Sonja Soller

Gefangen in Stawropol

Gefangen in Stawropol 1.
Eine etwas andere Liebesgeschichte

Alexander – Gefangennahme

 

"Da spinnt dieses Sch...Navi und statt bei Franziska, sitze ich hier in Stawropol fest, im Nordkaukasus.“
Es ist zum Heulen. Wie komme ich hier bloß wieder raus?"
Alexander machte sich große Sorgen, nicht nur um seine Situation hier am Ende der Welt, sondern auch um Franziska, die bestimmt sehnsüchtig auf ihn wartete.

Sein Flugmobil war irgendwo weit über Deutschlands Grenzen hinaus abgestürzt. So schnell konnte er gar nicht schalten, da war er schon von russischen Soldaten umringt. Ohne viel Federlesen wurde er als feindlicher Spion festgenommen.

Wie konnte das nur passieren, wie war so etwas nur möglich?

Da hätte er Franziska nun endlich in die Arme schließen können und dann dieses verdammte Malheur mit dem Navi. Denn Alexander und Franziska sind sich zwar schon über Funk und Internet sehr nah gekommen, doch persönlich sind sie sich noch nie begegnet. Franziska hatte Alexander ( sie hatte sich endlich getraut) zu einem leckeren Abendessen eingeladen. Der war nicht faul gewesen und hatte sich sofort in sein Flugmobil gesetzt und...... naja , der Rest ist Geschichte. Das Schicksal war einfach nicht gerecht.

"He Soldat, ich habe Hunger". Ein Wachmann kam, der Alexander aber nicht verstand.

Mit Händen und Füßen versuchte Alexander dem Wachmann klar zumachen, dass er hungrig war.

Der Uniformierte tat als hätte er auch jetzt nicht verstanden und ging wieder. Alexander war aufgeregt und unruhig, wusste er doch nicht, was ihn erwartete. Franzi konnte es hier jedenfalls nicht sein. Das machte ihn traurig und unglücklich. Er vermisste sie. Stattdessen kam der Uniformierte zurück und reichte ihm eine dünne Brotsuppe. "Na toll, davon soll ich nun satt werden und schmecken tut die sicher auch nicht." Er nahm einen Löffel voll, spuckte die vermeintliche Suppe sofort wieder aus, und schmetterte die Schüssel wütend gegen die Wand. Der Wachmann kam, durch den Lärm bei seiner Runde gestört zurück, und ging drohend auf Alexander zu, brüllte ihn an und drängte ihn auf das Gestell, was das Bett sein sollte. Dann brachte er einen Eimer mit Wasser und einem ausgefransten Lumpen; deutete dem Häftling an, den Boden aufzuwischen.

Alexander war in diesem Moment alles egal, er nahm Eimer und Lumpen und wischte die Suppe von Wand und Boden. Sein Herz tat weh, seine Nerven waren total am Ende, er sah nur das Bild von Franziska vor sich.

So wie Alexander Franziska kennen gelernt hatte, würde sie bestimmt alles unternehmen, um ihn aus dieser Misere herauszuholen. Alexander hörte nach draußen, er vernahm ein bekanntes Geräusch, es schien als flöge ein Flugobjekt über das Gebäude. War das Franzi? Er schaute durch die Gitterstäbe.

Das Geräusch war immer noch über ihm, er konnte aber nichts erkennen. Alexander rüttelte an den Gitterstäben und sah in den Himmel.

Der Wachmann trat an die Zellentür. Alexander durfte sich nichts anmerken lassen. "Ihr Russen seid doch so stolz auf eure Küche. Ich hätte gerne eine schöne Soljanka." Doch der Wachmann verstand ihn wieder nicht. Alexander zeichnete mit den Händen eine Schüssel und führte sie an seinen Mund. Der Wachmann war erstaunt, hatte sein Gefangener doch erst die Brotsuppe gegen die Wand geschleudert. Er zeigte auf die Uhr und machte mit dem Zeigefinger ein paar Umdrehungen. Hieß wohl, die nächste Mahlzeit gab es erst morgen wieder.

Alexander durfte weiter keine Aufmerksamkeit auf sich lenken, damit sein Befreiungskommando da draußen Zeit gewann. Denn er war sich sicher, irgendwo über ihm war Franziska, in ihrem Flugmobil. Er wusste, dass sie alles was ihr möglich war, unternehmen würde um ihn zu befreien. Bestimmt hatte sie schon eine Idee.

Aber sollte er hier herumsitzen und tatenlos warten? Nein!

Er hatte noch den Löffel von der Brotsuppe und schaute ihn fragend an. Konnte dieses kleine Gerät ihm vielleicht helfen?

Alexander spürte auf einmal eine magische Kraft in sich, spürte wie ein Energieschub in ihm aufstieg. Was ging hier vor? Er war irritiert und konnte sich in dem Moment gar nicht bewegen. An außerirdischen Zauber glaubte er nicht. Konnte Franziska dahinterstecken? Er wusste sie konnte vieles möglich machen, aber dieses? Alexanders Muskeln spannten sich unter seinem Hemd, sodass alle Nähte aufplatzten, er spürte wie seine Kräfte immer mehr wurden.

Nun brauchte er keinen Löffel, keine Hilfsgeräte mehr, nun konnte er sich mit der eigenen Muskelkraft einen Tunnel ins Freie graben. Fast wäre er von dem Wachmann erwischt worden. Doch das Geräusch der Türe, die in den Zellentrakt führte, quietschte so laut, dass Alexander sein Bett, ohne entdeckt zu werden, über den Tunnelbau schieben konnte. Der Wachmann hatte nichts bemerkt.

In der Nacht grub Alexander weiter. Als „Superalex“ , so fühlte er sich zurzeit, war er in der Lage am nächsten Abend mit dem Tunnel fertig zu sein. Also wartete er den Kontrollgang am darauf folgendem Abend ab und kroch dann in den Tunnel hinein, zog das Bett über seinen Kopf hinweg über den Tunneleingang. Zuvor hatte er seine Decke noch so zusammengerollt und auf das Bett gelegt, dass man meinen konnte, es läge ein Gefangener darunter. Die Wachleute sollten seinen Ausbruch so spät wie möglich entdecken. Wer weiß, was ihm für eine Strafe blühte, wenn man ihn wieder einfangen würde. Aber schlimmer konnte es sowieso nicht mehr werden...

Fortsetzung folgt..................

Gemeinschaftswerk: Sonja Soller/ Mark Widmaier



26.01.2020 © Soso

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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