Gherkin

Homer Jay Simpson beim Psychiater

 

 



„Kommen Sie ruhig herein. Nicht so zögerlich. Setzen Sie sich bitte, Homer...“

Dr. Horatio Zankapfel wirkte sehr freundlich. Homer Jay Simpson kommt recht langsam näher. Mit jedem Schritt, den der schwergewichtige, gelbe Mann näher kommt, mieft es etwas strenger, heftiger, beißender. Kalter Schweiß, Bierdunst.

„Meine Frau meinte... Ich solle.... Na ja, hier bin ich nun!“ (Seufzt angestrengt, wirkt jetzt schon extrem gestresst, setzt sich tapfer)

„Sehr schön. Darf ich Ihnen etwas anbieten? Es ist ja unsere erste Begegnung. Und Sie sollen sich hier schließlich wohlfühlen.“

„Hätten Sie ein Duff für mich? Eiskalt? Babschuwadi Schubiduwah! Pardauz!“

Der Psychiater ist ein wenig irritiert. Doch versucht er, sich diese Irritation nicht weiter anmerken zu lassen. Sagt, etwas verlegen:

„Äh, nein, Mr. Simpson. Sie können nur alkoholfreie Getränke bei einem Psychiater in der Sprechstunde erwarten.“

„Und da soll ich mich wohlfühlen? Wie soll das denn bitteschön gehen?!?“

„Homer, hören Sie bitte. Wir wollen doch ein sachliches und sehr ernstes Gespräch führen, richtig? Da wäre Alkohol kontraproduktiv. Ist nicht überhaupt der Alkohol einer der Auslöser der kompletten, reichlich verfahrenen Situation? Ich meine, Ihrer persönlichen Krise, Ihrer Ehekrise, all der Probleme mit den Kindern - und dem Nachbarn? Mit den Freunden, im Job, all Ihre leider sehr vielfältigen Probleme, rühren die nicht letztlich...“ (wird schroff unterbrochen)

„Ich hätte nicht herkommen sollen. Ich habe keine Ahnung, was kompapomuktief überhaupt bedeutet. Abe, mein Vater, meinte, ich solle es doch mal versuchen, meine Tochter Lisa sagt, es könne UNS ALLEN helfen, und meine Frau, tja, die hat mir die Hölle heiß gemacht... Diese Ehe sei am Ende, meinte sie. Wenn ich nicht impestieren wolle, so sei es vorbei mit der Ehe. Das sagte sie.“

„Und, Homer, wollen Sie investieren? In Ihre Ehe mit Marge? Wollen Sie Ihre Ehe retten? Liegt Ihnen noch etwas an Ihrer Frau, an Ihren Kindern? Ist da noch Liebe? Seien Sie ehrlich, bitte. Wollen Sie investieren?“

„Ich weiß leider nicht, was das ist. Aber wenn ich impestieren muss, um die Ehe mit Marge zu retten, dann impestiere ich eben!“ (energisch, traut man ihm kaum zu, aber offensichtlich liegt ihm doch noch etwas an Marge, an den Kindern, an der Ehe)

Der Psychiater Dr. Zankapfel legt die Fingerspitzen zusammen und führt sie zum Mund. Eine Geste, die Homer noch nie leiden konnte. Schließlich, nachdem er den gelben, dicken Mann lange genug betrachtet hat, mit einigem Stirnrunzeln, sagt der Psychiater, relativ leise:

„Ihre Frau leidet an Haarausfall. Das kommt vom Stress. Seelischer Stress. Warum türmt sie ihr blaues Haar zu einem Bienenstock auf? Und Ihr Sohn ist leider über alle Maßen aufmüpfig. Die ältere Tochter spielt den Blues-Jazz so gut wie ein erfahrener Musiker mit 66 Jahren. Woher kommt das wohl? Sie drückt auf diese Art ihre Wut, ihre Verunsicherung, ihre Trauer und ihre Angst aus. Und Ihre zweite Tochter spricht nicht. Noch immer nicht. Sagen Sie mir, was ist mit Ihnen los, Homer? Was?“

„I-i-ich weiß es einfach nicht. Alle haben ein Problem mit mir. Aber ich habe keines mit den Leuten. Ich verstehe mich mit Moe, mit... mit... dieser Maggie... Gerade, weil sie nicht spricht... Und ich verstehe mich hervorragend mit Knecht Ruprecht! Meinem Hund. Und mit Barney Gumble. Am liebsten bin ich in Moe´s Taverne. Da haben Sie es. Lässt man mir mein Bier und mein Bett und meine Ruhe, dann halte ich es mit jedem Menschen aus. Nun ja... vielleicht nicht gerade mit Selma und Patty Bouvier, sonst aber... Mit etlichen Bierchen kann ich es sogar fast eine Stunde mit Mr. Burns aushalten. Mit etlichen Bierchen mehr schaffe ich auch rund 10 Minuten mit Mr. Smithers. Oder mit Chief Wiggum... Die meisten haben keinen Sinn für Blödsinn und Spaß, das ist das Problem. Macht man Blödsinn auf der Arbeit, wird man gleich wieder zur Ordnung gerufen und ermahnt. Zuhause ist´s dasselbe... Babschuwadi...“

„Das Potenzial für Blödsinn steht im umgekehrt proportionalen Verhältnis zur räumlichen Nähe einer Autoritätsfigur. D´accord?“

„Wie bitte? Das habe ich jetzt, rein akustisch...“

„Schon gut, Homer. Sagen Sie mir mal bitte, für´s Erste, einfach frei von der Leber weg (Homer stöhnt, er ist ja nicht umsonst quittengelb!), was Sie persönlich gern ändern würden in Ihrem Leben. Rein aus Ihrer Sicht!“

„Als allererstes müsste mein Nachbar wegziehen, weit weg. Dieser Torfkopp namens Flanders macht mich wahnsinnig. Ein Eiferer, ein entsetzlicher religiöser Fanatiker, ein Sittlichkeits- und Reinlichkeits-Apostel, trinkt nicht, raucht nicht, geht nicht fremd, der ist so moralisch, dass neben ihm der Papst wie ein gemeiner Pimp wirkt. Der macht mich echt fertig, der Typ. Und der muss ausgerechnet neben mir wohnen... Seit ewigen Zeiten schon.“

„Ist es richtig, dass Sie für den Tod seiner Gattin verantwortlich zu machen sind?“

„Keineswegs. Das war ein Unfall. Ich bin deswegen auch nie belangt worden. Sicher, ich hatte mit einer T-Shirt-Kanone auf die oberen Sitzreihen gezielt. Aber dass ich Mrs. Flanders treffen würde, war nicht vorhersehbar. Wirklich nicht... Das tut mir auch in nicht unerheblichem Maße leid... Wirklich... Herr Dr. Zankapfel, ich schöre hiermit, dass ich ausschließlich Ned Flanders hatte treffen wollen... Ich zielte direkt auf Ned!“

„Sie würgen Ihren Sohn, Homer?“ Will ganz schnell das Thema wechseln.

„Höchstens 2 - 3 x täglich. Wirklich nicht öfter! Das schwöre ich! Woher wissen Sie das eigentlich überhaupt alles?“

„Ich hatte ein längeres Gespräch mit Ihrer werten Frau Gattin. Sie ist besorgt. Um Sie, um die Ehe. Und ich sage Ihnen jetzt etwas: Verwerflich ist bereits das einmalige Würgen des so kleinen, empfindlichen Halses eines Kindes, verwerflich ist bereits der Gedanke daran, Ihren Sohn überhaupt würgen zu wollen... Verwerflich ist jedwede Gewaltanwendung, wenn es Kinder betrifft. Das ist keine Erziehung! Das ist Grausamkeit!“

Homer Simpson denkt an seinen Sohn. Seine Hände verkrampfen sich automatisch zu Nosferatu-Krallen. Er stößt hervor: „Du kleiner.... Du verdammter kleiner...“ Dabei bilden die Hände, in der Würgegriff-Position, vor seinem gewaltigen Bauch einen offenen Kreis. Die Schläfen pochen, er steigert sich in seine Wut hinein. Er grummelt in sich hinein, sieht sehr wütend aus.

„Homer!“ ruft Zankapfel den Patienten zur Vernunft. „Sie haben ein Problem mit Ihren Nerven, Sie haben ein Problem mit Ihrer Wut. All das kommt wohl vom übermäßigen Alkohol-Genuss. Sie sind viel zu dick. Sie fühlen sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt, Sie sind weder attraktiv noch sonderlich klug. Sie haben fast eine Glatze, einen schrecklich dicken Schmerbauch, Sie riechen streng, und Sie tragen leider fast immerzu dieselben Klamotten, ein kurzärmeliges weißes Hemd, eine blaue Hose und schwarze Schuhe. Sie nehmen es mit der Hygiene nicht so genau. Sie essen zu viel, und Sie essen zu fett. Wieviele Donuts verdrücken Sie denn so an nur einem Tag im Kernkraftwerk? Na? Wieviele sind´s denn täglich?“

„Damit Sie Ruhe geben: Es sind genau 2 Packungen. Und in jeder Packung sind exakt 18 Stück drin. In jeder Pause esse ich einen Donut. Aber d-d-die sind nicht sonderlich groß. Echt nicht. So! Zufrieden? Die angebissenen Donuts der anderen futtere ich auf, wenn alle wegsehen. Ja, das gebe ich zu. Das wissen die aber nicht. Wundern sich immer, wo ihre Donuts geblieben sind. Nur ich allein weiß das.“ Grinst in sich hinein. Versucht, diabolisch zu grinsen.

„Dann kommen wir also täglich auf etwa 50 Donuts, richtig? Du meine Güte, Sie werden an Herzverfettung sterben, Homer! Wie alt sind Sie jetzt?“

„Ich bin zwischen 36 und 40 Jahre alt, Psycho-Doc! Genau kann ich Ihnen das nicht sagen. Es variiert eben. Je nachdem.“

„Sehr viel älter werden Sie auch kaum werden. Sie sind wirklich ein harter Fall. Das sage ich nicht gern. Aber ich denke, Sie sind der härteste Fall in meiner gesamten Laufbahn. Aber für mich gibt es kein Aufgeben. Und keine unlösbaren Probleme. Aber schlimmer kann es wohl kaum noch werden.“

„Dann sollten Sie sich mal mit Robert Underdunk Terwilliger jr. unterhalten, Dr. Zankapfel!“

„Wer ist das denn?“

„Tingeltangel-Bob. Er möchte meinen Sohn ermorden! Immerzu! Das ist schon fast krankhaft bei dem... Bato... Palo... Paktorologisch irgendwie.“

„Ja aber... Wollen Sie das denn nicht auch? Permanent sogar?“

„Ja schon, aber ich habe doch diese Aufsichts... äh, diese Erziehungsberechtigung und so weiter. Ich darf das. Das ist eine erzieherische Maßnahme, Doktor! Bart ist mit ganz Australien verkracht! Er nennt mich niemals Daddy, immer nur Homer! Er brüllt gute 30 x am Tag "Friss meine Shorts" und "Du stinkst!" Was im Übrigen keineswegs der Wahrheit entspricht... Ähem... Bart hat das Lehrerzimmer abwechselnd mit Lachgas und mit Kohlenmonoxid befüllt. Er hat seinem eigenen Großvater Tinte ins Haar-Shampoo gefüllt... Er hat der berühmten Statue von Jebediah Springfield den Kopf abgesägt. Der Junge ist ein Satansbraten. Täglich bringt er mich zur Weißglut. Und genau deswegen wird er von mir, ab und an, nicht permanent, ein wenig gewürgt...“

„Kein Mensch darf ein Kind würgen. Niemand! Niemals! No way!“ Der Psychiater ringt um Fassung.

„Ach ja? Ist das so? Muss ich also warten, bis dieser Wechselbalg 18 Jahre alt geworden ist, ja? Würden Sie auch nur einen Tag mit diesem missratenen Spross verbringen müssen, würden Sie vermutlich ganz anders reden, Doc! Mein Sohn Bart ist die Pest! Und die Cholera noch dazu!“

„Keine noch so schlimme Geschichte könnte mich dazu bringen, einen kleinen Jungen würgen zu wollen, Homer. Ich betone: Kein Kind sollte je gewürgt werden, eine erzieherische Maßnahme sieht anders aus...“

„Sie meinen den Gürtel?“

„Nei-en! Ich meine damit, dass Gewalt keine Lösung ist. Sie sollten wirklich Niemanden würgen, kein Kind, keinen Erwachsenen, nie-man-den, Homer Jay Simpson! Gewalt kann und wird niemals eine Lösung darstellen! Ich hatte noch niemals zuvor einen hoffnungslosen Fall... Aber Sie, Homer, Sie könnten zu so einer Art Präzedenzfall werden. In meiner Praxis, in Springfield, in ganz Oregon, in den Vereinigten Staaten, ja sogar innerhalb dieses Universums!“

„Dann haben Sie also keine Kinder?“

„Meine familiäre Situation steht hier nicht zur Debatte. Wir müssen uns beeilen. Es sind nur noch 10 Minuten der Zeit übrig. Für den ersten Tag sollten wir wenigstens zu einer weiterführenden Erkenntnis kommen, miteinander. Finden Sie nicht auch? Was könnten Sie mir für diese eine Woche versprechen, Homer. Könnten Sie versuchen, eine Woche lang täglich nur 1 Donut zu essen, täglich nur 1 Bier zu trinken? Könnten Sie das für sich selbst, für Ihre Familie und für Ihre Gesundheit tun?“

„Niemals!“

„2 Donuts täglich? Ich schachere mit Ihnen schon wie ein Basar-Händler. Wissen Sie was? Ich befehle es Ihnen! Nur 2 Donuts täglich, nur 2 Duff täglich, und die trinken Sie zuhause bei Frau und Kindern. Sie gehen nicht in Moe´s Taverne, Sie werden auf gar keinen Fall mit Lenny, Carl und Barney bei Moe abhängen und dutzende Duff in sich hinein schütten. Haben wir uns dahingehend verstanden?“

„Hören Sie. Ich schufte schwer im Kernkraftwerk. Da brauche ich nach der harten Arbeit etwas Entspannung. Und die finde ich nun mal bei Moe. Dort treffe ich meine Freunde, habe etwas Spaß - und gehe dann gut gelaunt nach Hause zur Frau und den 2 Kin.... äh, 3 Kindern.“

„Übergewicht, Faulheit, Intoleranz, Gewissenlosigkeit, Jähzorn, Inkompetenz, eine schwere Alkoholsucht und immanente Gedankenlosigkeit, das prägt Sie, Homer. Und ich denke, wir werden sicherlich 90 - 120 Therapie-Einheiten benötigen, um davon nur die Hälfte ins Lot zu bringen. Ich fürchte, Sie lieben Ihren Hund, wie hieß er noch gleich, Knecht Ruprecht, mehr als Ihre Lieben daheim. Und mehr noch als den Hund lieben Sie Moe´s Taverne, und mehr noch als Moe lieben Sie Duff, Donuts und den Müßiggang. Liege ich da annähernd richtig, Mr. Homer Jay Simpson?“ (versucht, sehr streng zu wirken)

Homer, etwas kleinlaut: „Nun ja, ich habe da schon so meine kleinen... Aber für die blauen Haare kann ich nun wirklich nichts bei meiner Frau!“

„HOMER!“ Strikt, energisch, ungehalten.

„Okay, okay, ich denke, ich sollte das Eine oder Andere in meinem Leben verändern. Stimmt. Vielleicht schränke ich den Konsum von Bier und Donuts ein. Ja. Aber das muss ich langsam angehen, hören Sie? Langsam.“

„Welche Funktion haben Sie denn überhaupt im Kernkraftwerk?“

„Ich bin Sicherheits-Inspektor! Im Sektor 7 G.“

„Um... um.... um des lieben Himmels Willen!! Sicherheits-Inspektor? Gott beschütze uns alle! Wir sind alle dem Untergang geweiht! Aaaaargh...“ (Springt entnervt auf, völlig panisch und konsterniert)

Laut schreiend rennt der Psychiater aus dem Raum, man hört ihn von draußen noch rufen: „Dieser Wahnsinnige ist Sicherheits-Inspektor, hören Sie, Sicherheits-Inspektor! (Offensichtlich zu seiner Sprechstundenhilfe) Du meine Güte... Herr, gib uns Kraft... (Lautstärke schwächer werdend) Gib uns bitte Kraft, Mut und Stärke, lieber Vater im Himmel...“ (Jetzt nicht mehr zu hören, dafür kreischen und quietschen plötzlich auf der Straße etliche Bremsen, ein schwerer Aufprall ist zu hören, dann noch einer, das Krachen ist bis in die Praxisräume zu vernehmen)

Homer ist während der Zeit aufgestanden und geht an den Schreibtisch des Doktors. Er findet in der oberen Schublade eine angebrochene Packung Donuts. Er mampft mit Wollust, steckt noch mehrere davon in seine Hemd- und Hosentaschen. Es sind rosa Donuts, gesprenkelte, braune, mit Glasur, manche mit Streuseln. Dann geht er, gemessenen Schrittes, aus der Praxis, aus dem Haus. Die Rezeptionistin ist nicht an ihrem Arbeitsplatz. Auf der Straße ein Tumult. Mehrere Autos sind ineinander verkeilt. Diverse Körper liegen blutend auf der Straße. Ein offensichtlich toter Körper gehörte einst dem Psychiater Dr. Horatio Eden Zankapfel. Homer lächelt, während er weiter kaut: „Und wer hat jetzt hier die längere Lebenserwartung, Doc? Na, wer wohl?“

Er entfernt sich. Mit dieser ersten Therapie-Sitzung ist er mehr als zufrieden. Marge wird sich freuen. Es wird Fortschritte zu berichten geben. Große Fortschritte. Er lenkt die Schritte zielsicher zu Moe´s Taverne. Das muss begossen werden! Heftigst! Babschuwadi schubiduwah! Pardauz! Und beißt herzhaft und mit Wucht, Wollust und leisem Wahnsinn in einen fliederfarbenen Donut mit Knusperschoko-Stückchen drauf.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.12.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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