Rick Snil

Der Offizier und der Staatsfeiertag

Was ich nun erzähle ist 50 Jahre her. 10 junge adrette, also gut aussehende angehende Leutnants wurden auserkoren am Nationalfeiertag vor Publikum und live im Fernsehen eine kurze Rede zur Nation zu halten und wir haben uns sehr bemüht wir arbeiteten, redigierten, haben ganze Textseiten abgeändert und wieder verworfen und das alles unter der Aufsicht eines hohen Militär. Wir waren bereit für eine grosse Aufgabe und etwas wichtiges für unseren Staat zu tun und hatten sehr viel positives zu sagen.
Da ich aus einer Grossfamilie komme mit etwa 100 Tanten und Onkel also fast ein halbes Dorf, mussten die natürlich informiert werden, dass ihr grosser Sohn, in weisser Uniform und entlich etwas vernünftiges von sich gibt, im Fernsehen erscheint und das zum Nationalfeiertag. An einem Tag wo sich eigentlich alle nur fürchterlich besaufen und ganz sicher nicht im Fernsehen den Politikern ihren Festtagsreden lauschen, das war ja was neues und da muß das ganze Dorf informiert werden und zuschauen.
Wir wurden in einen grossen Saal beordet und nahmen Aufstellung direkt zur Kamera und ein junger Assistent drückte uns ein Zettel in die Hand und meinte wir sollen so bald die Kamera auf uns zeigt den Zettel vorlesen und was sollen wir mit unserem Text den wir sorgfälltig vorbereitet haben machen, da meinte der Moderator den können wir wegschmeissen, es kommen nur die ins Fernsehen die machen was er sagt.
Und so hat mich praktisch niemand gesehen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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