Jürgen Malodisdach

Menschheit ( 4 )

 

Hier geht es heute weiter mit der.......

 

EM 800 ( 4 )

 

Die Müdigkeit hatte ihn noch nicht so richtig verlassen, den Professor Tan . Mit seinen Achtundzwanzig Jahren war er vom internationalen Leitungsgremium der Erde als Kommander für das Weltraumunternehmen zur Rettung und Verbreitung der Menschheit im All einstimmig ausgewählt worden.

Seit seinem sechsten Lebensjahr ist dieser hochbegabte und super intelligente Mensch von einer Hochschule zur Nächsten begleitet und beobachtet worden.

Das Projekt der Umsiedlung und Neuorientierung der Erdenbevölkerung läuft schon seit einhundert Jahren.

Genauer gesagt, seit die Gewißheit durch die Forschung bewiesen worden ist, daß die Erde in absehbarer Zeit von einem Riesenmeteor getroffen wird und damit aller Wahrscheinlichkeit nach, seiner totalen Vernichtung entgegen sieht.

Alle bisherigen Forschungsergebnisse und deren Möglichkeiten zur Verhinderung dieser Sache lagen bei Null . Astronomen mit ihren hochmodernen Rechnern haben dieses Ungetüm seiner Zerstörung festgestellt. Es wurde der genaue Zeitpunkt dieses Ereignisses errechnet.

Möglichkeiten einer Abwendung dieses Ereignisses gab es keine. Der Bevölkerung des Planeten Erde hat man davon aber nichts gesagt. Die Auswirkungen auf die Menschen wären ungeheuerlich gewesen, trotzdem der Zeitpunkt der Kollision die zur Zeit lebenden Menschen nicht betreffen würde.

Auch die Crew und die gesamte Besatzung des Unternehmens hatten davon keine Ahnung. Auf der Erde hatten die Experten nach langer Vorbereitung und Planung dieses Raumschiff konstruiert und damit die Voraussetzung geschaffen , es im Mondorbit in dreißig Jahren zu bauen.

Für die Öffentlichkeit war dieses Projekt eben Forschung für die Menschheit. Punktum.

So nahm alles seinen Lauf. Von der Auswahl des Kommandanten, der leitenden Experten für Lenkung und Aufsicht, der Techniker und Wissenschaftler der verschiedensten Wissensgebiete, gab es lange und ausführliche Auswahlkriterien aus allen Erdteilen und Ländern . Ein Sprachenproblem gab es dabei nicht. Bereits seit vielen Generationen gab es eine Weltsprache, die überall gelehrt und gelernt und gesprochen wurde.

Die Ursprachen in einigen Ländern wurden in einzelnen Regionen nur in geringen Größenordnungen, nur in kleinen Bevölkerungsteilen gepflegt. Sie waren immer noch nur zweitrangig und keine sogenannte Ländersprache oder auch Amtssprache.

Prof. Tan0001, so sein offizieller Name des Unternehmens, wurde auch einfach halber von Allen nur Null eins genannt.

Er rekelte sich , noch ein bißchen verschlafen, warf die Bettdecke leicht von sich, so daß diese wie ein Segel sich aufblähte. Gab dabei den schönen , ganz nackten Körper seiner Nancy frei. Sie lächelte dazu, ließ sich noch einmal ihre Brüste von ihm streicheln und mit zarten Küssen bedecken. Dann verschwanden beide unter der morgendlichen Dusche. Wasser war rationiert. Verschwendung war nicht erlaubt, auch nicht möglich. Die Automatik verhinderte das.

Nancy , auch Doktor der Medizin, mit Zweiundzwanzig Jahren eine Koryphäe auf ihren fünf Wissensgebieten, seit langer Zeit mit Tan verbunden. Man lebte zusammen. Die uralten Formen von sogenannten Eheleuten, durch eine Heirat gebunden, wurden längst nicht mehr praktiziert. Die Begriffe wie, mein Mann oder meine Frau, lösten nur ein Lächeln der Menschen aus. Das war ein uralter Zwangsstatus in Gesellschaftsordnungen, die es nicht mehr gab und die überhaupt keinen Sinn und keinen Wert hatten.

Null eins ging nach seinem Frühstück in seine Zentrale. Die Bildschirme und Computer hatten neue Informationen für ihn. Nach der Begrüßung seiner Mitarbeiter ließ er sich über den Stand und Besonderheiten von Vorkommnissen berichten. Dabei galt sein besonderer Augenmerk der vor ein paar Tagen festgestellten Störung der Verbindungen zur Erde. Es hatte sich nichts geändert. Aufzeichnungen der Computer brachten keine neuen Erkenntnisse. Er konnte sich das nicht erkläre.n.

Alles änderte sich plötzlich, als sein erster Kontrolleur ihm zu rief, daß gerade ein paar Wortfetzen , gestört durch Unterbrechungen aufgefangen werden . Alle scharten sich um die Empfangsgeräte. Es waren fast nur unverständliche Worte zu hören . Tan bat um Zusammenstellung der ankommenden Informationen.

Bis dahin ging er erst einmal zum Computerspeicher um sich zu erkundigen.

Ihn interessierte jetzt der festgestellte Verfolger. Gab es da etwas Neues ?. Ja sagte man ihm. Dieses unbekannte Objekt ist etwas näher gekommen. Seine veranlaßten Kontrollen und Erforschungen mit dem bordeigenen Fernerkundiger, nach dem Muster des vor langer Zeit arbeitenden Weltraumteleskopes hatte Folgendes festgestellt: der Verfolger war ein ziemlich großer Gesteinsbrocken. Er war 5,3 km lang, 2,9 km breit an der dicksten Stelle. Von allgemein bräunlicher Farbe, dieses Ding drehte sich um seine Querachse, sehr langsam.

Hatte aber keinen eigenen Antriebe. Warum er so schnell flog, war im Moment nicht erkennbar. Wird noch erkundet. Sein Gesamtaussehen ähnelt eher einer großen Walnuss. War oberflächlich uneben, vernarbt und bräunlich.

Tan betrachtete die übergebenen Bilder. Konnte nichts Besonderes feststellen. Haben wir schon die decodierten empfangenen Wortfetzen, fragte er seinen Stellvertreter. Ja sagte der, hier sind sie :....m80 …...erd ries ….broc..... finst........schlag........unt.......gag......mte.....reg..wasser..... 200m. Hoch wel........vernicht.. elektron,,,,,,,,,,,ante..........weiter zum Plan.... flieg.....rett.... mensch. Das war alles, mehr war nicht zu hören . Nur noch Hintergrundrauschen.

Ich glaube, auf der Erde ist etwas Furchtbares passiert. Vielleicht ist sie sogar zerstört oder mindestens teilweise. Oje, oje, dann wären wir jetzt allein hier . Was tun wir. Alles schweigt. Keiner weiß., was nun zu tun ist. Professor Tan versammelt seine Mannschaft um sich.

Ihr habt alle erlebt und gehört, wenigstens als Stückwerk, was wahrscheinlich passiert ist. Keiner von uns weiß mehr oder etwas anderes.

Also. Wir haben einen Auftrag, also erfüllen wir ihn. Wir machen keine Geheimnisse. Alle Verantwortlichen informieren bitte die Menschen auf unserem Raumschiff. Wir haben jetzt eine noch größere Aufgabe und Verantwortung.

Ach so, noch etwas. Unser Verfolger muß weiter beobachtet werden. Wenn er näher kommt, möchte ich Genaueres wissen.

 

 

Es geht immer noch weiter. Später.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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