Joe R.

Ein Nachgeschmack

Die Hyänen folgen den Schüssen in eine dunkle Gasse
und fleddern mit schaurigem Lachen
die noch immer röchelnden Reste einer nächtlichen Jagd.
Weit aufgerissen die Augen der Einen
während die der Anderen sich nun langsam schließen.
In die einsetzende Stille wagen sich entfernt Sirenen
die Sterne, Mond und Alles auf dem Weg
zu diesem Ort anheulen.
Der Himmel verschwimmt in den Pfützen
die wie kleine Inseln um zwei Körper liegen.
An den wenigen Fenstern sieht man Schatten
scheu erscheinen und verschwinden.
Die Zeugen wissen, ebenso wie die, die fragen
dass sie nichts sahen.
Allmählich füllt sich die Gasse mit drehenden Lichtern
mit schlurfenden Latschen, mit vagem Geflüster
und mit starrenden Blicken
die sich ertappt fühlend ganz schnell verstecken.
Nicht lange und ein schwarzer Wagen
bahnt sich seinen Weg durch alle Hindernisse.
Ehe dann Viele gehen
werden die Zwei, schon jetzt beinah vergessenen
bedeckt, getragen und geschoben.
Wie ein schwerer Vorhang
schließen sich dunkle Türen.
Vom wieder einsetzenden Regen
wird nach und nach das skurrile Publikum vertrieben.
Noch wenige Notizen dann verlassen auch
die letzten Augenpaare diese dunkle Bühne.
Es bleibt ein Nachgeschmack
von etwas Kreide, schlechten Träumen
und von dem Wunsch, dass diese Nacht vergeht...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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