Qayid Aljaysh Juyub

Die unwortigen Chroniken von Hysteria Climata

Ich ersuche Dich, dass Du meine dringende Bitte nicht abweist. Sollte irgendeine Umweltsau in Deiner Diözese leben, die sich gut verbrennen lässt, so wollest Du sie freundlicherweise zu mir schicken, wie es die Zeit zulässt. Oder wenn vielleicht so jemand außerhalb Deiner Diözese unter eines anderen Moralapostel*in Herrschaft lebt, so bitte ich Dich geschwisterlich, ihn zu ‚überreden‘, dass er zu uns komme, da wir in dieser Kunst mangels fehlender Fachkräft*innen im Torturenwesen ohne jede Kenntnis und unerfahren sind. Und wenn es hoffentlich glückt, dass irgendein Klimaleugner*in aufgrund Deiner ‚Fürsorge‘ und mit des heiligen Klimateriums Willen zu uns gelangt, so will ich ihm mit freundlichem Entgegenkommen und zur Erbauung der Gläubigen ein heißes Ende bereiten.

(…)

Als nächstes schickte sie, um das Werk vollenden zu können, Gesandt*innen nach Germoney, die brave Steuerzahler herbeiholen sollten, um die diamantenen Fenster, die güldenen Säulengänge und die prächtigen Speisesäle ihrer Dienstvilla klimagerecht zu bezahlen, denn darauf hatten auch die sonst so unbedarften Untertanen keinen Bock mehr. So geschah es, und sie kamen und bezahlten nicht nur freiwillig zusätzlich das hochwertige Toilettenpapier aus Banknoten mit edelstem Nennwert, sondern sie zeigten und lehrten daraus auch dem Stamm der Steuerzahler das derartige Handwerk; ein Handwerk allerdings, womit bekanntermaßen jegliche, unfähige Regierung begeistert werden kann und das zur vielfältigen Herstellung von Profit dient.

(…)

Als der tatkräftige Aktivistengott Karl einige Ruhe finden konnte, wollte er nicht in der Muße erschlaffen, sondern sich für den Dienst des Heiligen Klimateriums einsetzen, sodass er sich daran machte nach eigenem Plan in seinem Heimatland einen exquisiten Palast zu erbauen, herrlicher als die alten Werke der Römer, und sich auch in kurzer Zeit am Ziel seiner Wünsche zu sein freute. Zu diesem Bau berief er von allen Ländern diesseits des Meeres die Meister aller Besteuerungskünste zusammen, da seine Wahrsager dem aktivistischen Karl aus ihren repräsentativen Kristallkugeln verkündeten, dass seine einfältigen Untertanen gerne noch mehr Steuern zahlen wollten.

(…)

Dem würdigsten Multimilliadär S. der Ruhm der vielfältigsten Tugenden zur allgemeinen Bekanntmachung von Kanzler*in auf Lebenzeit M." und dem Kabinett der ihm unterstellten Geschwister*in die emsigsten Gebete und das heilige Klimaterium zum Gruß.

Mit Recht beten wir zum heiligen Thunfisch für Euch, denn Ihr habt unsere Partei mit solchen Ehrengeschenken ausgezeichnet, wie wir es weder aus den Zeiten der Alten kennen noch selbst zu sehen hoffen durften. Die Fenster unserer baufälligen Luxusvillen waren bis jetzt mit alten Tüchern geschlossen gewesen. In Euren glückseligen Zeiten hat zum ersten Mal die goldhaarige Sonne den Boden unserer mit der Demokratieabgabe finanzierten Palazzi durch vielfarbige Glasgemälde angestrahlt. Wo in der Welt findet man einen solchen Wohltäter?

Wir überlassen es Eurer Erwägung die Medien so zu orchestrieren, dass der Profit aus dem kohlendioxidhaltigen Theater Euch zur Ehre gereicht und wie es für einen guten Schnitt unsererseits notwendig ist; und falls Ihr bei ihnen einen Mangel entdeckt, so sei es uns erlaubt, die wenigen widerborstigen Zeitgenossen mit dem pseudodemokratischen Bann der sozialen Ächtung zu strafen, denn selig sind die Armen in Geiste, denn ihrer ist das klimatische Steuerreich.

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