Brigitte Waldner

Im Namen der Heiligen Drei Könige


Im Namen der Heiligen Drei Könige
ersingt die Jungschar als Sternsinger
private Spenden in den Weihnachtsferien.
Das ist unbezahlte Kinderarbeit
für Projekte in fernen Ländern und
schon bald 70 Jahre Tradition.
Wie der Name schon sagt, bleiben
die Gelder in Händen der Kirche.
Bei den Armen kommen sie nicht an.
Damit werden Priester und Ordensleute finanziert.

Ein Priester und einige Nonnen erhielten
ein wertvolles, neues Allradjeep-Cabrio,
durch Kornfelder Australiens zu fahren.
Die Schleier wehten durchs offene Dach,
auf Sandstraße wirbelte dichter Staub.
Der Priester lenkte das wertvolle Auto
im Höllentempo durch die Ähren.
Die Nonnen jubelten im Sonnenschein.
Euphorisch dankten sie Gott für Spenden,
statt Deutschen, die dafür gearbeitet hatten.

Verlustreiche Aktien wurden gekauft
und Österreichs Spendengelder vertan.
Alljährlich werden Millionen gespendet,
erschlichen mit Bildern, die Mitleid erwecken.
Der Armut kommt es nicht zugute,
die Wahrheit wird verschwiegen.
Wenn jährlich Millionen ins Ausland gehen,
die Armut aber trotzdem nicht endet,
vermehrt die Kirche stätig ihr Vermögen,
indem sie Geld für sich verwendet.

Man vermehrt den Reichtum der Kirche,
heraus aus der Armut kann man nicht führen.
Beschenkt man Priester mit einem Auto,
beschenkt man Gott, der ein Glaube ist;
die Kirche ist reicher als alle Völker.
Ein Priester soll selber sein Auto kaufen,
mit Geld, was er für die Arbeit verdient.
Die Kirche kann es ja mitfinanzieren,
als Dienstwagen, wie auch für privat,
wenn polnische Priester nach Hause fahren.

Den Kindern mag ich Geschenke geben,
ich lasse sie für mich nicht singen,
„Gott sei Dank“ sagen sie ermüdet.
Begleitpersonen kommen wie Räuber:
Man wird gezwungen Geld zu spenden.
Ich lasse mir das nicht mehr gefallen,
Für Arbeit, die sie leisten, soll man Kinder
noch zusätzlich verköstigen und beschenken.
Sie überklettern versperrte Gartentore
stets unangemeldet und überfallsartig.

Die Kinder werden von der Kirche
zu kostenloser Kinderarbeit traditionell
missbraucht entgegen Gesetze
und in Ferien, die zur Erholung dienen,
an mehreren Tagen sozusagen ausgenützt.
Oft müssen sie im eiskalten Freien singen,
sie werden nicht in die Häuser gelassen,
um sie nicht zu verschmutzen.
Ich halte das Kindeswohl für gefährdet,
die Kirche handelt aus Gier.

Die Kinder fangen sich Grippeviren.
Sie tragen sie von Haus zu Haus und erkranken.
Es geschieht in jener Zeit, wo alle husten,
Halsweh haben, Nasen laufen und niesen.
Den Rest der Ferien sind sie verkühlt,
wenn nicht mit Fieber im Bett.
Darum sollte man das Sternsingen
in der Art, wie es derzeit praktiziert wird,
sofort einstellen und die Kirche abschaffen,
dann erübrigt sich auch der Zölibat.

Text und Foto: © Brigitte Waldner

Anmerkung zum Foto:
Ich schenke den Heiligen Drei Königen und dem Sternträger
diesmal schöne Figuren und Lebkuchen und werde ihnen sagen:
Mein Geld haben der Nachbar GG und sein Sohn gestohlen;
wenn sie eines wollen, können sie es dort holen.
Mein Auto muss ich selber finanzieren,
kann nicht Spenden sammeln dafür.

 

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