch ein Gut. Aufgewogen in Gold.


Motto:
Nürnberger Tand, geht durch alle Land.
500 Jahre lang jedem ein Begriff gewesen. 

(Eine schmucke Reliev-Zeichnung mit 
Kaufmannszug an der wieder-erneuerten IHK-Fassade 
nähe Hauptmarkt, zeugt noch heute davon)



Opferten ihr sauber erwirtschaftetes 
Vermögen, für die „Zunft der Könner” !


Bis Mitte des 15 Jahrhunderts: 
ist Nürnberg eine Stadt, die sich 
von anderen Städten „dieser Tage“ 
nicht wesentlich unterschied. 

Doch „nun beginnt“ eine Flut 
von „bedeutenden Namen“ 
auf uns hereinzustürzen. 

100 Jahre lang in ihrer Massierung
einmalig ist, über Europa hinaus.


Ja, was blieb HIER von: 
diesen Könner & Gönner übrig, 
außer vieler „Straßen-Schilder“ und 
Erz-gegossener Ahnen-Denkmäler”.

Von den alten Parizier-Kaufleuten 
und deren geförderten Künstlern,
gibt es nur noch steinerne Zeugen.

Verblichene Namen in den
großen Innenstadtkirchen und 
Johannis-Friedhof Grabgruften, 
hier um die Ecke.


Viele schöne Denkmäler: 
nur „der Jüdische Friedhof“ in Fürth 
ist filmreifer. Leider selten geöffnet.

Alles im geeinten Metropol-Großraum
Nürnberg-Fürth-Erlangen-Bamberg-Bayreuth
mit weit über 1 Million Einwohner.

Taxi-Fahrer können ein leidig’ 
Einbahnstraßen-Lied davon singen.


Es hat sich noch keiner wirklich: 
die Mühe gemacht, „alle bedeutenden“ 
Nürnberger bis Fürther ... aufzulisten !?!

Wir kämen auf eine Zahl, die geradezu 
lächerlich hoch” wäre und uns als 
Kulturzentrismus, einer Überhöhung 
ausgelegt würde.

In der heutigen NORIS-Stadt: 
der Menschenrechte“ und Bewerber 
als Weltkultur-Stadt 2025“.


Handwerker aus Nürnberg: 
zeitlos bekannt für „ihren Witz“, 
ihren „Erfindung“s-Reichtum 
deren hochwertiger Produkte.

Ein späteres industrielles 
Made in Germany” rührt 
gewiss auch daher.


Bastler & Tüftler haben:
diese Stadt“ gebaut, Krämer haben 
sie finanziert. Kein Fürst hat hier je 
eine Rolle gespielt, außer dem Kaiser,
und der war Numen.

Ein altes „immer noch einmaliges
Ausbildungssystem, wo Handwerks-
Burschen noch „auf die Walz” gingen.

Erlerntes aus der Ferne in die 
gestrengen Zünfte einbrachten.

Töchter & Witwen „des Meisters“ 
(zwangs)ehelichten; so die Chancen 
„derer Gesellen“ zum gesellschaftlichen 
Aufstieg „nur auf diesem Wege“ …


Aus Nürnberg das machten: 
was „als Qualität” zu verstehen war.

Heute wieder verstärkt mehr 
Impulse aus der Hugenotten-Stadt 
Erlangen kommen. Mit Siemens.
Frauenhofer. Der excellenten Uni.


Eine Flut von:
hervorragenden Kunsthandwerkern, 
Denkern und Wissenschaftlern …

Werkelten ab Mitte des 15. Jahrhunderts,
als stünde Ihnen „die Endzeit“ bevor. 

Klar bei einer Lebenserwartung 
von 35 Jahren + / –.


Kein Pfusch ging durch:
„kein Geschludere“, als wollte man 
verbissen „die Ewigkeit“ festhalten. 

Als würde Gott: 
und die Nachkommen zusehen.

Kanonengießer-Perfektionismus bis 
fast in den „eig’nen Untergang” hinein.

Ihr Material beherrschend, 
den Chinesen ebenbürtig.

So lieferten SIE „rechtschaffend und 
termingerecht
” an alle Barzahler- und
Selbstabholer-Auftraggeber … 


Und wurden mit: 
Ihren geprüften Erzeugnissen
eingehend in zwei Markgrafenkriegen 
selbst ausgiebig belagert & beschossen.

Selbst unter Schwedens Gustav Adolf 
und seinen „Lederkanonen” hielten 
die zwei bis drei Stadtumwallungen 
(mit viel-zu-viel Abstandszahlungen)
auch der er/bauliche Rest“ stand.

Nur‘s Umland musste daran glauben.
Siehe Wallensteins Lager in Altdorf.

Der 30jährige Krieg gab Ihnen den Rest.
Finanziell. Final der Anschluss „an Bayern”.


Ja, lieber Altstadtbesucher: 
aus Übersee und Nippon, wehe dir
wenn du wüsstest, wozu ursprünglich 
die Gewölbe-Keller dienten …

In dem DU „dein Schäuferler” 
genüsslich mit an’ Seidler Bier im 
Fachwerk „Jazz-Keller“ verdrückst.

Merde ! – Genau ! – Einmal im Jahr 
ließ der Urahn-Besitzer den gefüllten 
Jauche-Keller „auf den Gehsteig“ 
leerschaufeln.


In den Zimmern darüber:
das Ungeziefer in klammen Betten 
und den Raureif-Schimmel an den 
feuchten Wänden abkratzen …

Alle Anwohner und Fußgänger hofften 
nun auf einen langen Regenschauer,
der kanalisierend „alles in die Pegnitz“ 
bis hinter Fürth, in die Regnitz spülte.

Die Altstadt um 1850 ein einziges 
verfall-wanztes Industriewohnheim.


Kein Reiches Schatzkästchen mehr:
ein kunsthistorischer Steinbruch
zum Tilgen der Schulden. 

Aber Nürnberg entwickelte sich. 
Jetzt technisch.

Die Zäsur löste einen fälligen
Modernisierungsschub aus.


Die Anzahl der Bewohner: 
für die rauchenden Fabriken 
stieg stetig. Ab 1840 von 24.000 
(gleichbleibend seit dem Mittelalter
auf 250.000 um 1905.


Nürnberg katapultierte sich: 
geradewegs aus dem Mittelalter …

...
aber … die ABER-vielen …


Jahrhunderte unter den: 
selbstsüchtigen Königshäusern und 
machtgeilen Staatschefs, ließ alles 
schief laufen, was überhaupt schief 
laufen konnte.


Früher waren es: 
die Könige“, welche die Menschen 
wegen „nur ihrer“ gewollten Kriege 
gegeneinander aufhetzten. 

Nach über 800 Jahren 
Krieg hin & Krieg her
kam es noch düsterer …

Jener Erste Weltkrieg, welcher die 
Büchse der Pandora“ als Urkatastrophe
des 20 Jahrhunderts öffnete.

Der Anfang vom Verbrechen an 
der Mensch(lich)heit, indiziert und 
aufgehetzt „in kleinen Stücken” seit 
Äonen aller germanischer Machthaber.


Eben jenes „inhaltsloses Vakuum”: 
das Adolf Hitler nach der gescheiterten 
Weimarer Republik vorfand.

„Er“ füllte es mit
seinem „Sieg Heil” !

Dies sei „nicht NUR” ein ur/eignes 
Nürnberger Geschichts-Thema”.


Alle waren Sie KOTZ-Brocken: 
wie die Sandstein-Braune-Burg, 
die fast annähernd 1000 Jahre 
verbrieft mit Zertifikat” & verifiziert 
über der Altstadt vor-sich-hin-thronte …

Schon manchen Krieg, einige Pestilenzen, 
eine Handvoll Kaiser, sieben Kurfürsten, 
Schweden, Preußen, Napoleon und den 
Markgräflichen arbeitsscheuen Kleinadel 
HEIL ohne HITLER's” überstand.


Nun „wieder einer“ der sich: 
des Reiches „Kaiser-Krone”: 
und die „Reichs-Kleinodien” 
HIER „erschlichen“ aufsetzte. 

Impertinent „als NachfolgerKaiser Karls
dem gekrönten Herrscher des heil‘gen 
Römischen Reichs deutscher Nation.

Wo sich die: 
fehlende nationale Identität
und „ein Volk ohne Raum” in den 
kruden Köpfen festsetzen konnte.

Leider
gewährt einem die Geschichte 
keinen Rabat.

(Zitat: Yuval Noah Harari)


Deshalb Geschehnisse aufzeigen: 
bevor die zeitliche Distanz zum
historischen Geschehen größer werde.

Besonders in einer derzeitigen Welt, 
die überschwemmt wird mit 
bedeutungslosen Informationen …

Genau da ist Klarheit Macht.

Wo Algorithmen digitale Diktaturen 
schaffen, in denen sich wieder die 
gesamte Macht in den Händen 
einer winzigen Elite konzentriert.


Während die meisten Menschen: 
nicht unter Ausbeutung zu leiden haben, 
sondern unter etwas viel Schlimmeren …

Unter Bedeutungslosigkeit.

Denn, vermutlich kann Zukunft:
jedoch nur aus der Vergangenheit 
heraus gestaltet werden.

(Zitat: … eines ehemaliger Bundespräsidenten)

Alles Kernsätze: 
die in jeden Geschichts-Buchdeckel 
eingeprägt gehören.
 

Autorkommentar:
(angedacht, als Sprecher-Ergänzung,
falls Filmschnitt-Technisch notwendig)


Spott und Kritik verfolgen Karl IV seit über 600 Jahren,
als Vater der Tschechen.

Er zog seines Weges nicht wie ein Imperator,
sondern wie ein Kaufmann der zur nächsten Messe eilt,
spöttelt Matheo Villani, Chronist zu Florenz.

Für Ihn reicht es. Ein Reich von der Nordsee bis ans Mittelmeer.
Lernte fünf Sprachen um mit jedem seiner Untertanen reden zu können.

Pflegte Unstimmigkeiten lieber mit Geld zu lösen.
Selbst seine Krönung war „ein Deal“ mit den Kurfürsten.
Kriegerischen Auseinandersetzungen ging er aus dem Wege.

Vor hundert Jahren war das ein Spott.

Heute wo wir Angst vor Helden und schimmernden Waffen haben,
halten wir das „für höhere Weisheit“. Er wird ein „Kaiser ohne Krieg“ werden.

Auch diese Ausnahme in der deutschen Geschichte hat ihn „nicht“
unsterblich gemacht. 60 Jahre ohne Krieg, in über 800 Jahren.

Zu gern hält sich die Geschichtsschreibung bei Fronten und Schlachten auf.
Religion und Dynastie war eins in seiner Person. Sein Kaisertum war gottgewollt.

Das Reich das er zu lenken hatte, als Herr der Welt, war ein heiliger Staat.

Die „Reichsstadt Nürnberg“ als leuchtende Metropole an der Goldenen Straße
verdankte ihren immensen Bedeutungszuwachs „Kaiser Karl IV“.

Er legte in der „Goldenen Bulle“ von 1356 fest, dass „in Norimberga“
jeder neugewählte Herrscher seinen ersten Reichstag hier abhalten sollte.

Mit sieben Jahren das erste Mal zwangsverheiratet. In Frankreich erzogen.
Mehrere Ehebündnisse, wo ihm heute bei der Wahl seiner vier Frauen
ebenfalls Kalkül unterstellt wird.

Als Bömischer König aus dem Hause Luxemburg war er letztendlich
„ein Kind seiner Zeit“. Im ausgehenden Mittelalter war die Heiratspolitik
ein unerlässliches Machtinstrument, um ihren Einfluss zu erweitern
und zu festigen.

Lange hat er auf einen Trohnerben gewartet. Am Ende hat er vier Söhne.
Mit 61 wird er zum letzten mal Vater, ein Jahr vor seinem Tod.

Satt und glücklich sitzt er an der Nürnberger Frauenkirche,
wie ein gekrönter Budda und sieht „die Männlein laufen“,
die sieben Kurfürsten des Reichs.

Sie haben es ihm bereits unterschrieben, dass (auch) sein Ältester
ihm auf den Thron folgen wird. Er hat ihm alle Schwierigkeiten
aus dem Weg geräumt.

Er hinterlässt „ihm“ ein Erbe, dass er um zwei Drittel vermehrt hat,
ohne Krieg zu führen. Nur mit der Stratigie des Schachspielers
und einer genialen Heiratspolitik.

Er vererbt die größte Landmasse, über die bisher je
ein Fürstengeschlecht verfügt hat.

Unter seinem Sohn und Nachfolger Kaiser Sigismund
erfuhr Nürnberg einen weiteren enormen Prestigezuwachs.

Als dieser „die Reichsstadt“ zum Aufbewahrungsort
der Reichskleinodien bestimmte und so lange Zeit
als „heimliche Haupstadt“ des Reiches manifestierte.
Egbert Schmitt, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.12.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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