Sonja Soller

Gefangen in Stawropol 2.

Eine etwas andere Liebesgeschichte

Franziska - Befreiungsplan

 

Franziska's Gedanken waren nur bei Alexander. Hoffentlich musste er nicht so leiden in, wo war das, wie hieß das nochmal „S t a w r o p o l“, das muss ja am A..... der Welt liegen. Franziska hatte davon noch nie gehört. Man durfte Alex aber auch nicht alleine lassen; auf dem Weg nach Stadtprozelten einmal falsch abgebogen (Schuld war na klar das Navi) und wo landet mein lieber Alex, in Strowop.....Dingsda in einem Gefangenlager, das passiert auch nicht jedem.

Nichtsdestotrotz, Franziska musste etwas unternehmen. Sie konnte ihren geliebten Alex nicht im Stich lassen. Gott Lob hatte Franziska, nachdem Alex nicht bei ihr angekommen war, sein Navi verfolgt, so hatte sie erfahren wohin er verschwunden war. Franziska schüttelte mit dem Kopf. „Das darf doch alles nicht wahr sein“. Inzwischen waren schon zwei Tage und eine Nacht vergangen.

Lange würde es Alexander bei Wasser und Brot sicher nicht aushalten. Er würde abgemagert sein bis auf die Knochen, sodass Franziska ihn kaum erkennen würde.

Sie überlegte was zu tun sei:

  1. Kaukasische Botschaft in Berlin

  2. Visum beantragen

  3. Irgendwie nach Stawropol kommen

  4. Alexander rausholen

  5. Alexander in' Arm nehmen

    So eins nach dem anderen.


    In der Botschaft wurde Franziska nicht sehr freundlich empfangen. Visum? Wofür? Wieso? Weshalb? Sie ahnte sofort, dies lief ins Leere. Sie musste einen anderen Weg finden.

Gut, dass Franziska noch Kontakte zu Freunden aus vergangenen Tagen hatte. „Wie hieß der noch gleich; genau, den rufe ich an“.

Der Freund war nicht wenig überrascht, nach so vielen Jahren Franziska wiederzusehen. Sie kam gleich auf den Punkt, denn die Zeit war sehr knapp. Mit wenig Worten erzählte sie von ihrer Liebe zu Alexander und was geschehen war, und das sie ihn unbedingt aus der russischen Hölle befreien musste.

Der alte Freund überlegte kurz, er war Franziska noch etwas schuldig und half gerne. Franziska nannte ihre Wünsche: Ich brauche ein Flugobjekt mit Tarnfunktion, einen Anzug, ebenfalls mit Tarnvorrichtung und einen genauen Plan von dem Gefangenenlager wo sich Alex aufhalten könnte, und natürlich Ersatzteile, Ersatz für was auch immer und Bargeld, da ich nicht weiß, was auf uns in Russland zukommt.“ „Auf die Schnelle geht es zwar nicht, aber in 2-3 Stunden steht das Gewünschte für dich bereit“. Franziska bedankte sich ganz herzlich und verließ mit frohem Herzen den alten Freund.

Wie versprochen, war das Flugobjekt startbereit. Als Pilotin konnte Franziska selber fliegen und musste sich nicht auf jemand anderen verlassen, sie nahm Kurs auf Stawropol. „Alex halte noch ein wenig durch, bald bin ich bei dir“.

Das Herz von Franziska pochte wie wild als sie an ihn dachte. Er war ihre große Liebe, er war alles für sie, der Sonnenschein in ihrem Leben, so wie Franziska für Alex das größte Glück war. So gesagt hatte es Franziska Alex noch nie, obwohl er es sicher ahnte. Ein „falscher“ Funkkontakt, der dann doch der „richtige“ war, hatte sie zusammengebracht. Mancher nennt es Zufall, mancher Schicksal, Alexander und Franziska nannten es Universum, das sie zusammengeführt hatte. Sie waren sehr unterschiedlich, aber auf eine gewisse Weise eine Einheit. Über Skype hatten sie sich das erste Mal gesehen, und seit dem konnten sie nicht mehr voneinander lassen. Sie hatten sich vorher schon wunderbar verstanden, sich dann in die Augen sehen zu können, das war nochmal etwas ganz anderes. Die Herzen brannten lichterloh wenn sie sich sahen, ihnen fehlte nur die zärtliche Berührung des anderen. Alex sah natürlich gut aus, war intelligent, wortgewandt und witzig.

Stawropol ist wie eine Feuerprobe, „sollten wir das überstehen, dann überstehen wir alles.“

Nun aber aufgepasst, jetzt ist klarer Kopf gefragt. Das Lager war in Sicht, Franziska schaltete die Tarnfunktion ein und schwebte über dem riesigen Gelände. Wie sollte sie hier Alex finden? Sie flog mehrmals über das Lager hinweg. Da -, ein Gesicht, eine Hand, die winkte, konnte das Alex sein? Franziska flog langsam auf das Gesicht zu. Es war Alex. Er musste gespürt haben, dass Franzi schon ganz in der Nähe war. Auf einmal verschwand sein Gesicht von den Gitterstäben wieder, „hoffentlich ist ihm nichts passiert“, denn das wäre gar nicht gut. Sie lenkte gerade das Flugmobil nach außerhalb der Sicherheitsabsperrung, um es im Dickicht zu verbergen, als ein schriller Ton Franziska aus ihren Gedanken aufschreckte, es wurde heller als der Tag. Im ersten Moment wurde sie von dem grellen Licht so stark geblendet, dass sie schon Angst hatte entdeckt worden zu sein. Die Sirenen hörten gar nicht auf Lärm zumachen. Panik kroch in Franzi hoch. Doch die Wachsoldaten hatten das Flugobjekt nicht entdeckt. Die Soldaten liefen wie die Ameisen hin und her, schauten aber nicht nach oben. Franziska atmete auf, puh, das Flugobjekt war zwar immer noch im “Tarnmodus“, aber man weiß ja nie.

Vorsichtshalber lenkte sie das Flugobjekt aus der Gefahrenzone und beobachtete das Geschehen aus der Ferne. Nun hieß es abwarten. Es konnte sein, dass ein Gefangener geflohen war, Hauptsache es war nicht Alexander, hoffte Franzi, denn dann wäre der ganze Befreiungsplan in Gefahr. Sie überlegte angespannt und zog sich ihren Tarnanzug an. Mit einem Druck auf den Knopf am Kragen war sie für alle unsichtbar und konnte sich frei bewegen.......

Fortsetzung folgt...............

Gemeinschaftswerk: Sonja Soller/ Mark Widmaier


28.01.2020 © Soso

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.01.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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