Andreas Rüdig

Harem

Klaus, du hast mir das Leben gerettet. Dafür hast du 3 Wünsche frei.

Oh! Gut. Ich würde mir ein beidgeschlechtliches Harem aufbauen.

Ah ja. Das hört sich tatsächlich nach viel Arbeit für mich an. Wer soll denn dem Harem angehören?

Du erfüllst mir diesen Wunsch. In Ordnung. Dann will ich dir die Leute nennen.

Da wäre zunächst Susanne Hover. Sie ist meine große Jugendliebe, quasi die Liebe meines Lebens. Sie ist heute zwar verheiratet; das läßt sich aber ändern.
Kim-Tim Klemme kommt hinzu. Die Mutter kommt aus Japan. Sein Gesicht bringt den erforderlichen exotischen Flair in meine Mannschaft.
Dann gibt es da noch Schoko-Kevin. Hochgewachsen, sehr schlank. Weitestgehend haarlos. Wahrscheinlich eine Sex-Bombe.
Für 2 junge Leute muß du in mein Gedächtnis eindringen. Eine junge Dame (sie ist der hübscheste Mischling, den ich kenne) sowie ein wunderhübscher junger Mann sind dort abgespeichert. Ich kenn zwar nicht ihre Namen - ich habe sie aber jeden Morgen an der Straßénbahnhaltestelle gesehen und mit schrecklich in sie verliebt.
Alle 5 Leute sollen unsterblich und für immer in mich verknallt sen.

Mehr möchtest du bei diesem Wunsch nicht? Das ist doch eine der einfachsten Übungen für mich.
 
Das Team für meine Kultur-Insel ist fertig und paßt perfekt. Susanne ist - neben mir - das Oberhaupt. 4 Jugendliche bilden die Musikgruppe. Sinan und Bettina bilden die Film-Einheit, Christian die Bildhauer-Abteilung sowie Mark die literarische Richtung
Jeder muß ein Werk abliefern, pro Monat, wohlgemerkt, digital oder analog. Dann beikommen wir von der Außenwelt alle geliefert, was wir brauchen, Essen, Wohnung, Wärme, Wasser, Strom und Kleidung.
Die einzelnen Einheiten können auch zusammenarbeiten, beispielsweise ein Musikvideo oder ein Kriminalhörspiel erstellen. Über unsere Zukunft brauchen wir uns keine Gedanken machen. Wir sind die einzigen Anbieter in diesem Segment. Der Erfolg ist da vorprogrammiert.
Eine Kritik hat uns jetzt aber doch erreicht. "Ihr seid zu langweilig!" formuliert es Hartmann Leberecht von der Kuhweide, unser schärfster Kritiker. "Bei euch fehlt die Bettgymnastik." Stimmt. An Pornographie hatten wir bislang noch nicht gedacht.
Also beschlossen Susanne und ich, Sinan loszuschicken und zunächst eine Reportage über Aphrodisiaka zu erstellen. Mark schrieb mehrere Liebesgeschichten; Christian dachte sich etwas zum Thema "erotischer Phallus" aus.
Interessante Sachen sind dabei herhausgekommen. Doch dann kam die spannende Frage: Drehen wir auch einen Porno? Eine Reportage über die verschiedensten Stellungen (Onanier & Masturbation, Missionars- und Reiterstelluing, anal, oral) erschienen uns zwar als Einstieg sinnvoll. Unsere Damenwelt weigerte sich aber, als Darstellerinnen aufzutreten.
Und, um ehrlich zu sein, Susanne war mir persönlich einfach zu schade dafür. Also wurden Schoko-Kevin dazu verdonnert, Kim-Tim zu verführen und in die Freuden (nur der homosexuellen?) Liebe einzuführen.
Der Film war ein totaler Erfolg. Keine andere Produktion hatte so viele Zugriffszahlen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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