Wilhelm Braisch

Hallo mein Engel

„Nenn mich nicht so Mom!“, erwidert Hope, indem er seine Schultasche, auf den mit Zigarettenstummel gepflasterten Rasen wirft.

„Was ist mit dir los, mein Schatz?!“, fragt die Mutter stirnrunzelnd.

Habe dir doch gesagt; nenn mich auch nicht so…!“- blickt immer auf einen Pulk Jungs, welche miteinander verschmitzt tuscheln und verstohlen zu ihm grinsen.

„Bin immerhin bald sechzehn!“, murmelt Hope fast unverständlich.

Mutter zündet sich wieder einen „Stängel“ an, wobei sie gerade die halb gerauchte Zigarette eben achtlos fallengelassen hatte.

Hope bückt sich danach - zieht zweimal kräftig, unter entsetzten Augen seiner Mutter, an der Zigarette, fängt plötzlich an zu husten und übergibt sich fast würgend mit vorgebeugtem Körper…

Die Mutter schreit entsetzt: „Was machst du da, zur Hölle!? Was ist das eben gewesen? Ich fasse es nicht…!“

Hope kann gerade mit krächzender Stimme und tränenden Augen sagen:

„Dann gib mir doch eine von dir, aus der Schachtel!“ Er greift nach der Hand, wo seine Mutter die Zigarettenschachtel vor Schreck zerdrückt festhält.

Die Jungs drüben reißen vor Überraschung erstmal die Augen auf, an dem was sich vor ihren Augen da bot und fangen dann fürchterlich an zu lachenWas ist in dich gefahren, Junge?!“, sagt sie, langsam zu sich kommend.

„Du bist ja noch ein Kind…!“ Sie bückt sich abwertend zu dem Jungen.

Hope wischt sich die Tränen, aus noch gerötetem Gesicht;

„Ein Kind, hä!? Du hast mir den Namen Hope gegeben! Du sagtest, ich sei deine Hoffnung…! Wofür?“

Die Mutter schaut ihn erstarrt an. Es verschlägt ihr die Sprache was sie da hört:

„Ich kann genauso sterben wie du! Ich nehme mir das Recht dazu! Mir verbietest du – was du eben aber selber machst!?“

„Junge, hör mal zu! Ich bin nun mal erwachsen und du…!“ „Ein dummes Kind, was!?“, Greift er ihr ins Wort.

Junge,davon kriegt man Lungenkrebs und kann davon sterben…!“, erwidert sie.

„Genau… oder landet im Rollstuhl wegen Raucherbein! Und ich, als dein Kind - muss dich dann versorgen und pflegen …!?

Du gibst jetzt Geld aus, welches wir dringend für nützliche Dinge brauchen, zerstörst deine Gesundheit - und ich - muss für diesen Blödsinn später blechen…!

Anwesende Eltern bleiben nachdenklich, wie angewurzelt stehen und der Pulk Jugentlicher verziet sich allmählich...

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Wilhelm Braisch).
Der Beitrag wurde von Wilhelm Braisch auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.12.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Buch von Wilhelm Braisch:

cover

Klares Bild II: Gedachter Unsinn von Wilhelm Braisch



Gedankengänge und Gemütsbewegungen der besonderen Art - in Versform.

Texte die zum Nachdenken anregen. Emotionsgeladene Selbstreflexionen die, einem etwas tiefer wie, unter die Haut gehen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Leben mit Kindern" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Wilhelm Braisch

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Traurige Weihnachten von Wilhelm Braisch (Sonstige)
Engelzeiten von Rainer Tiemann (Leben mit Kindern)
Der Auftrag an die Tschihadisten von Paul Rudolf Uhl (Mensch kontra Mensch)